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Der Nordosten, da denkt man in Brasilien
zunächst an Dürre, Armut, Rückständigkeit und schöne Strände. Im
Nordwesten von Maranhão, kurz vor der Grenze zu Pará,
wurde 1982 Gold gefunden. Doch auch von den Goldsuchern, wie am
Amazonas, die wenigsten reich werden.
Doch gut verdient wird dagegen in Maranhão mit einem härterem Metall
als Gold. Kilometerlange Züge der Companhia Vale do Rio Doce, der
Gesellschaft des Tals vom süssen Fluss, bringen seit 1979 das in Carajás
im Nachbarstaat Pará abgebaute Erz über 900km nach São Luís. Die
Bergbaugesellschaft steht in Brasilien für eine erfreuliche Tatsache:
Sie ist das staatliche Unternehmen mit den höchsten Gewinnen. Das
Erz wird im neu ausgebauten Tiefwasserhafen verschifft.
Gigantische Industriekomplexe säumen die Bahnstrecke nach São Luís:
Eine Umspannstation für Strom aus dem ebenfalls in Pará liegenden
Tucuruí-Stausee versorgt hier ein Aluminiumwerk, das zum grössten
der Welt werden soll. Die Eisenbahn, der moderne Überseehafen, die
Aluminiumschmelze, der überdimensionierte Rodoviária, die vielen
neuen Brücken und Strassen in São Luís, die ausgedehnten Villengebiete
an den Stränden der Stadt, alles ist neu, gross und kein Zufall.
Ein Sohn der Stadt hat geholfen. Der Schriftsteller, Grossgrundbesitzer,
Eigentümer mehrerer Medienunternehmen und erste Präsident Brasiliens
nach Militärdiktatur: José Sarney.
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