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Allgemeines über den Bundesstaat Rio de Janeiro

   
     

Fahne des Bundesstaates Rio de Janeiro

Der Bundesstaat ist 44.168 qkm gross. Er entstand durch die Verschmelzung der Städte Rio de Janeiro mit Umgebung und Niterói am gegenüberliegenden Ufer der Guanabara-Bucht.

Rio de Janeiro liegt östlich von São Paulo und südlich von Minas Gerais und Espírito Santo. Sein vorherrschendes Relief ist im überwiegenden Teil des Territoriums durch Gebirge und einem breiten Flachland in Küstennähe, dass in der Nähe der Baia de Guanabara-Bucht von Bergen bestückt ist. In den Regionen der Flussmündung des Paraíba sowie der Küste zwischen Maricá und Cabo Frio überwiegt ein Relief von grossen Seen und Lagunen. Mehrere Inseln und Buchten zeichnen das Küstengebiet nahe des Bundesstaates von São Paulo ab.

Im Jahre 1565 - durch Estácio de Sá gegründet - war Rio de Janeiro einst Teil der Statthalterschaften von São Tomé und São Vicente. Zu Beginn wurden in dieser Region Handelsniederlassungen der Portugiesen zur Gewinnung des Brasilholzes errichtet und erst nach der Vertreibung der Franzosen aus dem Gebiet begann die Stadtsiedlung. Mit der Entdeckung der Goldminen in Minas Gerais begann die Stadt zunehmend an Bedeutung zu gewinnen, da sie sich zum wichtigsten Verladehafen der aus Minas stammenden Produktion und zur Versorgung der Bergbauzentren, entwickelte. Diese Entwicklung war von solch grossem Aussmasse, dass Rio im Jahre 1763 zur Verwaltungshauptstadt der Kolonie heranwuchs.

Eine weitere grosse Entwicklung fand um 1808 - mit dem Umzug der königlichen Familie nach Brasilien - statt. Die Stadt wurde zum Hauptsitz des Königreiches, in der, gemeinsam mit dem Hof  - mehr als fünfzehntausend Personen an Land gingen -. Mit der Unabhängigkeitserklärung von Brasilien im Jahre 1822 blieb Rio weiterhin Hauptsitz des Hofes und auch mit Ausrufung der Republik im Jahre 1889. Sie wurde zur Hauptstadt des Landes und als Bundesdistrikt erklärt. Anfang des 19.Jh. veränderte eine neue Stadtreform, die in einem Werk von Baron v. Hausmann in Paris inspiriert wurde, eine grundlegende Weise das Stadtbild. Um 1960 - als die Bundeshauptstadt nach Brasília umzog - wurde der ehemalige Bundesdistrikt zum neuen Bundesstaat Guanabara mit Rio de Janeiro als Hauptstadt. Im Jahre 1975 entschloss sich die Bundesregierung zur Fusion der Staaten Guanabara und Rio de Janeiro. Dadurch wurde die Metropolregion abgegrenzt und unter mehreren Gemeinden - auch die Stadt Rio de Janeiro, Niterói und Baixada Fluminense - eingegliedert.

Die Wirtschaft dreht sich derzeit allgemein gesehen um die Industrie und den Tourismus. In den letzten Jahrzehnten wurde Rio de Janeiro zum grössten Petroleumgewinner des Landes, die auf der Kontinentalplattform bei Campos befördert wird.

Rio de Janeiro wurden eigens für den Tourismus aus der Taufe gehoben. Mit grossem historischen und architektonischen Erbe, einer natürlich abwechslungsreichen Landschaft mit vielen Stränden und dem bekanntesten Karneval der Welt stellt es das bedeutendste touristische Zentrum Brasiliens dar. In der Hauptstadt - welche auch "Cidade Maravilhosa - wunderschöne Stadt" bekannt ist, befindet sich die unverwechselbare Landschaft von Zuckerhut und Corcovado und Tijuca, der grössten, sich in Stadtzone befindlichen Waldfläche der Welt. Sein Küstengebiet ist mit bekannten und historischen Städten bestückt, wie die Städte Angra dos Reis, Búzios und Cabo Frio. In der Region bei Serra do Mar, Petrópolis und Novo Friburgo werden Landschaften und Bräuche der deutschen und schweizerischen Kolonialzeit bewahrt. Die Städte des Massivs Mantiqueira, die etwa Visonde de Mauá und Itatiaia (dem ersten brasilianischen Nationalpark) - heben sich durch ihre natürliche Schönheit und Anpassung an den Ökotourismus heraus.


Costa Verde

Gebiete:

  • Iacurussá

  • Angra dos Reis

  • Mangaratiba

  • Parati

Geografische Prägungen:

  • Das Küstengebiet zeichnet sich von wunderschönen Stränden, Buchten und zahlreichen Inseln mit unterschiedlichen Grössen aus. Eine sehr gut erhaltene Vegetation mit Naturschutzgebieten wie der Nationalpark Serra da Bocaina, viele Waldwege und -pfade, Wasserfälle, reichhaltige Fauna und Flora. Die Region weisst von der antiken Kolonisation mit verschiedenartigsten historischen Zeitzeugen wie Kirchen, Herrenhäuser, Festungen und Fazendas - aus.

Besonderheiten:

  • Aussergewöhnliche Orte zur Ausübung von Tauchgängen, Bootsrundfahrten, Klettertouren, Wanderungen etc..

  • Kolonialarchitektur, historische Bauten und Pflasterungen

  • Aussichtspunkte, natürlich belassene Strände und Inseln

  • Archäologische Fundstellen

  • Nationalpark Serra da Bocaina

Angra dos Reis
Angra dos Reis

Flussmündung - Costa Verde
Flussmündung - Costa Verde

Region Itatiaia

Gebiete:

  • Itatiaia

  • Penedo

  • Visconte de Mauá

  • Engenheiro

  • Passos

Geografische Prägungen:

  • Bergrelief, Abhänge und sehr hohe Gipfel. Strecken mit grossen Felsbildungen bzw. üppiger Vegetation bedeckt. Klippen, Wasserfälle, Seen, Flüsse und natürlich geformte Schwimmbecken. Starker Einfluss europäischer Einwanderer in Architektur, Bräuchen und Ernährungsgewohnheiten. Erstes brasilianisches Naturschutzgebiet - Nationalpark Itatiaia - gegründet im Jahre 1937.

Besonderheiten:

  • Ideal für Bergsport, Wanderungen und Beobachtung von Flora und Fauna

  • Natürlich geformte Schwimmbecken, Bergflüsse und Wasserfälle

  • Kunsthandwerk und typische Speisen der Deutschen, Finnländer etc.

  • Nationalpark Itatiaia

Rio de Janeiro & Niterói

Gebiete:

  • Rio de Janeiro

  • Niterói

Geografische Prägungen:

  • Region von aussergewöhnlicher Schönheit. Verschiedenartigste Strände umsäumt von erhaltenen Regenwaldgebieten. Berge mit enormen isolierten Felsblöcken - wie etwa der Zuckerhut - oder Gebirge bei Baía de Guanabara. Zahlreiche Inseln, Sandbänke und Watts. Kolonialbauten inmitten von Strassenzügen sowie modere Gebäude und Naturschutzgebiete.

Besonderheiten:

  • Historisches und kulturelles Erbe - Ruinen, Festungen, Aquädukte, Kunstbrunnen, gut erhaltene Bauten, Paläste, Museen und Residenzen

  • Naturschutzgebiete: Nationalpark Tijuca und Landsitz Burle Marx; Inseln, Sandbänke und Watts

  • Verschiedenartige Modalitäten von Ökotourismus

Gebirgsregion

Gebiete:

  • Petrópolis

  • Teresópolis

  • Nova Friburgo

Geografische Prägungen:

  • Gebirge mit grossen Höhenlagen und beeindruckende Formationen. Felsgipfel und Berge mit natürlicher Vegetation; Aussichtsstellen, Wege und Pfade, historische Städte, ländliche Besitztümer mit grossem europäischem Einfluss

Besonderheiten:

  • Geeignete Orte zur Ausübung von Bergsport inkl. Schulen und spezialisierte Bergführer

  • Szenarien grosser Schönheit

  • Historisch, kulturelles Erbe: Museen, Paläste und Schulen

  • Pousadas und ökotouristische Routen

  • Nationalpark Serra dos Órgãos

Seenregion

Gebiete:

  • Araruama

  • Arraial do Cabo

  • Armação dos Búzios

  • Barra de São João

Geografische Prägungen:

  • Sehr schöne Küstenregion mit zahlreichen Stränden, Inseln und Halbinseln. Ein ausgedehntes sandiges Gebiet trennt das Meer von enormen Seen. Ebene Strände, an denen Salz gewonnen wird und kommerzieller Fischfang. Das kalte Wasser ist eine ideale Grundlage für die Existenz einer reichen Meeresfauna.

Besonderheiten:

  • Meeres- und Seestrände

  • Bootsrundfahrten und exzellente Angelstellen

  • Wanderungen

  • Orte zur Tierbeobachtung: Delphine, Unterwasserfauna und Vögel

  • Historische Kirchen und Festungen

Vale do Paraíba

Gebiete:

  • Conservatória

  • Valença

  • Vassouras

  • Mendes

  • Miguel Pereira

  • Patí do Alferes

Geografische Prägungen:

  • Bergregion mit Tälern und ebenen Flächen in der näheren Umgebung des Rio Paraíba. Historische Städte mit Spuren des Adels aus der Imperialzeit sowie historische Fazendas aus der Kaffeepoche.

Besonderheiten:

  • Privatgrundstücke für den Besuch von Sportanglern oder zur Entspannung

  • Historisch, kulturelles Erbe: Museen, Herrenhäuser, Kirchen und Kulturgebäude

Nationalpark Itatiaia
Nationalpark Itatiaia

Bocaina
Bocaina

Costa Doce

Gebiete:

  • Macaé

  • Quissamá

  • Campos

  • São João da Barra

Geografische Prägungen:

  • Sehr gut erhaltene Übergangsregion mit überwältigenden schönen Stränden, Gebirgen, Flüssen, Seen sowie einer der grössten Sandbankgebieten mit zahlreich vertretender und typischer Fauna und Flora, die durch den Nationalpark Jurubatiba geschützt ist. Das Flachland, dass durch grosse Seen, überschwemmte Gebiete und Flüsse besteht, endet am Bergfuss der Gebirge mit steilen Gipfeln und schöner Vegetationsformen.

Besonderheiten:

  • Enorme biologische Vielfalt

  • Strände, Wasserfälle, Wälder - sind Orte zur Ausübung von verschiedenen ökotouristischen Aktivitäten

  • Flussmündung des Rio Paraíba

  • Historisch, kulturelles Erbe: Leuchttürme, Kirchen und historische Gebäude

  • Nationalpark Jurubatiba

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



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