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Allgemeines über den Bundesstaat Mato Grosso

   
     

Fahne des Bundesstaates Mato Grosso

Mato Grosso ist der kleinere nördliche Teil von Pantanal Norte und umfasste einst Rondônia und Mato Grosso do Sul. Nachdem es abgegliedert wurde ist es immer noch ein enorm grosses Gebiet und gilt als drittgrösster Bundesstaat. Im Süden liegt das Pantanal, im Norden ist das Land mit Busch und Wald bedeckt und geht in den Amazonaswald über. Mato Grosso war früher von zahlreichen Indianerstämmen bewohnt. Mato Grosso grenzt nördlich an Amazônien und Pará, östlich an Goiás und Tocantins, südlich von Mato Grosso do Sul und Bolivien und westlich an Rondônia.

PantanalSein Relief ist mit einer bemerkenswerten Vielfalt an Hochebenen, Tiefland und überschwemmtem Flachland geformt. Die Säume der Hochebenen sind von Erosionsartigen Felsspalten gekennzeichnet, die von gradlinigen Oberflächen umgeben sind - auch als Plateau bekannt -. Zwei riesige und überschwemmte Flachlandregionen sind in Mato Grosso präsent: das Pantanalgebiet und Bananal.
Die Gebiete sind überwiegend mit der Buschsteppenvegetation bedeckt, wobei nördlich typische Spezies aus der Übergangsregion zum Amazonas vorherrschen. Richtung bolivianische Grenze überwiegt die Buschsteppe und entlang des Pantanal eine grosse Vielfalt typischer Pflanzen aus überschwemmten Gebieten.

Die Geschichte der Landbesiedlung steht im Zusammenhang mit dem Bergbau - besonders jedoch mit der Suche nach Gold und Edelsteinen. Durch die Bandeirantes wurden in den ersten Jahrzehnten der Kolonisation und weitere Entdeckung neuer Fundstellen im 20.Jh. die Städte Cuiabá, Vila Bela, Cáceres und Poconé gegründet. Mit Erschöpfung der Minen im ersten Zyklus des Bergbaus begann die Gewinnung von Gummi, der Holzabbau sowie weitere pflanzliche Produkte, die jedoch bei fehlenden Strassen und Konflikte mit den Einheimischen erschwert wurde.

Die Bundesstaaten Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Rondônia verkörpern noch immer den flüchtigen Mythos des "Letzten Grenzgebietes", wo unberührtes Land frei ist und schnelle Reichtümer demjenigen winken, der Stärke und Mut besitzt. Doch die Wirklichkeit ist anders, und die 100.000 Neuankömmlinge pro Jahr finden den besten Grund und Boden bereits besiedelt vor. Dies war niemals ein Land ohne Menschen. Laute, aufdringliche neue Städte mit ihren unregelmässigen Hauptstrassen, die in rotem Staub ersticken, entstehen fast über Nacht. Ausserdem gibt es eine Menge gescheiterter Existenzen, die allmählich in die Slums von São Paulo zurückkehren, gezeichnet von Malaria und des Anstrengungen des Holzfällerlebens.

Cuiabá, die Hauptstadt des Bundesstaates, war einstige Goldgräbersiedlung und ist heute eine lebhafte Stadt. Die ersten Bandeirantes (Pioniere), die sich auf der Suche nach Gold ihren Weg flussaufwärts nach Cuiabá erzwangen, entdeckten in den 20er Jahren des 18.Jh. einen Dschungel, bewohnt von Indianerstämmen. Heute bilden diese Stämme in Mato Grosso und in Rondônia einen wichtigen Anteil der überlebenden brasilianischen Indianer. Innerhalb des Xingu-Nationalparks im nördlichen Teil des Mato Grosso, der für Aussenstehende nicht zugänglich ist, können diese Gruppen ihrer Tradition entsprechend leben.

Ab 1970 erweiterte die brasilianische Wirtschaft ihre Grenze in Richtung zentralen Osten und Mato Grosso verfestigte seine bereits in der Land- und Viehwirtschaft basierte Entwicklung. Der Bundesstaat ist derzeit grosser Samenproduzent - darunter auch Soja - mit mehr als 10% der Nationalproduktion. Durch seinen geografischen Mittelpunkt im Kontinent und wegen der natürlichen Landstriche, die den Pazifik mit dem Atlantik verbindet, kann Mato Grosso eine wichtige Rolle bei der Integration des Landes in Südamerika übernehmen. Neue Zufahrtswege, bessere Infrastruktur und landschaftliche Vielfalt verleihen dem Bundesstaat exzellente Grundlagen für den Ökotourismus.

Jabirus
Tuiuius - Jabirus

Anhuma - Gehörntes Strausshuhn
Anhuma - Gehörntes Strausshuhn

Nördliches Pantanalgebiet

Gebiete:

  • Abschnitt des Pantanalgebietes, das die Verbindung zwischen Poconé und Porto Jofre mit einbezieht und sich bis Barão de Melgaço, Santo Antônio do Leverger sowie Cáceres an den Ufern des Paraguai erstreckt.

Geografische Prägung:

  • Ausgedehnte Fläche mit Überschwemmungsgebieten sowie höhergelegenen und trockenen Landstrichen nahe bei Cuiabá. Zahlreiche Flüsse, "Corixos", Seen, buchten, überschwemmte Gebiete und die Präsenz verschiedenartiger Vegetationsformen der Buschsteppe mit Waldbildungen, Waldgalerien und "Parks", mit Gräser bewachsenes Brachland und zahlreiche Spezies an Wasser- und Sumpfpflanzen.

Besonderheiten:

  • Vielfalt an grossem Urwald

  • Abwechslungsreich Flora

  • Zum Sportangeln geeignete Flüsse

  • Beobachtung der Fauna während Bootsrundfahrten und Ausflüge auf Wanderwege

  • Aussichtstürme in der Nähe von Brutstätten und anderen konzentrierten Stellen der Fauna, die nicht durch regierungsgebundene Umweltorganisationen errichtet wurden.

  • Traditionelle Fazendas mit ländlichem Tourismus

Chapada dos Guimarães

Felsbildungen bei Curral
Felsbildungen bei Curral

Wasserfall Salgadeira
Wasserfall Salgadeira

Chapada dos Guimarães

Gebiete:

  • Region des Nationalparks Chapada dos Guimarães und dessen Umgebung, wobei die Orte der Chapada sowie Cuiabá mit einbezogen sind.

Geografische Prägung:

  • Das Zentrum erstreckt sich an den flachen und tiefliegenden Gebieten von Cuiabá bis hin zu den Erhöhungen des Plateau Guimarães und dessen Böschungen. Die Abstufungen durch den roten Sandstein bilden den Saum der zentralen, brasilianischen Hochebene und teilt das Gewässer aus dem Amazonasbecken und Prata.

  • Felswände aus rotem Sandstein mit Wasserfällen, Felsbildungen mit ungewöhnlichem Aussehen, Grotten, Flüsse und Seen inmitten typischer Buschsteppenvegetation.

Besonderheiten:

  • Topografie mit Felsbildungen

  • Aussichtspunkte zum Anblick der gigantischen Naturschönheiten

  • Flüsse, Wasserfälle und Felswände

  • Mildes Klima in der Chapada im Gegensatz zur Wärme in der Tiefebene von Cuiabá

  • Kavernen, Grotten und Fossile

  • Geografischer Mittelpunkt von Südamerika sowie als energetisch erklärte Region, die der Mystik und Esoterik zugewandt ist

  • Fundstellen der Kolonisation durch die Bandeirantes

Amazônia Matogrossense - Amazonasgebiet von Mato Grosso

Gebiete:

  • Alta Floresta inklusive der Rio Teles Pires und Cristalino

Geografische Prägung:

  • Das Gebiet, dass sich im südlichen Teil des Amazonasbeckens befindet, wird von Waldregionen bedeckt und durch Flussverläufe geteilt, die zu dem Tapajós-Becken gehören. Seen, Flussstrände, Wasserfälle sowie die üppige Vegetation mit grossen Baumspezies, Kastanienbäumen und vielen Palmenarten.

  • In den ebeneren Flächen wachsen Bäume von geringer Grössenordnung, die jedoch in letzter Zeit zur Pflanzung verschiedener Nutz- und Weidekulturen abgeholzt wurden.

Besonderheiten:

  • Beobachtung von Flora und Fauna mit dem grossen Reichtum an Tier- und Pflanzenspezies

  • Wege, die speziell zur Vogelbeobachtung angelegt wurden

  • Baden in Flüsssen und Wasserfällen

  • Bootsrundfahrten und Angelsport

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



Pantanal € 10,90

Pantanal ist ein wunderschönes brasilianisches Naturgebiet. Der Name Pantanal lässt auf ein Sumpfgebiet schliessen, es handelt sich jedoch um eine Tiefebene, die jährlich überschwemmt wird.

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Sprachen: Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch
 
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Brasilien ist das Land der Gleichzeitigkeit und der Extreme. Dem Verblüffenden Reichtum von Wenigen steht die gravierende Armut von Vielen gegenüber.... Dazwischen sind nahezu alle Träume und Wunschvorstellungen angesiedelt, die man als Reisender über dieses riesige Land haben oder mitbringen kann...


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