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Atomare Waffen
Brasilien besitzt keine
Atomwaffen. Das Land steht seit Jahren für eine Aussenpolitik, die
geprägt ist von einer klaren Haltung gegen alle Arten nuklearer
Vernichtungswaffen. Die brasilianische Regierung kontrolliert effektiv
und konsequent jeglichen Handel und die Verarbeitung waffenfähiger
oder nuklearer Materialien. Zu diesem Zweck ist Brasilien seit Dezember
1996 Mitglied der Nuclear Suppliers Group (NSG), einem
Zusammenschluss
von 34 Staaten, die eine strikte Exportkontrolle und Überwachung
im Umgang mit sensiblen Gütern im Nuklearbereich gewährleisten.
Die Aufnahme Brasiliens in die NSG ist ein deutlicher Vertrauensbeweis
der internationalen Staatengemeinschaft in die Zuverlässigkeit und
Friedfertigkeit der brasilianischen Nuklearpolitik. Zu den gegenwärtigen
Mitgliedsstaaten, die sich im NSG zusammengeschlossen haben gehören
neben Brasilien u.a. folgende Staaten: Deutschland, Australien,
Kanada, Luxemburg, Japan, Italien, Schweiz, Schweden, USA, Russland
und England.
Der Beitritt Brasilien zur NSG ist die konsequente Fortführung einer
kontinuierlichen Politik absoluter Offenheit und Transparenz in
allen Fragen des nuklearen Energieprogramms.
Biologische Waffen
Brasilien ist weder im Besitz nuklearer Waffen noch plant es
deren Herstellung oder Lagerung. Brasilien ist seit langer Zeit
in allen internationalen Gremien zur Abschaffung biologischer Waffen
engagiert.
Die Übereinkunft über ein Verbot von Entwicklung, Herstellung und
Lagerung von biologischen Waffen trat 1975 weltweit in Kraft. Brasilien
hat diesen Vertrag bereits 1973, nur ein Jahr nachdem er zur Unterschrift
freigegeben war, ratifiziert. Dieses Übereinkommen zur weltweiten
Ächtung biologischer Waffen hat weltweit grosse Zustimmung gefunden.
Eine Kontrolle zur Einhaltung der Verzichtsbereitschaft ist in dem
Vertrag zur Ächtung biologischer Waffen jedoch nicht vorgesehen.
In einer Ad hoc Gruppe berät Brasilien daher seit 1994 mit seinen
internationalen Partnern über wirkungsvolle Kontrollmechanismen
zur Überprüfung des Verbots biologischer Kampfstoffe. Zur Sicherstellung
des Verbots biologischer Waffen drängt Brasilien auf eine Intensivierung
der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit.
Der weltweite Konsens über die Ächtung biologischer Waffen dient
als Vorbild für eine vergleichbare Übereinkunft zur Ächtung chemischer
Waffen. Erstmals gelang es bei den bakteriologischen Massenvernichtungsmitteln
eine weltweite Einigung über die Ächtung einer bestimmten Waffengattung
herzustellen.
Chemische Waffen
Brasilien hat niemals chemische Waffen produziert und besitzt
keine chemischen Kampfstoffe. Es ist auch nicht die Absicht der
brasilianischen Regierung, jemals die Fertigung solcher Waffen aufzunehmen.
In Übereinstimmung mit seiner traditionellen Politik für Abrüstung
und gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen war Brasilien
aktiv an den Verhandlungen beteiligt, die 1993 zum Übereinkommen
über eine weltweite Ächtung und Zerstörung von Chemiewaffen führten.
(Vertrag über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung
von C-Waffen).
Federführend war Brasilien bereits im September 1991 an einem Vertrag
zur Ächtung chemischer Waffen in Lateinamerika beteiligt. So unterzeichneten
Brasilien, Argentinien und Chile schon am 5. September 1991 die
"Erklärung von Mendoza". In ihr verpflichteten sich die
drei Unterzeichnerstaaten, auf Einsatz, Entwicklung, Herstellung,
Lagerung und Handel chemischer Waffen zu verzichten. Schon bald
darauf sind Bolivien, Ecuador, Paraguay und Uruguay dem Vertragswerk
beigetreten. Ein weiteres Mal ging damit eine regionale Einigung
der späteren weltweiten Normierung voran. (Der Vertrag von Tlateloco,
in dem die lateinamerikanischen Staaten ihren Verzicht auf nukleare
Waffen erklären, ist ein weiteres Beispiel für die Fortschrittlichkeit
lateinamerikanischer Übereinkünfte)
Am 13. März 1996 ratifizierte Brasilien das Übereinkommen über eine
weltweite Ächtung und Zerstörung von Chemiewaffen. Damit konnte
es sein Ansehen als ein der Abrüstung und Nicht-Verbreitung von
Massenvernichtungswaffen verpflichteter Staat weiter festigen. Die
brasilianische Regierung hofft, dass auch andere Staaten, die bekanntermassen
noch chemische Waffen besitzen und produzieren, der Verzichtserklärung
auf solche Waffen baldmöglichst beitreten werden. Nur so kann sich
die Wirksamkeit des Vertrages auch wirklich entfalten.
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