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Paraná gehört zu den wichtigsten landwirtschaftlich genutzten Gebieten
Brasiliens. Der Bundesstaat grenzt im Osten an den Atlantischen
Ozean, im Süden an den Bundesstaat Santa Catarina, im Westen an
Argentinien, Paraguay und den Mato Grosso do Sul sowie im Norden
an São Paulo.
Weite Teile Paranás werden von Hochebenen eingenommen,
die aus vulkanischem Basalt bestehen. Daher verfügt die Region auch
über fruchtbare Böden. Ein Grossteil der natürlichen Waldvegetation
wurde zur Schaffung von Ackerland gerodet. Paraná ist Brasiliens
wichtigster Agrarstaat zu dessen Anbauprodukten, Mais, Baumwolle,
Weizen, Soja, Kaffee,
Reis, Erdnüsse und Bohnen gehören. Die Viehzucht, insbesondere die
Schweine- und Geflügelzucht, stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor
dar.
Der grösste Teil des Bundesstaates liegt auf einer Höhe von 600 -
800m und garantiert somit ein mildes, nicht allzu heisses Klima und
ideale Anbaubedingungen für Kaffee, Matetee und Soja.
Charakteristisch für Paraná ist die Mischung aus Modernität und der
weiterhin unberührt wilden Natur. Das Klima teilt sich in zwei
Varianten: die tropische im Norden, Westen und an der Küste mit
mittleren Temperaturen um 22°C und die subtropische oder gemässigte
Zone in der Region Zentrum/Süden mit Temperaturen zwischen 22 und
10°C.
Das Territorium von Paraná war anfangs Teil der Statthalterschaft
von São Vincente, das ebenfalls zu São Paulo gehörte. Es wurde von
den Expeditionen der Bandeirantes auf der Suche nach Indios zu deren
Gefangenschaft bzw. nach Gold oder Edelsteinen durchquert.
Mit der Entdeckung des Goldes in Minas, Goiás und Mato Grosso erwies
sich die grosse Personenanzahl die sich ausschliesslich dem Bergbau
zuwandten als günstig, da die Ansprüche an die aus den anderen
Regionen stammenden Waren anstieg. Lebensmittel, Kleidung, Waffen
usw. mussten über lange Strecken hinweg befördert werden um die
Siedlungen der Bergarbeiter zu versorgen. Der Transport wurde
mittels grosser Herden an Maultieren durchgeführt, die meist von
Paulistanern im Süden organisiert wurden und dann mit ihnen einen
Teil des Landes durchquerten.
An den Uferrouten, die von Viehtreibern benutzt wurden, entstanden
nach und nach vereinzelte Häuser und Plätze für die Rinderzucht
wodurch die Siedlungen wie Castro, Ponta Grossa, Lapa und weitere
entstanden.
Das Erschöpfen der Minen sowie dem ersten Bau der Eisenbahnstrecken
änderte sich die Richtung der Kolonisation. Die fruchtbaren
Ländereien nördlich von Paraná wurden Kaffeeplantagen und anderen
Kulturen bestellt. Ab dem 20.Jh. fand durch den Kaffee sowie der
Ankunft von Einwandern verschiedener europäischer Ländern, eine
grosse wirtschaftliche Entwicklung statt. Die Ackerflächen und
Abrodungen wurden in weniger als 100 Jahren - von einem armen und
schwach bevölkerten Land zu einem der reichsten Bundesstaaten
Brasiliens - vorgenommen.
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Bergsicht Ilha Cardoso |

Geigenspieler bei Fátima |
Im Staat Paraná leben auf einer Fläche von 199.554.km² ca.9 Mio.
Menschen. Meist Nachfahren europäischer Einwanderer aus Polen,
Italien, Deutschland, Ukraine, Holland, Spanien und Japan, die sich
hier mit den Indianern, Portugiesen und Negern - die drei
Basiselemente - vereint haben. Somit wurde Paraná auch als das "Land
aller Menschen" bekannt.
Durch eine wirtschaftliche Strukturveränderung zur
Industrialisierung mit Investitionen im Wert von R$ 17 Milliarden -
brachte Paraná im Jahre 1998 das zweitbeste Industrie-Ergebnis
Brasiliens. Dank der Ansiedlung in Curitiba und seinen weiteren
Stadtgebieten mit Automobilfabriken wie Renault, Chrysler, VW/Audi
und Volvo, wurden 6.050 neue Arbeitsplätze geschaffen, die dazu
führten, dass das IBP die Höhe von R$ 56 Millionen erreichte (Stand
1998).
Kraftwerke mit einer Leistung von 20.000 MW sind Itaipú im Rio
Paraná, Foz de Areia, Salto Santiago, Salto Segredo und Salto Ozorio.
Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 2.500km und verbindet die
Haupterzeugerregionen im Norden und Mittelwesten mit der Hauptstadt
und dem Seehafen Paranaguá. Ein asphaltiertes Überlandstrassennetz
mit 15.733km Länge verbindet ebenfalls andere wichtige Regionen mit
dem Hafen sowie weitere Verbraucherzentren des lateinamerikanischen
Marktes.
Die
wichtigsten Städte sind: Curitiba, Londrina, Cascavel, Ponta Grossa,
Maringá, Guarapuava und Foz do Iguaçu.
Curitiba, die Hauptstadt des Staates, ist eine der beliebtesten
Städte Brasiliens und mit ihren grosszügigen Grünflächen, breiten
Strassen, begrünten Fussgängerpromenaden und einem entspannten Lebensrhythmus
der Traum aller Städteplaner - "die Hauptstadt der Ökologie"
-. Die Stadt zählt fast 1,5 Millionen Einwohner und ist für die
meisten Besucher lediglich ein Etappenziel auf dem Weg zu den Wasserfällen
von Iguaçu weiter im Landesinneren. Sie gilt als die
Bestorganisierteste,
bewohnbarste, ja Kultivierteste Stadt Brasiliens. Ihre Geschichte
begann im 17.Jh. mit den Goldsuchern, im 18.Jh. kamen die Viehzüchter
und ab 1867 die Immigranten aus Italien, Polen, Russland und Deutschland.
Der ganze Staat erlebte eine Einwanderungswelle und liess die Bevölkerung
in nicht mehr als 50 Jahren um ein Zehnfaches anwachsen - ein brasilianischer
Rekord. Die Ursache der Kolonisation waren die fruchtbaren Gebiete
im Norden Paranás. Curitibas Feste verraten die Herkunft ihrer Bürger
- der bekannteste ethnische Stadtteil heisst Santa Felicidade und
wurde 1878 von italienischen Siedlern gegründet. Heute findet man
dort Curitibas beste Weinstuben.
Paranaguá / Graciosa
Gebiete:
Geografische Prägungen:
-
Das Zentrum wird von den höheren Gebieten bei
Serra do Mar abgegrenzt, welche Höhenlagen über 1.000m
aufweisen. Dabei heben sich die Gipfel Marumbi und Paraná mit
einer Höhe von etwa 2.000m, sowie den ozeanischen Anblick auf
die Ilha do Mel und Superagui, ab. Es umfasst die gesamte
sedimentäre Flachlandregion, Buchten sowie Inseln und Kanäle die
sich zwischen Guaraqueçaba, Antonia,
Morretes und Paranaguá befinden. Orte, die über ein reichte
historisches Erbe und grosse Regenwaldbestände verfügen.
Besonderheiten:
-
Flüsse, Wasserfälle und Meer für Wassersport
- Wellenreiten und Rafting
-
Bootsrundfahrten entlang der Buchten
-
Beobachtung der Flora und Fauns
-
Historische Architektur mit Herrenhäusern,
Kirchen und Festungen
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Zahlreiche Naturschutzgebiete
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Nationalpark Superagui
Campos Gerais
Gebiete:
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Landespark Vila Velha
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Guartelá
Geografische Prägungen:
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Ein grosser Teil der flachliegenden
Landflächen, die sich in einer Höhenlage von 1.000m im Plantamar
de Bacia do Paraná befinden, sind Zeitzeugen des vor Tausenden
von Jahren stattgefundenen Sedimentär- und Erosionsprozesses.
Die beeindruckenden Sandsteingebilde in Vila Velha, die
zirkulären Krater bei Furnas, die ausgedehnten Canyons bei
Guartelá sowie die Seen und Flüsse mit ihren Stromschnellen und
Wasserfällen verleihen der Region ein sehr interessantes und
natürliches Aussehen. Die Vegetation besteht überwiegend aus
Brachland, Buschsteppe und Galeriewälder.
Besonderheiten:
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Felsbildungen und Höhlen - vor allem in Vila
Velha
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Canyons und primitive Inschriften
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Flüsse mit Wasserfällen und Stromschnellen -
idealer Ort zur Durchführung von Wassersportarten
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Wanderungen und Beobachtung der Flora und
Fauna
-
Geschichte und Kultur der Viehtreiber bei
einem Besuch auf den Fazendas
-
Ökologische Reservate mit wilden Tierspezies
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Arassari |
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Costa Oeste -
Westküste
Gebiete:
Geografische Prägungen:
-
Grenzregion zwischen Brasilien, Paraguay und
Argentinien mit Leichtgewelltem Relief und einer mittleren
Höhenlage von 192m sowie nährstoffreichem und zur Bestellung gut
geeignetem Boden. Ein grosser Teil der Fläche wird durch den
Nationalpark Iguaçu und andere Gebiete an den Uferregionen des
immensen, künstlich angelegten See Itaipú eingenommen. Die
überwiegende geografische Charakteristik wird durch das
Wassernetz sowie die zahlreichen Wasserfälle gekennzeichnet,
unter denen sich die Wasserfälle von Iguaçu befinden, der
grössten touristischen Attraktion der Region. Die natürliche
Vegetation ist sehr bescheiden - mit Ausnahme jener
Waldregionen, die die Flüsse und unter Naturschutz stehenden
Gebiete - umsäumen (subtropisches und tropisches Seenwaldgebiet
mit Wiesenflächen).
Besonderheiten:
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Besuch der Wasserfälle von Iguaçu sowie das
Wasserkraftwerk Itaipú mit Möglichkeit einer Bootsrundfahrt oder
Panoramarundflügen mit dem Helikopter
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Beobachtung von Flora und Fauna während
Wanderungen durch den Nationalpark Iguaçu
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Grenzübergang; Besuch der argentinischen und
paraguayischen Seite
-
Museen
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Exzellente touristische Infrastruktur
Quelle:
Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen
Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"
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