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Belém wurde zum wichtigsten Zwischenhandelsplatz
Amazoniens. Metropole wurde sie jedoch erst gegen Ende des 19.Jh.
durch den Kautschuk-Boom,
der die Stadt zum Hauptumschlagplatz der Nordregion Brasiliens werden
liess, eine Blütezeit, die aber nicht lange anhielt. Kamen um die
Jahrhundertwende noch 100% der Weltproduktion aus Amazonien, so
erscheint Brasilien heute längst nicht mehr unter den acht wichtigsten
Ländern für Naturkautschuk. Dieser hatte noch 1939 weltweit 98%
Anteil an der Gummiproduktion z.B. für Autoreifen; bis 1975 sank
er jedoch auf 33%, denn Kautschuk wurde zunehmend synthetisch hergestellt.
In den letzten Jahren ist Naturkautschuk, u.a. wegen Aids, wieder
mehr gefragt; für die Produktion von medizinischen Handschuhen und
Kondomen.
Nur in der Amazonasregion
ist der Paranussbaum zu finden, der sich nicht kultivieren lässt.
In der Regenzeit werfen die Bäume die reifen Früchte ab, etwa 150kg
pro Baum. In jedem Gehäuse befinden sich etwa ein Dutzend dreikantige
Paranüsse mit harter Schale. 46.000 Tonnen beträgt die Weltjahresproduktion,
gesammelt von den Castanheiros, den Paranusssammlern, die ebenso
wie die Kautschuksammler zu den Nutzniessern eines intakten Regenwaldes
gehören und deshalb für dessen Schutz eintreten.
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