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Festa de Iemanjá - Fest der Meeresgöttin Iemanjá in Bahia

   
     

Das Fest der Meersgöttin Iemanjá ist eines der bedeutendsten Feste der Candomblisten und findet jedes Jahr in Rio Vermelho statt. Die ursprünglich schwarzhäutig dargestellte Iemanjá repräsentiert im Candomblé "Weiblichkeit, Schönheit und Fruchtbarkeit".

An diesem Tag ziehen die Baianas weisse Spitzenblusen und -röcke an und schicken Opfergaben wie Kämme, Spiegel und Seifen auf kleinen, handgemachten Booten aufs Meer hinaus. Auf diese Art wird die in der menschlichen Vorstellung eitlen und luxusliebenden Frau "Orixá" besänftigt, um den Fischern eine ruhige See zu gewährleisten. Danach werden Böllerschüsse die Schiffsprozession einleiten.

Zur Zeit der Sklavenhalterei in Brasilien, wurden alle Sklaven auf den Schiffen oder bei der Ankunft zwangsgetauft. Den nun "katholischen" Sklaven war die Verehrung ihrer ursprünglichen Götter verboten. So verehrten sie pflichtgemäss vordergründig Maria, die Mutter Jesu, im Hintergrund aber weiterhin Iemanjá. Dieser Prozess, biblischen Personen und röm.-katholischen Heiligen jeweils einen Orixá, einen Ahnengeist unterzuschieben, ist ein weit verbreitetes Phänomen in den afro-brasilianischen Kulten. Dieses Unterschieben machte es möglich, trotz Verboten und drastischen Strafen Reste ursprünglicher Stammesreligion unter dem Deckmantel des Katholizismus weiter zu pflegen. Heute lässt sich nun beobachten, dass die vorgegebene synkretistische Tendenz sich in zwei Richtungen entwickelt: Bei den Schwarzen zu einer Suche nach den "ursprünglichen Wurzeln" ihrer Religiosität im Ursprungsland Afrika und bei den Weissen in der Übernahme der bisher verdeckten Religiosität in ihre eigenen Lebens- und Glaubensvorstellungen.

Das Beeindruckende auch an diesem Fest ist die Musik mit ihren eingängigen, wilden oder sanften Rhythmen. Dabei treten "Trios Eléctricos" und "Afoxés" auf und es gibt viel zu essen und zu trinken.

Altar für die Meeresgöttin
 Altar für die Meeresgöttin

Das Fest der Meeresgöttin Iemanjá
 Das Fest der Meeresgöttin Iemanjá

 

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