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Umbanda "Weisser Zauber"

   
     

Der Umbanda, auch "Weisser Zauber" genannt, ist eine Mischung aus Candomblé und Spiritismus. Der Umbanda entstand aus mehreren Wurzeln, seine heutige Version stammt jedoch aus Brasilien selbst. Der afrikanische Einfluss beim Umbanda ist auf die Bantu aus Angola zurückzuführen.

Die Umbanda-Religion ist erst in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts entstanden und vor allem im Südosten Brasiliens verbreitet. Erst in letzter Zeit wächst auch in Bahia die Zahl der Anhänger. Mit der "Einweissung" - der Übernahme katholischer und spiritistischer Elemente - werden zunehmend Mitglieder in der brasilianischen Mittelschicht gewonnen, denen der Candomblé zu stark von der Kultur der Schwarzen geprägt ist. So werden die Feiern in der Umbanda in portugiesischer Sprache abgehalten und schliesst Figuren aller Rassen des Landes mit ein: "Preto Velho - Alte, schwarze Sklaven", "O Caboclo" sowie Götter der Indianer Amerikas, "O Guerreiro - den weissen Krieger" und andere. Ein synkretistischer Kult wie Umbanda bezieht auch Ogú, den Kriegsgott, mit ein, die Oritás, gottähnliche Figuren, und Exús, dämonische Kräfte, die wiederum zu Candomblé und anderen afrikanischen Ritualen gehören.

Umbanda ist eine mystische, spirituelle Bewegung, die religiöse Gestalten afrikanischer Inspiration mit rein brasilianischen Halbgöttern wie Pai João, Caboclo und Pomba Gira und obendrein den mystischen theologischen Konzepten des Europäers Allan Kardec vermischt. Zu den beliebtesten Gestalten auf den Altären der Umbanda und der Spiritisten gehören die heiligen Cosmas und Damian, der Hl.Georg, der den Drachen erschlägt. Iemanjá in ihren weissen fliessenden Gewändern und die zigarrenrauchende Onkel-Tom-Gestalt Pai João.

Iemanjá nimmt manchmal auch die Gestalt der Jungfrau Maria oder die einer Meeresgöttin oder Seejungfrau an. Ihre Anhänger bieten ihr am 13.Dezember in Praia Grande - São Paulo - , am 31.Dezember in Rio de Janeiro und am 2.Februar in Bahia an den Stränden Blumen, Parfüm und Gesichtspuder dar. Wenn die Opfergaben im Wasser versinken oder aufs Meer hinausgetragen werden, hat Iemanjá sie angenommen. Kehren sie an Land zurück, hat sie sie abgewiesen.

Die Idee der Wiedergeburt, die Hoffnung Kontakt zu den Seelen der Toten herzustellen und vor allem die Sitzungen, in denen die Gläubigen Ratschläge für die Bewältigung ihrer Probleme im Alltag erhalten, spielen eine grosse Rolle in der Umbanda. Die Entstehung dieser Religion wird daher von Soziologen auch als Ausdruck der Anpassung an die grossstädtische Zivilisation und an eine soziale Realität erklärt, in der es schier unüberwindbare gesellschaftliche Missstände gibt.

Xangô, Gott des Donners, Blitzes und der Gerechtigkeit
 Xangô, Gott des Donners, Blitzes und der Gerechtigkeit
 

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