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Sergipe, kleinster Bundesstaat Brasiliens mit einer Fläche von 21.862,6km²
- entspricht 0,25% des gesamten nationalen Territoriums und befindet
sich südlich von Alagoas und nordöstlich von Bahia. Seine Küste
zeichnet sich durch eine grosse Flachlandregion mit Wiesenflächen,
Flüssen und Regenwaldregion aus. Der überwiegende Teil im
Landesinneren wird von der typischen
Caatinga-Vegetation bedeckt.
Das Klima am Küstengebiet ist Feucht und halbtrocken im
Landessinneren.
Das Territorium von Sergipe wurde in der zweiten Hälfte des 16.Jh.
mit einer Reihe an Kämpfen zwischen Kolonisten und Einheimischen
besiedelt. Der anfängliche Grund der Kolonisation war, am Beispiel
anderer nordöstlicher Statthalterschaften folgend, die Aktivitäten
der französischen Seeräuberschiffe einzudämmen und die Indios zu
bekehren.
Die Wirtschaft der Region wurde durch die Viehzucht geprägt, um den
Markt aus Bahia abzudecken. Ab 1602, als sich im Tal Cotinguiba die
Zuckerrohrmühlen und die Zuckerrohrplantagen entwickelten, setzte
ein Bevölkerungsanstieg ein. Die Kultivierung des Zuckerrohrs wurde
von den Holländern überwacht, die jedoch um 1645 wieder vertrieben
wurden.
Dank der schwarzen Tonerde des fruchtbaren und an Mineralreserven
reichen Bodens, wie Steinsalz und Potthassium, konnte die
Zuckerrohrplantagen von Sergipe eine sehr hohe Produktivität
aufrechterhalten, wodurch sich der Staat - auch nach der Vertreibung
der Holländer - einen Platz am internationalen Markt sichern konnte.
An die Statthalterschaft an Bahia de Todos os Santos angegliedert,
wurden Tabak-, Baumwoll- und Maniokplantagen entwickelt.
Die Hauptstadt von Sergipe war 265 Jahre São Cristovão,
die inzwischen als eine der repräsentativsten Beispiele einer
Kolonialstadt angesehen wurde und zum nationalen Monument erklärt
wurde. Um 1855 bekam die Provinz mit Santo Antônio do Aracajú eine
neue Hauptstadt, die eine der ersten entworfenen Städte Brasilien
darstellte. Durch die guten Hafenkonditionen konnte die
Zuckerverladung nach Europa erleichtert werden, die in Laranjeiras
eine ihrer grössten Produktionszentren hatte. Die neue Hauptstadt
setzte im Jahre 1884 auch der industriellen Entwicklungsphase ihren
Anlauf als die erste Textilfabrik ins Leben gerufen wurde.
Aracajú ist eine im Schachbrettmuster geplante, anonyme und saubere
Stadt. Heute heisst es, dass sie am falschen Ort gebaut wurde,
da es bis zu den Stränden von Atalaia fast sechzehn Kilometer sind.
Der Santo-Antônio-Hügel, auf dem die Stadt gegründet wurde, bietet
einen herrlichen Rundblick über die Landschaft mit dem Rio Sergipe
und dem Strand von Atalaia. Ein paar Kilometer südlich des Hügels
von Santo Antônio liegt die alte Stadt São Cristóvão, die im Jahr
1590 gegründet wurde. Sie ist eine der ältesten Siedlungen ganz
Brasiliens und besitzt eine Reihe sehr gut erhaltener Gebäude aus
der Kolonialzeit.
Um 1820 verlieh D. João VI. Sergipe die
Autonomie, was zu Revolten und Kämpfen mit dem Volk von Bahia
führte. Erst nach 1822 bestätigte der Imperator D. Pedro I. die
Unabhängigkeit von Sergipe.
Mit einer lediglich 22.000km² grossen Fläche, sowie einer
Einwohnerzahl von etwas mehr als 1,5 Mill., verkörpert das
Zuckerrohr in Sergipe weiterhin die bedeutendste wirtschaftliche
Aktivität. Derzeit grenzt sich die Industrie in die Bereiche der
Textilindustrie, Lebensmittelproduktion und der Veredlung von
landwirtschaftlichen Produkten und Leder, ab.
Was den Tourismus betrifft, so wurde dieser bereits seit 1977 auf
professionelle Weise exploriert. In Aracajú wurden Hotels mit
überdurchschnittlichem Standard und Strassen gebaut, um den Zugang
zu den Stränden der südlichen und nördlichen Küstengebiete besser zu
erreichen. Der Flughafen wurde erweitert um nationale und
internationale Flüge empfangen zu können.
Landesinnere bei São Francisco
Gebiete:
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Canindé de São Francisco
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Poço Redondo
Geografische Prägung:
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Halbtrockenes Dürregebiet das sich durch ein
geschwungenes Relief kennzeichnet. Es verfügt über ein reiches
Gebirge mit grossen Granitblöcken und tief in den Fels
geschnittene Canyons. Über mehrere Kilometer verläuft der Fluss
eingeengt und ruhig, an anderen Stellen erscheinen Flussstrände
und -inseln. In der nahe liegenden Umgebung der Staudämme stösst
man auf mehrere Seen und an deren Nebenflüssen häufig auf
Wasserfälle.
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Typische Caatinga-Vegetation. Die
Wassermengen an den Fluss- und Seenufern eignen sich ideal für
Vögel - besonders von Schmuckreihern -, die hier in der
Paarungszeit anzutreffen sind.
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In der Region wurden durch den Bau des
Wasserkraftwerkes Xingó viele archäologische Fundstellen
entdeckt. Das Wasserkraftwerk ist eines der grössten und
modernsten der Welt.
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Die Region bewahrt die Beweise aus dem Leben
der Bande von
Lampião.
Besonderheiten:
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Strände, Inseln, Seen und Wasserfälle
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Canyons, die von unterschiedlich grossen
Schiffen durchfahren werden können
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Ninhal das Garças
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Archäologische Fundstellen mit
Keramikausgrabungen und Malereien von mehr als 3.000 Jahren
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See Xingó mit kristallklarem Wasser -
geeignet zur Ausübung von Wassersportarten
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Grotte der Fazenda Agicok in der sich Lampião
und Maria Bonita aufhielten
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Dünen bei Mangue Seco (Bahia) |

Mündung des Rio São Cristovão |
Propriá
Gebiete:
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Brejo Grande
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Ilha Flores
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Neópolis
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Japoatã
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Propriá
Geografische Prägung:
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Der Rio São Francisco durchfliesst das
gesamte Zentrum und mündet an der Grenze zu Alagoas in den
Atlantik, wo er eine grosse Fluss- und Meeresinsel bildet. Eines
der wichtigsten Aspekte sind die noch recht unberührten
Flussinseln. In Mündungsnähe weisen Watts ihre charakteristische
Vegetationsform auf, in der sich eine abwechslungsreiche Fauna
befindet. Es gibt zahlreiche Fischerdörfer und historische
Fundstellen.
Besonderheiten:
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Gut erhaltene Strände und Dünen, Inseln
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Einheimische Fauna
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Bootsrundfahrten und Angeln
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Märkte und religiöse Feierlichkeiten
Cotinguiba
Gebiete:
Geografische Prägung:
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Die Küstenregion ist reich an Dünen, Seen und
gut erhaltenen Landflächen des Regenwaldes. Pinimbu ist ein sehr
belebtes Fischerzentrum und grösster Krabbenproduzent von
Sergipe.
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Die historische Stadt Laranjeiras stellen
einen Beweis des Reichtums der Zuckerbarone und dem
Sklavenhandel dar und verfügt über Gebäude und Strassen aus dem
18.Jh. sowie mehreren Jesuitenkirchen.
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Grosse Anzahl an Folkloregruppen die nur an
diesem Ort des Landes anzutreffen sind
Besonderheiten:
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Strände mit Wasserfällen und Dünen
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Stützpunkt des
Projeto Tamar
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Archäologische Fundstelle der Fazenda
Arapiraca mit Ausgrabungen von Knochenresten prähistorischer
Tiere
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Kirchen, Herrenhäuser und Museen der Stadt
Laranjeiras
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Kultureller Folklore-Treffpunkt im Januar
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Grotte Pedra Furada - Jesuitenunterschlupf
während der Angriffe von Holländern
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Biologisches Reservat Santa Isabel
| Pirambu |
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Agreste de
Itabaiana
Gebiete:
Geografische Prägung:
Besonderheiten:
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Waldpfade
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Campingplätze und Plattformen zur Ausübung
von Drachenfliegen
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Natürliche Brunnen und Wasserfälle zum Baden
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Ökologisches Reservat des Itabaiana-Gebirges
Südliches
Küstengebiet von Sergipe
Gebiete:
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São Cristóvão
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Estância
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Santa Luzia do Itanhy
Geografische Prägung:
Besonderheiten:
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Gut bewahrte Strände und Wälder
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Stadt São Cristovão, viertälteste Stadt
Brasiliens, erste Hauptstadt des Bundesstaates und inzwischen
zum nationalen Monument und kulturellem Erbe der Menschheit
ernannt. Am Platz des São Francisco sind Kirchen, Klöster,
Museen mit alten Häusern zu bewundern
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Volksfeste
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Ökologisches Reservat Castro
Quelle:
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66 Seiten
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