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Gericht für 10 Personen.
Das verwendete Rindfleisch sollte nicht zu fett sein, braucht aber
nicht die beste Qualität zu haben: Man kann Suppen- oder Bauchfleisch
verwenden. Wichtig ist das geräucherte Fleisch, ein gutes Stück
Kasseler, dicke Rippe etc. Es empfiehlt sich, einen grossen Teil
des Fetts vom Kasseler abzunehmen, damit die Feijoada nicht zu schwer
wird. Unerlässlich ist eine kräftige Wurst (spanische Cabanos, Mettenden
von guter Qualität, auch frische Krakauer), die als Ersatz für die
Lingüiça de Porco dienen kann, die in Mitteleuropa unbekannt ist.
Schweinefüsschen, -öhrchen und -schwänzchen sind nicht zum Verzehr
gedacht, sondern sollen der Feijoada einen besonderen Geschmack
verleihen und die Brühe sämiger machen. Sie sollten kurz abgebrüht
werden, bevor man sie in die Feijoada gibt.
Für eine gute Feijoada ist dreierlei zu beachten:
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Das Fleisch sollte über Nacht in einer Beize liegen.
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Die Bohnen müssen viele Stunden langsam kochen, damit die
Brühe sämig wird.
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Die Beilagen sollten nicht vernachlässigt werden: eine ausgezeichnete
Farofa, Orangenscheiben, ein
Molho de Pimenta bem quente
(eine scharfe Pfeffer-Sauce), eine
Batida.
Zutaten: 1½ kg schwarze oder braune Bohnen / 500g Suppenfleisch / 1-2
Schweinszungen (evtl. geräuchert) / 500g Carne seca / 500g Schweinelende
/ 150g geräucherter Speck / 750g Lingüiça / 1 Schweinfüsschen / 1
Schweinsöhrchen / 1 Schweineschwänzchen / Öl / 6 Zwiebeln / 8 Knoblauchzehen
/ 1 Orange / 3 Lorbeerblätter / evtl. gemahlener Kreuzkümmel / Salz,
Pfeffer
Für die Marinade: 3 Essl. Weinessig / 2 Knoblauchzehen / 2 Teel. Salz / 3 Teel.
Pfeffer Die gewaschenen Bohnen in reichlich Wasser eine Nacht lang einweichen.
Ebenfalls am Abend zuvor die verschiedenen Fleischsorten in einer
Marinade aus Weinessig, zerdrücktem Knoblauch, Salz und Pfeffer
einlegen.
Am
nächsten Tag in einem grossen Topf in etwas Öl 2 kleingeschnittene
Zwiebeln und 3 zerdrückte Knoblauchzehen anbraten, die Bohnen mit
ihrem Einweichwasser dazugeben und ca. 1½ Stunden bei niedriger
Temperatur kochen (eventl. noch Wasser dazugiessen). In einem anderen
Topf in Öl 4 grosse, in Ringe geschnittene Zwiebeln, 5 zerdrückte
Knoblauchzehen und die Lorbeerblätter andünsten, bis die Zwiebelringe
weich und glasig sind. Die verschiedenen Fleischsorten in der oben
angegebenen Reihenfolge zufügen, ca. alle 10 Minuten die nächste
Sorte, mit der Schweinelende auch Schweinefüsschen, -öhrchen und
-schwänzchen, dabei auf die verschiedenen Garzeiten des Fleisches
achten (Rindfleisch und Zunge benötigen länger als Kassler etc.).
Alle schmoren lassen. Das Fleisch soll schliesslich sehr weich sein,
jedoch nicht zerfallen. Nach ca. 1½ Stunden das Fleisch, die Würstchen
und die anderen Zutaten in den Bohnentopf geben und alles zusammen
nochmals 1½ bis 2 Stunden bei schwachem Feuer kochen. Ab und zu
mit dem Holzlöffel umrühren. Eventuell mit Kreuzkümmel, Salz und
Pfeffer nachwürzen. Die Bohnen müssen weich sein, dürfen aber nicht
zerkochen, und die Brühe soll reichlich und sämig sein. Beachten
Sie jedoch, dass die Feijoada keine Suppe ist. Eine geschälte ganze
Orange während des Kochens in den Topf legen. Dadurch vermindert
sich der Fettgehalt.
Beilagen: Reis, Farofa, geschälte Orangenstückchen und "Couve Mineira";
unbedingt eine sehr scharfe
Chili-Peperoni-Sauce
(Molho de Pimenta); eventuell Kopf-, Tomaten- oder Zwiebelsalat.
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