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Allgemeines über den Bundesstaat Rio Grande do Norte

   
     

Fahne des Bundesstaates Rio Grande do Norte

Rio Grande do Norte grenzt im Norden an Paraíba und nimmt den äussersten Nordosten des Kontinents ein. Der Bundesstaat, mit einer Fläche von 53.166,6km², ist einer der ältesten Brasiliens.
Der Bundesstaat befindet sich in der halbtrockenen Dürrregion des Nordostens, wobei es den atlantischen Ozean nördlich, Paraíba südlich und Ceará westlich liegen hat. Sein Klima ist warm, mit ein paar ausnahmen am Küstengebiet mit regelmässigen Niederschlägen. Im Landesinneren ist es warm und trocken. Ein Stück vom Regenwald befindet sich - abgesehen von Sandbänken und Watts - am Küstengebiet. Die Caatinga-Vegetation bedeckt den überwiegenden Teil des Bundesstaates, in dem sich 80% seines Reliefs durch Flachland und leicht erhöhte Hochebenen bildet. Der Rest setzt sich aus Gebirgen mit einer Höhe von bis zu 800m zusammen.

Die Kolonisation von Rio Grande do Norte begann Ende des 16.Jh. durch die Portugiesen, nachdem sie die Franzosen aus dieser Region vertrieben haben. Um 1598 gründeten sie die Festung "Reis Magos", was die Holländer jedoch nicht daran hinderte, die Region fortan zu überwachen. Sie begannen mit Zuckerrohranbau, der Rinderzucht sowie der Salzgewinnung. Mit der Vertreibung der Holländer breitete sich die Bevölkerung von Natal aus beginnend in Richtung der Wiesenflächen von Açu und von Ceará weiter in Richtung Mossoró und Seridó aus.

Im Verlauf des 2.Weltkrieges stellte die brasilianische Regierung Landflächen in der Region um Parnamirim für nordamerikanische Stützpunkte zur Verfügung. Dieses Gebiet befindet sich in der Nähe von Natal, wo auch die "Barreira do Inferno" errichtet wurde; das Pionierzentrum in Südamerika zum Raketenabschuss, in dem im Jahre 1965 die erste brasilianische Rakete abgeschossen wurde.

Da das Klima für den Zuckerrohranbau ungeeignet war, bildete sich das Land zum Zentrum der Rinderzucht heraus und diente der Versorgung der restlichen Statthalterungen im Nordosten. Von dieser Zeit an, begann die Meersalzgewinnung eine wichtige Rolle, womit das Interesse der Eindringlinge geweckt wurde. Nach der Unabhängigkeitserklärung, als die Provinz über ein in Natal installiertes Zollamt verfügte, begann der Staat mit dem Export von Salz, Baumwolle und Dürrfleisch.

Fischer am Strand Galinhos
Fischer am Strand Galinhos

Mittlerweile drehen sich die wirtschaftlichen Einkommen in Rio Grande do Norte um die Salzgewinnung, womit es mit mehr als 80% der gesamten nationalen Produktion als führender Bundesstaat wurde. Die wichtigsten Saline Macau und Areia Branca befinden sich im nördlichen Küstengebiet. Ein weiteres Einkommen ist die Petroleumgewinnung in Mossoró (mit den meisten Bohrstellen), in der zweitgrössten Stadt im Bundesstaat; und der Anbau von Früchten wie Mangos, Cashewnüssen und Honigmelonen.

Die Hauptstadt Natal, die 650.000 Einwohner zählt, liegt 185km von João Pessoa entfernt und ist ein populärer Badeort. Die Sanddünen Natals, vor allem am Strand von Genipabu 30km weiter nördlich, ziehen Besucher aus allen Landesteilen an, die in Sandbuggies am Meer herumkurven.
Auch bei Natal war, wie so oft in Brasilien, der kirchliche Kalender Namensquelle, denn "Natal" bedeutet Weihnachten, und an diesem wichtigen Fest der Christen erfolgte 1599 die Stadtgründung auf einer Landzunge an der Mündung des Protengí-Flusses.
Um 1982 wurde in Natal das Konventionszentrum eingeweiht, welches eine grosse Bedeutung für die Förderung des Tourismus darstellt. Seitdem investiert die Regierung in die Touristik, verbessert die Infrastruktur und bewahrt das natürliche Erbe, viele Investitionen für Verbindungswege sowie Sanierungsarbeiten. Die Rota do Sol stellte den Zugang zu den nördlichen und südlichen Küstengebieten bereit und der Flughafen "Augusto Severo" ermöglichte die Landung von internationalen Linienflügen.

In Rio Grande do Norte finden sie 410km Strand, Sonnenschein an 300 Tagen im Jahr, Kokospalmen, Seen, immense Dünen sowie archäologische Fundstellen, primitive Malereien, Fossilien und indianische Werkzeuge. In Natal finden sie nur wenig architektonische Reize, dafür eine angenehme, relaxte Atmosphäre und sehr freundliche Bewohner!


Östliches Küstengebiet "Potiguar"

Gebiete:

  • Baía Formosa

  • Tibaú do Sul

  • Arês

  • Nísia Floresta

  • Parnamirim

  • Natal

  • Extremoz

  • Maxaranguape

  • Rio do Fogo

Geografische Prägung:

  • Küstengebiet mit noch unberührten Stränden; Laichplatz der Meeresschildkröten; Dünen, Steilküsten, Riffe, Lagunen und Seen. Regenwald- und Wattvegetation; Gebiete die zum Unterschlupf der brasilianischen Seekühe bestimmt sind; archäologische Fundstellen

Besonderheiten:

  • Küste mit geeigneten Stränden für zahlreiche Aktivitäten wie Tauchen, Schwimmen, Wandern und Dünenspaziergänge

  • Beobachtung von Flora und Fauna

  • steinige Formierungen, Strand- und Küstenriffe

  • Boots- und Buggyrundfahrten

  • Landespark mit Dünen

  • Festung Reis Magos

  • Historische Bauten

Natal

Natal

Natal

Nördliches Küstengebiet "Potiguar"

Gebiete:

  • São Miguel de Touros

  • São Bento do Norte

  • Guamaré

  • Macau, welches auch als "Costa do Sol" bekannt ist

Geografische Prägung:

  • Strände mit stark salzhaltigem Wasser, einige davon mit gefärbten Sand, Korallenriffe und kalkhaltige Algen mit ruhigem Meeresgang - überwiegend schwach besucht -. Diese Region weisst starke Luftfeuchtigkeit, Flutbewegung und wenig Niederschläge auf. Die ländliche Vegetation zeichnet sich durch die Caatinga mit vielen Kakteen sowie einzelnen Sträuchern die bis Küstennähe stehen, auf.

Besonderheiten:

  • Wenig besuchte Strände mit guten Möglichkeiten zum Schwimmen und Tauchen

  • 15km von der Küste entfernt liegt Parcel das Agulhas mit raren unterirdischen zylindrischen Säulen, die eine Höhe von 6m erreichen und versteinerten Kokospalmen ähneln.

  • Geräumige und überschwemmte Salinen zur Aufstauung des Meerwassers, die in der gesamten Region inmitten von Watts und Dünen präsent und von weissen Sandbergen umgeben sind

Barra deTabitinga
Barra deTabitinga

Serras do Sul

Gebiete:

  • Serra de São Bento

  • Passa e Fica

  • São José do Campestre

  • Tangará

  • Serra Caiada

  • Sítio Novo

  • Barcelona

Geografische Prägung:

  • Die Landschaft setzt sich auf Grantigebirgen zusammen, in denen die Berge eigenartige Formen unzähliger paläontologische Spuren aufweisen, wie die Mammutfossilien aus der Pleistozänzeit, primitive Malereien und Werkzeuge von Steinzeitmenschen. Felsblöcke "Monolithen" heben sich wie in einen Felsen gegrabenen Speicher heraus, die auf die Urzeit schliessen lassen.

Besonderheiten:

  • Archäologische Funde - ideal für den kulturellen Tourist

  • Steilwände und Felsblöcke für Bergsport, Klettern, Rapel usw.

Schwimmbecken - See Formosa
Schwimmbecken - See Formosa

See - Genipabu
See - Genipabu

Cabugi

Gebiete:

  • Pedra Preta

  • Lajes

  • Itajá

  • São Rafael und Jucurutu - Sertão-Region

Geografische Prägung:

  • Die Topographie ist durch zahlreiche Granitketten und Berge von geringer Höhe bestimmt, an denen eine starke Präsenz an natürlichen, in den Felsen gegrabenen Schwimmbecken, besteht. Im gesamten Gebiet wurden Fossilien aus der Pleistozänzeit sowie Überreste von menschlichen Aktivitäten der Präghistorik entdeckt. An diesem Ort befindet sich auch der Einzigste brasilianische Vulkan "Pico do Cabugi", der seine originale Silhouette weiterhin bewahrt und ein geschätztes Alter von 28 Millionen Jahren aufweist.

Besonderheiten:

  • Unzählige paläontologische Besonderheiten

  • Natürliche, in den Felsen gegrabene Schwimmbecken

  • Berge mit geringer Höhe und somit ideal für den Bergsport geeignet

  • Lagoa Formosa

  • Casa da Pedra - Unterkunft der Steinzeitmenschen, mittlerweile Wallfahrtsort

Jardim do Seridó
Jardim do Seridó

Seridó

Gebiete:

  • Currais Novos

  • Acari

  • São José do Serdió

  • Cruzeta

  • Caicó

  • Serra Negra do Norte

  • Jardim do Seridó

  • Parelhas

  • Carnaúba dos Dantas

Geografische Prägung:

  • Weite Gebirgsflächen die sich im Süden des Bundesstaates befinden und eine der wichtigsten archäologischen Orte Brasiliens. Caatinga-Landschaft mit typischer Vegetation und Wasserspeicher

Besonderheiten:

  • Natürliche Wasserspeicher bestens geeignet für Wassersportarten und angeln

  • Archäologische Fundstellen

  • Historische Besonderheiten: Schloss Bivar - Steinbau in Carnaúba dos Dantas; mittelalterliches Schloss in Engadi und Kloster in Caicó sowie das Landesmuseum in Acari

  • Turmschwalben im März im Gebirge Bico da Arara, Acari

Pedra Martins
Pedra Martins

Serras Martins
Serras Martins

Südwestliches Gebirge

Gebiete:

  • Martins

  • Patu

  • Apodi

  • Felipe Guerra

Geografische Prägung:

  • Im sedimentären Flachland, welches die westliche Region von Rio Grande do Norte bedeckt, stösst man nahe der Grenze zu Ceará auf die Hochebene Apodi. Das Relief ist durch Kalkbildungen und Grotten mit kleinen, kristallklaren Seen gekennzeichnet. In diesem Gebiet befindet sich eine der grössten Expositionen an Kalkfelsen des Nordostens, dem Soledade. Wohnhöhlen, prähistorische Malereien, Äxte und weitere Objekte indianischen Ursprungs aus poliertem Stein sind Zeugen von menschlichen Lebens aus der Steinzeit. Hier wurden auch eine Vielfalt an Fossilien von verschiedenartigen Tieren entdeckt.

Besonderheiten:

  • Lajedo de Soledade mit wunderschönen prähistorischen Malereien und Gravierungen, Fossilien gigantischer Tiere, Canyons, Wohnhöhlen

  • Fundstelle Góes - mit sehr alten Fossilien

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



Natal € 9,90

Ein Muss für den Besucher Natals sind das Forte dos Reis Magos und das ehemalige Gefängnis, heute ein Touristenzentrum. Die grösste Attraktion der Stadt sind jedoch die Strände der Umgebung.

• 64 Seiten
• 60 Farbfotos
• Grösse: 16,5 cm x 21 cm - soft cover

Sprachen: Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch
 
Bildband Natal

Brasilien Verstehen - SympathieMagazin € 3,60

Brasilien ist das Land der Gleichzeitigkeit und der Extreme. Dem Verblüffenden Reichtum von Wenigen steht die gravierende Armut von Vielen gegenüber.... Dazwischen sind nahezu alle Träume und Wunschvorstellungen angesiedelt, die man als Reisender über dieses riesige Land haben oder mitbringen kann...


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