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Beachvolleyball

Die Erfolgsgeschichte des Beachvolleyballs ist eng mit seiner Herkunft aus der Freizeitkultur Brasiliens verknüpft. Als freizügige und körperbetonte Sportart versinnbildlicht diese Diziplin wie keine andere die Schönheitsideale der westlichen Kultur an den Stränden von Rio & Co.

Die Ursprünge des Ballsports gehen weit ins 19. Jh. zurück, wo man noch mit 6 anstatt nur 2 Spielern als Mannschaft auf dem Feld stand. Bereits 1915 soll das erste Beachvolleyball-Spiel in Hawaii stattgefunden haben. Schnell entwickelte sich der Sport seitdem als ein Trend in den USA und Brasilien. Die heut‘ übliche Spielweise mit nur zwei Athleten entstand in den 1930er Jahren, weil angeblich zu wenig Spieler für ein Turnier zur Verfügung standen. Ein Meilenstein in der Geschichte des Beachvolleyballs ist das erste, 1960 ausgetragene „Beach Open“ am Manhattan Beach. Charlie Saikley organisierte das seit 1965 nun jährlich stattfindende Turnier, welches auch als das „Wimbledon“ des Volleyballspiels gilt.

Seit den 80ern ist Beachvolleyball eine Profi-Sportart, was unter anderem dem herausragenden Beachvolleyballer Karch Kiraly zu verdanken ist. Dieser äußerte sich einmal bzgl. des Ereignisses in Manhattan wie folgt: „You talk to any player and if they were told they could only win one tournament in their whole career, everybody would choose it to be here in Manhattan. There’s an extra fire among all the players.“ (Quelle) Seit 1996 ist es olympisch. Der US-Amerikaner Kiraly und sein Partner Kent Steffes holten damals erstmals Gold in der neuen Konkurrenz. Die Dominanz der Spieler sowie Spielerinnen aus den USA wurde bald von den Brasilianern abgelöst.

Beach-Leben

Neben den Vereinigten Staaten ist Brasilien das Land des Beachvolleyballs überhaupt. Kein Wunder bei den endloslangen Stränden entlang der Copacabana, die den Athleten als Trainingsort zur Verfügung stehen. Bei Weltmeisterschaften gewannen die Brasilianer bisher insgesamt neun Endspiele und dreizehn weitere Medaillen. Nach zehn internationalen Turnieren in Rio de Janeiro fand 1997 erstmals die offizielle WM in Los Angeles statt. Bei Olympia erkämpften sich die Südamerikaner insgesamt neun Medaillen, darunter zwei Goldene. Außerdem konnten sie zahlreiche Siege bei internationalen FIVB-Turnieren für sich verbuchen.

Informationen zum Regelwerk, dem Spielaufbau und der Kleiderordnung finden sich auf der Website der FIVB. (Info: 2012 gab es eine Goldmedaille für Deutschland mit dem Team Julius Brink/Jonas Reckermann.)