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Allgemeines über den Bundesstaat São Paulo

   
     

Fahne des Bundesstaates São Paulo

Der Bundesstaat São Paulo grenzt nördlich an Minas Gerais, westlich an Mato Grosso do Sul, südlich an Paraná und östlich an Rio de Janeiro. Er verfügt über eine ausgedehnte Küstenregion, die von Inseln mit verschiedenartigem Aussehen sowie einem küstennahen Flachland unterbrochen ist. Im Landesinneren ist das Relief durch Erhöhungen der atlantischen Hochebenen sowie den tiefliegenden Gebieten des peripheren Tieflandes und der westlichen Hochebene gekennzeichnet.

Die Kolonisation von São Paulo begann in São Vincente, einem der ältesten Dörfer Brasiliens. Es verlor seinen Namen an die Statthalterschaft, deren Aktivitäten sich anfangs lediglich auf die Landwirtschaft zum Eigenbedarf, sowie dem Fang von Indios für den internen Sklavenmarkt, beschränkte. Mitte des 16.Jh. wurde das kleine Dorf São Paulo zur Statthalterschaft ernannt, da von ihr aus die Expeditionen zum Sklavenfang der Indios ausging und die Stützpunkte der derzeitigen brasilianischen Grenze festgelegt wurde. Mit der Entdeckung des Goldes in Minas Gerais, Mato Grosso und Goiás begannen Expeditionen zur Güter- und Personenbeförderung, die von São Paulo aus über den Rio Tietê starteten, um sich dann entlang des Rio Paraná zu den neuen Minen zu begeben. Im Laufe der Kolonialepoche erlitten die geografischen Grenzen umfassende Veränderungen. In der zweiten Hälfte des 18.Jh. erhielt die Landwirtschaft mit den Zuckerrohrplantagen wirtschaftliche Unterstützung. Sie bedeckten das nördliche Küstengebiet sowie die Region zwischen Itu und Sorocaba. Ende des Jahrhunderts bildeten sich nach und Kaffeeplantagen, die das wirtschaftliche Wachstum von São Paulo vorantrieben und die zu einer der reichsten, der damaligen Epoche, Provinz machte.

Stadt São Paulo
Stadt São Paulo

Mit der Unabhängigkeitserklärung Brasiliens nahm São Paulo durch die Expansion des Kaffees eine herausragende Position ein. Dies hatte den Bau von Strassen und Bahnstrecken, der Modernisierung der Häfen, sowie einer komplett erweiterten Infrastruktur zur Folge. Der Kaffeeboom war auch der Grund für die riesigen Einwanderungswellen von Ausländern, die bis in die ersten Jahrzehnte des 20.Jh. ankamen und sich im Land niederliessen.

Im Verlauf der ersten 30 Jahre der brasilianischen Republik besass die wirtschaftliche Entwicklung von São Paulo einen intensiven Charakter. Ab den 30-ger Jahren verlor die Wirtschaft aus den landwirtschaftlichen Exporten ihren Platz an die zunehmende Industrialisierung. Davon abgesehen verkörpert São Paulo weiterhin die landesweit grösste Industriekonzentration, Finanzstadt, einem Ort von modernen Dienstleistungen und dem grössten Geschäftszentrum Lateinamerikas.


Alto Paranapanema

Gebiete:

  • Itararé

  • Itapeva

  • Capão Bonito

  • Ribeirão Grande

  • Tapiraí

  • São Miguel Arcanjo

  • Miracatu

  • Juquitiba

  • Embu

  • Itapecerica da Serra

Geografische Prägungen:

  • Region mit Hochebenen und Gebirgen, gefurchten Tälern und Felswänden. Wasserteiler zwischen den Becken Ribeira und Paranapanema, Flüsse mit sauberem Wasser; ausgedehnte Regenwaldbestände und Buschsteppengebiete. Besiedlung begann sehr früh durch die Viehtreiber und der Intensivierung der Kaffeekultur. Das Gebiet hat mehrere, bereits wieder aufgeforstete Regionen.

Besonderheiten:

  • Wasserfälle und Flüsse mit Stromschnellen

  • Malereien in den Canyons; Kavernen

  • Historische Stätte: Kirchen und Museen der Jesuiten

  • Fazendas mit ländlichem Tourismus

  • Verschiedene Naturschutzgebiete

Santana de Parnaíba

Igreja Matriz Nossa Senhora Sant´Ana
Igreja Matriz Nossa Senhora Sant´Ana

Praça Largo São Bento
Praça Largo São Bento

Serras Paulistas

Gebiete:

  • Araçoiaba da Serra

  • Sorocaba

  • São Roque

  • Pirapora do Bom Jesus

  • Santana de Parnaíba

  • Atibaia

  • Mairiporã

Geografische Prägungen:

  • Bergregion mit tiefen Tälern, Aussichtspunkten, Steinbrüchen, sowie grössere und kleinere Flüsse, die die Metropole von São Paulo versorgen; Wasserspeicher und künstlich angelegte Seen. Erhaltene Vegetation in den höhergelegenen Gebieten und in den Schutzgebieten der Quellen. Viele landwirtschaftliche Besitztümer des Obst-, Gemüse- und Weinanbaus und der Herstellung von Süssspeisen.

Besonderheiten:

  • Landschaft mit grossem szenischem Wert; Wälder, Aussichtspunkte, erhaltene Flora

  • Orte zur Ausübung von Wanderungen, Bergsport, Deltaflügen, Gleitschirm und Wassersportarten

  • Historische Fundstellen: Spuren des nationalen Erzabbaus aus dem 16.Jh., unter Denkmalschutz stehende Herrenhäuser, Museen und Kirchen aus der Zeit der Bandeirantes

  • Verschiedene Naturschutzgebiete

Cuestas

Gebiete:

  • Piracicaba

  • Botucatu

  • São Pedro

  • Brotas

  • São Carlos

  • Santa Rita do Passa Quatro

  • Analândia

  • Rio Claro

  • Araras

Geografische Prägungen:

  • Sehr abwechslungsreiche Topographie; erhöhte Landflächen die abrupt in Steilwänden - den "Cuestas" - nach unten sinken, vereinzelte Erhöhungen und Gebirge, Sandsteinkavernen und von zahlreichen Flüssen und Wasserspeichern geteilte Täler. Durch Land- und Viehwirtschaft stark veränderte Buschsteppe, in grossen Bereichen herrscht Monokultur vor

Besonderheiten:

  • Flüsse und viele Wasserfälle, auf denen mit dem nötigen Zubehör, Sicherheit und spezialisierter Überwachung verschiedene Sportarten durchgeführt werden können.

  • Historische Stätten mit Spuren aus der Kaffeepoche

Vale do Ribeira do Iguape

Gebiete:

  • Apiaí

  • Iporanga

  • Eldorado

  • Jacupiranga

  • Registro

  • Iguape

  • Ilha Comprida

  • Cananéia

  • Pariquera-Açu

Geografische Prägungen:

  • Region mit grosser Vielfalt an Höhenlagen, angefangen bei stark erhöhten Gebieten des Gebirges Paranapiacaba sowie küstennahen Gebirgen und Berge bis hin zum Küstenflachland und grossen Sedimentärinseln. Starke Konzentrierung an Kavernen sowie archäologischen und paläontologischen Überresten. Eine der grössten durchgehenden noch erhaltenen Regenwaldstreifen mit vielfältigen Ökosystemen. Historische Dörfer und Städte, Spuren aus dem Beginn der Kolonialzeit.

Besonderheiten:

  • Natürliches Szenarium mit grosser landschaftlicher Vielfalt: Strände, Kanäle, Inseln, Watts, Wälder, Kavernen sowie einer enormen biologischen Vielfalt.

  • Historische Erben: Architektonisches aus der Kolonialzeit in Iguapé; Spuren aus der Gründerzeit von Cananéia, Museen und Jesuitenkirchen

  • Routen und Unterkunftsmöglichkeiten, die dem Ökotourismus angepasst sind

  • Grosse natürliche Flächen, die in mehreren Gebieten unter Naturschutz stehen

Strand Bonete - Ilhabela
Strand Bonete - Ilhabela

Berg Cuscuzeiro in Analândia
Berg Cuscuzeiro in Analândia

Vale do Paraíba do Sul

Gebiete:

  • Caçapava

  • Pindamonhangaba

  • Cruzeiro

  • Sailveiras

  • São José do Barreiro

  • Bananal

  • Cunha

  • São Luís do Paraitinga

  • Paraibuna

Geografische Prägungen:

  • Ausgedehnte, ebene Region zwischen den Bergen von Serra da Mantiqueira und Serra do Mar mit einzelnen Erhöhungen sowie zahlreichen Nebenflüsen des Rio Paraíba do Sul. Die Gebirgsgegend umfasst den Nationalpark Serra do Bocaina sowie die umliegenden Städte. Eines der ältesten Gebiete, die von Vieh- und Landwirtschaft genutzt wurden und die Epoche des Kaffees begann. Historische Fazendas, zahlreiche bevölkerte urbane Gebiete, die die wichtigen Industrie- und Bildungszentren bilden.

Besonderheiten:

  • Strassen und Pfade inmitten von Wald, die zu Wasserfällen, Flüssen, Aussichtspunkten und erhöhten Gipfeln, führen

  • Historische Wege, die Tal und Gebirge durchkreuzen - Beweise der einstigen Viehtreiber

  • Fazendas für den Tourismus

  • Volksfeste und religiöse Feierlichkeiten; typische Gerichte und regionale Musik

  • Nationalpark Serra da Bocaina

Küstengebiet von São Paulo

Gebiete:

  • Peruíbe

  • Itanhaém

  • Cubatão

  • Santos

  • Guarujá

  • Bertioga

  • São Sebastião

  • Ilhabela

  • Caraguatatuba

  • Ubatuba

  • Salesópolis

  • São Bernardo do Campo

Geografische Prägungen:

  • Lander Küstenstreifen mit kleinen Stränden, in im nördlichen Bereich von Bergen aus dem Gebirge Serra do Mar umgeben sind; im Süden ausgedehnte Strände; Flachlandgebiet in dem sich das Gebirge von der Küste entfernt. Unzählige Inseln, historische Städte und Strandhotels

Besonderheiten:

  • Strände unterschiedlicher Art

  • Vielfalt an Ökoystemen und natürliche Landschaften

  • Historische und archäologische Fundstellen mit Spuren aus der "Entdeckungs-Zeit"

  • Unzählige Inseln mit Nistplätzen von Seevögeln und reicher Meeresfauna

  • Touristisch gut entwickelte Infrastruktur

Abenddämmerung am Rio Una do Prelado
Abenddämmerung am Rio Una do Prelado

Flusstrand Verde
Flusstrand Verde

Grandes Lagos - Grossse Seen

Gebiete:

  • São José do Rio Preto

  • Fernandópolis

  • Jales

  • Santa Fé do Sul

  • Mira Estrela

  • Cardoso

Geografische Prägungen:

  • Geschwungene Landflächen mit gemässigter Höhenlage, die von mehreren Flüsssen durchschnitten werden und in den Rio Grande fliessen. Die Vegetationsart, die anfangs durch Buschsteppenspezies präsentiert wird, erweist sich derzeit als Monokulturen und Weideflächen. Durch den Bau von Staudämmen wurden weitläufige Gebiete überflutet, das zur Formierung von unterschiedlich grossen Seen und Überschwemmungsgebiete führte.

Besonderheiten:

  • Gebiet ideal für Wassersport, Angeln und Baden

  • Fazendas die sich auf den ländlichen Tourismus spezialisiert haben

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



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