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Allgemeines über den Bundesstaat Tocantins

   
     

Fahne des Bundesstaates Tocantins

Tocantins, gegründet durch den Bundesdeputierten Siqueira Campos am 01.01.1989, ist der jüngste Bundesstaat der Nordregion mit einer Fläche von 278.420,7km², die Retortenstadt Palmas seit 1990 seine Hauptstadt. Das Land war zuvor Teil von Minas Gerais.
Tocantins ist Teil des Amazonasgebietes und liegt nördlich von Pará und Maranhão, östlich von Piauí und Bahia, südlich von Goiás und westlich von Mato Grosso umgeben.
Sein Relief zeichnet sich durch einen zentralen Gebirgsstreifen von geringer Höhe aus, die östlich die Hochebene des Sedimentärbeckens São Francisco und westlich das Fachlandgebiet Bananal trennt. Zahlreiche Flüsse - unter ihnen der Rio Araguaia und Rio Tocantins - durchfliessen den Bundesstaat. Die Pflanzenwelt, die durch die Praktiken der Land- und Viehwirtschaft sehr beeinflusst wurde, wird von der Buschsteppe mit einigen noch bestehenden Wäldern, zahlreichen Palmenarten und grossflächigen Gebieten an Wiesen gekennzeichnet. Diese Landschaft trifft man vor allem auf der Ilha do Bananal an, der grössten Flussinsel der Welt. In den höhergelegenen Gebieten herrscht eine konstante Präsenz von Felswänden aus Sandstein, kristallinen Flüssen und Wasserfälle.

Rio Araguaia
Rio Araguaia

Indianermädchen des Tributs Carajá-Stammes auf der Ilha do Bananal
Indianermädchen des Tributs Carajá-Stammes auf der Ilha do Bananal

Der Nordteil von Goiás wurde abgetrennt und zum neuen Staat Tocantins erklärt. Er erstreckt sich über eine Fläche von 286.706km² und ist mit ca. 1.200.000 Einwohnern äusserst dünn besiedelt. Bis auf eine grosse Verbindungsstrasse von Brasília nach Belém, die den Bundesstaat durchquert, gibt es nur relativ wenige asphaltierte Strassen. Bis die Autostrasse zwischen Belém und Brasília gebaut wurde, bestand keine Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden Goiás, was zur Folge hatte, dass sich beide Teile unterschiedlich entwickelten. Die neue Autostrasse diente vorwiegend als Schnellstrasse vom Norden in den Süden Brasiliens.
Gleichwohl konnte jede Region ihre eigene kulturelle Identität bewahren. Das südliche Goiás wurde grösstenteils von Leuten aus den südlichen Bundesstaaten kolonialisiert, die sich traditionellerweise nicht mit den einheimischen Indianern oder schwarzen Sklaven mischten. In den Nordteil von Goiás kamen vor allem Menschen aus den nördlichen Teilen Brasiliens, die sich bereits stark mit einheimischen Indianern und Schwarzen vermischt hatten und eine neue Bevölkerungsgruppe mit eigener Ausprägung und einer charakteristischen Kultur bildeten.

Mit der Bildung des Bundesstaates Tocantins sowie der Konstruktion von Palmas, einem zur Landeshauptstadt vorgesehener Ort, vergrösserten sich die Strassen, die die Dörfer miteinander verbinden und somit den Zugang zu anderen Regionen ermöglicht. Hiermit setzte sich eine intensive Einwanderungswelle sowie die Errichtung von Fabriken, Montagewerke, Veredlungslager für Hülsenfrüchten, Güter aus der Land- und Viehwirtschaft sowie Bauunternehmen ein, die dem Staat zu einer positiven Entwicklung verhalf.

Der grosse Strom Tocantins durchfliesst das Land von Süd nach Nord, wo er im Mündungsdelta des Amazonas in den Atlantik fliesst.

Die zahlreichen Flüsse aus Tocantins bieten dem Besucher viele Strände, Bootstouren, Angelmöglichkeiten, Wasserfälle sowie die Beobachtung der Flora und Fauna der Region, an. Im nationalpark Araguaia, Übergangsgebiet zwischen Buschsteppe und Amazonaswald, gelangt man zu einer sehr grossen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Die Felsbildungen, die durch das Einwirken von Wind und Wasser geformt wurden, spiegeln sich in fremdartigen Formierungen wieder. Die dadurch entstandenen Canyons eignen sich hervorragend zum Klettern und man findet weitere Zeugen prähistorischer Vergangenheit an den Felswänden, die mit primitiven Malereien der indianischen Kulturen beschriftet sind.

Jalapão

Region von Jalapão
Jalapão

Ökotourismus von Cantão

Gebiete:

  • Caseara

  • Pium

Geografische Prägung:

  • Die Landschaft ist durch den gewaltigen Rio Araguaia gekennzeichnet. Er befindet sich in der Übergangsregion zwischen den Ökosystemen der Buschsteppe, feuchttropischen Amazonaswald sowie überschwemmten Flächen. Flusskanäle, kleine Inseln und tiefliegende Flachlandgebiete, die durch Seen gekennzeichnet sind, werden von einer abwechslungsreichen Vegetation umgeben.

Besonderheiten:

  • Ideale Plätze zum Sportangeln trifft am auf den Flüssen von Araguaia, Coco und Javaé, sowie an verschiedenen Seen der Umgebung

  • Strände mit weissem, feinem Sand und Beobachtung der zahlreichen Tierspezies

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



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