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Mato Grosso steht im Bann des Modernen. Der Staat sucht die neueste
Technologie der wichtigsten Wirtschaftszweige.
Die Landwirtschaft ist führend und produziert Soja, Baumwolle, Reis,
Mais, Kaffee, Weintrauben usw. Auf den weiten Hochebenen ist das
grösste Rindervorkommen Brasiliens und mit die beste
Fleischqualität.
Die Agrarindustrie wurde in neuester Zeit das wichtigste Element des
jungen Staates und dieser setzt das Rezept der Entwicklung
verantwortlich durch.
Ein variables Transportsystem, bestehend aus Eisenbahn,
Fluss-Schiffahrt und Strassen, bringt die Güter in die grossen
Zentren. Mit der Gaspipeline Brasilien - Bolivien, verfügt Mato
Grosso über die riesigen Naturgas-vorkommen als Energiequelle. Um
von Energie zu sprechen, muss gesagt werden, dass Mato Grosso eines
der wagemutigsten Produktionsprogramme der Stromerzeugung
durchgesetzt hat, so dass ab dem Jahre 2001, Strom exportiert werden
kann.
Mato Grosso verfügt ausserdem über eine Vielzahl von technischen und
wissenschaftlichen Instituten, Universitäten und die wichtigste
Satellitenempfangsstation "INPE".
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Mato
Grosso wird umgebaut
...der Bundesstaat nämlich, der nicht mehr rein landwirtschaftlich
von Getreide- und Baumwollfeldern geprägt werden soll, sondern von
der industriellen Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Dazu
wird der Agroindustriesektor nach Ankündigung des
Ministerpräsidenten "Governador" Blairo Maggi dieses Jahr
6.000.000.000 R$ in seinem Bundesstaat investieren und sein
Wirtschaftsprofil nachhaltig ändern.
Bunge kündigte ein zweites Sojaverarbeitungswerk mit einer
Jahreskapazität von 1,3 Mio. Tonnen im Jahr an. Künftig werden also
Sojabohnen nicht nur in Rondonópolis, sondern auch in Nova Mutum
zerquetscht, bis das Öl fliesst. Die neue Fabrik kostet 150 Mio.
R$ einschliesslich eines Silos für 100.000 Tonnen Soja.
Fabrikationsbeginn wird in vierzehn Monaten sein.
Von den jährlich gewonnen 100.000 Tonnen Sojaöl ist die Hälfte für
die Fabrikation von Biodiesel gedacht.
Neben Bunge investieren in identische Aktivitäten die "Grupo Maggi"
in Lucas do Rio Verde und Cargill in Primavera do Leste. Zusammen
mit Bunge bedeutet dies eine Investitionssumme von immerhin 600 Mio.
R$.
Perdigao hat bereits ein Werk in Nova Mutum und der Konkurrent Sadia
im Nachbarort Lucas do Rio Verde und beide planen bereits neue
Fabriken. Neue Produktionsstätten wurden auch von Santâna Textil,
Cervejaria Crystal (Kristallbrauerei) und Big Frango "Grosses
Hähnchen" angekündigt, dazu kommen noch Schlachthäuser für Schweine
und Rinder von Bertin in Diamantina und Friboi in Sorriso.
Jetzt hat der "Governador" nur eine Sorge, wie schaffen diese Firmen
ihre Produkte an ihren Bestimmungsort? Denn die BR163 müsste
verlängert werden, um einen Zugang zu den Häfen in Pará zu bieten.
Der Ausbau ist im PAC-Programm schon vorgesehen.
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K.K.Naumann
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