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Als
typisch brasilianisches Getränk gilt Caipirinha,
ein Cocktail aus Cachaça (Zuckerrohrschnaps), Limonen, viel Eis
und Zucker. Bei der Abwandlung Caipirosca dient Wodka als Grundstoff.
Jede Region rühmt sich ihrer eigenen Cachaça, die man auch Pinga,
Cana oder Aguardente nennt, aber die traditionellen Brennereien
liegen in Minas Gerais, Rio de Janeiro, São Paulo und im Nordosten,
wo Zuckerrohr
seit langem angebaut wird. Die einfacheren Brasilianer trinken Cachaça
pur oder Bier in den kleinen Botequim (Stehbars) an der Ecke. Das
brasilianische Bier - die Marken Antarctica und
Brahma - sind bei der Bevölkerung gleichermassen beliebt und
verdrängen allmählich die Cachaça. Eingeweihte sagen statt Antarctica
auch Faixa azul (Blauer Streifen).
Unter den nicht alkoholischen Getränken sind die frischen Fruchtsäfte
ein wahrer Genuss. Die Sucos (Fruchtsäfte) und
Vitaminas (Milch-Frucht-Shakes) werden aus den exotischsten
Früchten von diversen Kombinationen zubereitet. In allen Ortschaften
oder am Rand der Durchgangsstrassen wird ausserdem Água de Côco, der
Saft der noch grünen Kokosnuss, sowie Caldo de Cana, frisch gepresster
Zuckerrohrsaft, angeboten. Guaraná, ein alkoholfreies Getränk aus
Amazonien, wird überall wie eine Art nationale Coca-Cola in Cafés
und Läden verkauft. Die Indianer stellten
Guaraná
auf der Basis getrockneter Samen her und tranken es, bevor sie auf
die Jagd gingen. Ihm wurden belebende und aphrodisische Kräfte nachgesagt.
Der Cafézinho ("kleiner
Kaffee"), der in winzigen Plastikbechern angeboten wird, ist
an allen Ecken und Enden zu bekommen. Der
Kaffee wird dunkel geröstet, fein gemahlen, stark zubereitet
und mit sehr viel Zucker getrunken. Kaffee mit heisser Milch - café
com leite - ist in ganz Brasilien das traditionelle Getränk zum
Frühstück.
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