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Die Fläche, die heute als Bundesstaat Roraima bekannt ist, war
einstmals Teil von Amazonien. Anfangs wurde es als sogenanntes
Territorium von Rio Branco bezeichnet, später als Territorium von
Roraima und inzwischen ist dieses Gebiet zum Bundesstaat ernannt
worden. Es liegt - mit einer Grösse von 230.104km² - an den
nördlichsten Gebieten Brasiliens und grenzt nördlich und
nordwestlich an Venezuela, östlich an Guayana und südlich an
Amazonien.
Das nördliche Gebiet ist durch hohe Landflächen der Hochebene
Guianas gekennzeichnet, welche über Höhenlagen oberhalb der 1.200m
Grenze verfügt.
In der Gebirgsregion Pacaraima stösst man auf den Berg Monte Roraima
mit einer Höhe von 2.875m, der über lange Zeit als höchster Gipfel
Brasiliens galt. Von der Hochebene fliessen zahlreiche Flüsse sowie
viele Nebenarme des Rio Branco, der den Bundesstaat trennt und
schliesslich in den Rio Negro mündet. Die hochgelegenen Gebiete sind
von Buschsteppenfeldern bedeckt, die reich an Gräsern und
verschiedene Palmenarten bewachsen sind. Je tiefer die Region, je
höher die Waldvegetation mit festem Boden und einigen Wiesenflächen
sowie die Igapó-Wälder.
Die Präsenz der Portugiesen in der Bucht von Rio Branco begann in
der zweiten Hälfte des 17.Jh., als diese versuchten das
Amazonasgebiet urbar zu machen und mit den Franzosen und Spaniern
über deren Anteile an Amerika zu verhandeln. Während der ersten
Jahrzehnte von 1700 errichteten sie die Festung São
Joaquim und bekräftigten das Abkommen von Utrecht, auf welches die
Franzosen aus dem Amazonasgebiet abzogen. Wegen des schwierigen
Zugangs blieb die Region bis zur Hälfte des 20.Jh. praktisch
unbevölkert, wobei der überwiegende Teil von indianischen Völkern
bewohnt, die auch zum grössten Teil von den Missionaren angesiedelt
wurden. Die geringe landwirtschaftliche Produktion und Mineralabbau
wurde mehr nach Guayana und Venezuela als nach Manaus vermarktet.
Mit der Eröffnung der BR 174, die Manaus mit Caracaraí verbindet und
nach Venezuela verläuft, sowie die in Richtung Guayana verlaufenden
BR 401 konnte der Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sowie
Mineralien aus dieser Region intensiviert werden. Der Bundesstaat
Roraima ist reich an Felskristallen, Edelsteinen, Bauxit, Kupfer und
Zinnerz sowie an pflanzlichen Rekursen.
| Monte Roraima |
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In der Hauptstadt von Roraima, Boa Vista mit 153.936 Einwohnern,
leben viele Händler, Piloten, Hoteliers und Gastronomen von Goldgräbern
"Glücksrittern", und das sind die Steuerzahler und Wählerstimmen,
auf die man Rücksicht nimmt.
Boa Vista ist eine durchgeplante Stadt an den Ufern des Rio Branco
und die Heimat von mehr als der Hälfte aller Einwohner dieses Bundesstaates,
der eine Fläche von 225.017km², hat. Obwohl eine asphaltierte Strassenverbindung
zwischen Boa Vista und Venezuela besteht und viele Einheimische
ihre Ferien an der Karibik verbringen, vermittelt die Stadt dennoch
das Gefühl, vom Rest Brasiliens abgelegen und isoliert zu sein.
Die Stadt wächst mit einem atemberaubenden Tempo, aber selbst wenn
viel Geld in den Bau eines Wasserparks sowie von Konzerthallen und
Sporteinrichtungen gesteckt worden ist, kommt dennoch auch viel
Armut vor.
Die grösste noch autochthone Volksgruppe des südamerikanischen Tieflandes,
die Yanomami, besiedeln
den Urwald des nordöstlichen Brasilien. Auch hier sind die Angaben
über die Bevölkerungszahlen sehr unterschiedlich, rund 10.000 leben
in Brasilien, wobei die Staatsgrenze für das Waldvolk keinerlei
Rolle spielt: das äquatornahe Siedlungsgebiet umfasst rund 80.000qkm
und ist grösstenteils mit dichtem Urwald bedeckt, mit Ausnahme der
Serra Parima, einem grösseren Savannengebiet.
Eine grosse Gefahr droht den Yanomami
durch den Reichtum, auf dem sie siedeln. Zu Beginn der siebziger
Jahre begann die gezielte Ausbeutung der umfangreichen Vorkommen
an Gold, Diamanten, Uran, Zinn und Titan. Seither kommen immer mehr
rücksichtslose, illegale und teilweise auch kriminelle Goldgräberbanden
in die Region, die Krankheiten einschleppen, gegen die die grösste
Gruppe der brasilianischen Urbevölkerung
keinerlei Abwehrkräfte besitzt. Darüber hinaus droht der Verlust
ihrer Siedlungs-, Wald- und Jagdgebiete aufgrund ökologischen Raubbaus
der Goldgräber.
Das Klima ist feuchtheiss und in 4 Monaten pro Jahr herrschen
starke Niederschläge.
Die Uhrzeit im Bundesstaat Roraima ist eine Stunde hinter der brasilianischen
Standardzeit zurück.
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Boa Vista |

Landschaft |
Touristisches Zentrum im Norden von Roraima
Gebiete:
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Boa Vista
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Normandia
-
Uiramutã
-
Pacaraima
-
Amajari
Geografische Prägung:
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Hochebene des Maçico
Guiano ist durch grosse kulminierte Berge gekennzeichnet. Dabei
hebt sich besonders der Monte Roraima hervor, der der höchste
Punkt in der Region ist
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Abwechslungsreiche Vegetation,
die die Spezies höherer Regionen mit einbezieht
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Ruhige Flussläufe, Wasserfälle
sowie zahlreiche Indianerreservate
Besonderheiten:
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Abwechslungsreiche Landschaften
mit Bergen und Höhen des Gebirges von Pacaraima
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Lebendige Kultur verschiedener
Volksstämme und archäologische Fundstellen
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Geeignete Pfade für Wanderungen,
Fahrradtouren, Reitsport und Klettern
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Ideale Plätze für Kanusport und
Rafting
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Nationalpark Monte Roraima
Quelle:
Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen
Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"
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