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Mit der Produktivität steigt die
Arbeitslosenquote. Konnte die brasilianische Wirtschaft seit der
Einführung des Plano Real ihre Effizienz zwischen 45 und 50%
erhöhen.
Angelernte und höher qualifizierte Arbeitskräfte stehen in ausreichender
Zahl zur Verfügung. Im Vergleich zu Deutschland sind Löhne und Gehälter
im allgemeinen niedriger. Dabei kann Brasilien nicht als Billiglohnland
gelten, auch wenn ungelernte Arbeitskräfte relativ billig sind (genauso
wie in Deutschland). Insbesondere in der Landwirtschaft, im öffentlichen
Dienst und in den ärmeren Regionen im Landesinneren ist der offizielle
Mindestlohn die Regel. In den grossen Industriezentren
zahlen Betriebe jedoch wesentlich höhere Löhne. Die durchschnittlichen
Gehälter für qualifizierte Fach - und Führungskräfte sind im ganzen
Land recht hoch. Sie erreichen durchaus deutsches Niveau, können
in einzelnen Fällen sogar darüber liegen.
Arbeitslosenzahlen fallen
Im Mai 2004 betrug
die Arbeitslosenquote in den sechs Ballungsgebieten Brasiliens 12,2
% gegenüber 13,1 % im April. Im Mai 2003 waren es 12,8 %, also ist
laut IBGE eine einwandfrei Verbesserung eingetreten, aber noch keine
Trendwende. Eine Verbesserung, hervorgerufen vor allem durch die
Stadt São Paulo und nicht durch ihre Industrie, sondern durch
Ausbildungsstätten, öffentlichen Dienst, Gesundheitsunternehmen und
Dienstleistern. Leider waren die fallenden Arbeitslosenzahlen auch
von einem weiter fallendem mittlerem Realeinkommen begleitet, der
Rückgang betrug 0,7 % gegenüber dem Vormonat und 3,3 % gegenüber dem
Mai 2003. Dass diese Werte nicht noch schlechter ausfielen, lag
wieder an São Paulo, wo das mittlere monatliche Realeinkommem im Mai
2004 gegenüber dem Vormonat um 2 % auf 1.009,70 R$ und im Vergleich
zum Mai 2003 um 0,3 % wuchs! In den sechs betrachteten
Ballungsgebieten wurden im Mai 148.000 Arbeitsplätze geschaffen,
davon 120.000 in Gross - São Paulo. Die Fundação Seade nennt für
Gross - São Paulo sogar 157.000 neue Arbeitsplätze.
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