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Die Sportbegeisterung
der Brasilianer gilt als sprichwörtlich und zeigt sich schon an
der grossen Zahl aktiver Sportler, die in mehr als 8.000 über das
Land verteilten Sportvereinen organisiert sind. Als Breitensport
und in der Beliebtheit beim Publikum rangiert der Fussball
an erster Stelle. In Brasilien gibt es allein fünf Fussballstadien,
die über 100.000 Zuschauer fassen, darunter das für die Weltmeisterschaften
1950 erbaute Maracanã Stadion in Rio de Janeiro - mit seinen 200.000
Plätzen das grösste der Welt.
Bisher ist es nur der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft
gelungen, fünfmal die Weltmeisterschaft zu erringen:
1958 in Schweden,
1962 in Chile,
1970 in Mexiko,
1994 in den USA und
2002 in
Südkorea/Japan.
Die Brasilianer
haben ihren 4. Sieg dem verstorben dreifachen Formel-1-Weltmeister
Ayrton Senna gewidmet. Bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich
kam Brasilien erneut ins Endspiel, musste sich allerdings dem Gastgeber
geschlagen geben.
Jedem brasilianischen Fussballfan sind Namen wie Gilmar, Didi, Garrincha,
Zagalo, Djalma Santos, Nilton Santos, Vavá, Tostão, Gerson und Zico
geläufig. Doch alle Brasilianer, ob fussballbesessen oder nicht,
kennen Pelé (eigentlich Edson Arantes do Nascimento), den
auch international berühmtesten brasilianischen Fussballspieler.
Im Laufe seiner achtzehnjährigen Karriere in Brasilien schoss Pelé
über 1.200 Tore. Er spielte nach seinem Rücktritt vom brasilianischen
Profifussball einige Jahre für den
New Yorker Soccer Club
Cosmos und verhalf damit dem Fussballsport in den Vereinigten Staaten
zu grösserer Popularität. Am 1. Januar 1995 wurde Pelé als Sonderminister
für Sport in das Kabinett des ehemaligen Präsidenten Cardoso berufen.
Würdige Nachfolger fand Pelé
in den Superstars Romário, Ronaldinho, Rivaldo und Bebeto.
| Fussball
Zwar haben bekanntlich die Engländer die immer noch
populärste Sportart der Welt erfunden, doch zur höchsten
Vollendung haben diese sicherlich die Brasilianer gebracht -
die fünf Weltmeisterschaftstitel sind hierfür ein deutlicher
Beleg... |
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