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Maranhão mit einer Fläche von 329.555km², der nördlichste der neun
Staaten in der Nordostregion ist fast so gross wie Deutschland.
Maranhão wird mit Piauí auch als "halber Norden" oder "zweiter
Nordosten" bezeichnet. Es ist eine Region zwischen der Tiefländer
von Amazonien, der Dürrregion und Buschsteppe. Sein Relief setzt
sich aus Flüssen und sedimentärem Flachland mit durchschneidenden
Hochebenen zusammen. Das Küstengebiet ist durch seine Inseln, Seen
und Sandbänken stark unterteilt und ausgedehnt.
Der Bundesstaat ist reich an historischen Stätten mit Spuren
ausländischer Invasionen. Um 1612 wurde diese Region von den
Franzosen besetzt und die Stadt São Luís gegründet. Die französische
Herrschaft währte jedoch nur kurze Zeit, denn um 1615 wurden sie von
den Portugiesen vertrieben und die Statthalterschaften in Maranhão
und Gross-Pará wurden zu einem grossen Block zusammengesetzt. Später
wurde die Insel São Luís von den Holländern besetzt, die im Jahre
1644 jedoch wieder vertrieben worden sind.
Die Besiedlung von Maranhão fand an den Buchten von São Marcos
statt, die die Städte São Luís und Alcântara umgeben. Es wurden
Landgüter für die Rinderzucht und den Zuckerrohranbau errichtet, die
sich durch die gefangenen Einheimischen zu einer gewinnbringende
Produktion entwickelte. Das Problem fehlender Arbeitskräfte wurde
durch gewaltige Sklaveneinfuhren gelöst, die die Gewinne der
Landwirtschaft gewährleisteten. Dieses Profil wurde mehrere
Jahrhunderte erhalten.
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Fischer am Wald von Guarás in Cururupu |

São Luís |
Die meisten Einwohner von São Luís sind Nachfahren afrikanischer
Sklaven, die überwiegend von der "Sklavenküste" in Westafrika
kamen. Entsprechend haben viele Einwohner eine dunkle Hautfarbe,
ganz anders als die Nordestinos im übrigen Nordosten.
São Luis, französisch-portugiesisches Kulturerbe im Nordosten, die
auf einer Insel gelegene Hauptstadt des Bundesstaates mit ca.780.000
Einwohnern, ist ausser Fortaleza vielleicht die interessantestes
Stadt des oberen Nordostens und angenehmerweise touristisch noch
nicht so überlaufen.
In der zweiten Junihälfte steht ganz Maranhão
und besonders São Luís im Zeichen der heiteren São-João-Feiern.
Dann zieht eine ausgelassene Menschenmenge trommelnd, singend und
tanzend durch die Altstadt und vergnügt sich mit dem beliebten Volksspiel
Bumba-meu-boi.
Dieses Spektakel entstand ursprünglich als satirischer Protest gegen
die portugiesische und klerikale Obrigkeit. Heute ist es für die
Teilnehmer "einfach das schönste Vergnügen".
Der kulturelle Tourismus gewann durch den Entscheid der UNESCO im
Jahre 1977 an Bedeutung, als São Luís - mit den mehr als 3.500
Kolonialgebäuden - zum historischen Erbe der Menschheit ernannt
wurde. In Alcântara, die einst zu den schönsten und wichtigsten
brasilianischen Städten gehörte, von Exportgeschäften mit Baumwolle
und Zucker mit São Luís rivalisierte, wurden die Ruinen durch das "IPHAN
- Institut für historisches und künstlerisches Nationalerbe" unter
Schutz gestellt.
Die Umwandlung der gesamten Küste zu einem Naturschutzgebiet mit
bundes- und landesweitem Charakter verstärkte die Grundlagen für den
Ökotourismus in Maranhão umso mehr. Flächen wie etwa die Dünen, die
sich im Nationalpark Lençois Maranhenses erstrecken, sowie die
wichtige Zone zur Erhaltung des Deltas von Parnaíba zwischen
Maranhão und Piauí mit ihren Watts, Dünen und abgelegenen Stränden.
Der Ökotourismus erhält die Priorität der Regierung, um die
natürlichen und kulturellen Erben auf Selbsttragende Weise zu
bewahren.
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Lençois Maranhenses |
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Zentrum des
historisch-kulturellen Erbe
Gebiete:
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São Luís
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Alcântara
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São José do Ribamar
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Paço do Lumiar
Geografische Prägung:
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Die Region zeichnet sich durch die
Flussmündung des Mearim, den Buchten von Baía do São
Marcos und São José sowie den
verschiedenen Inseln, ausgedehnten Stränden und Angelplätzen aus
-
Die hauptsächliche Charakteristik ist jedoch
das koloniale, architektonische Zusammenspiel der
portugiesischen Herkunft, die sich landesweit ausdrückt.
Kachelfassaden an Herrenhäusern, Kirchen, Klöstern, Museen und
Monumenten erklären dass São Luís zum Erbe der Menschheit und
Alcântara zum historischen Erbe erklärt wurden. Die weltlichen
und religiösen Feste, die regionalen Gerichte, sowie das extrem
vielfältige Kunsthandwerk sind typisch für das gesamte Zentrum
Besonderheiten:
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Strände und Dünen
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Inseln und Flüsse
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Gebiete zur Beobachtung von Vögeln und
Fossilien
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Viele Orte mit bereits restauriertem
historischen Erbe
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Wallfahrt in São José do Ribamar
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Musikspektakel, gute gastronomische
Verpflegung und Unterkunftsmöglichkeiten
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Alcântara |
Lençois
Maranhenses
Gebiete:
Geografische Prägung:
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Das Gebiet wird durch Dünen, Watts und
Sandbänke geprägt. Das Küstengebiet ist abgrenzt, das Meer ruhig
und die Strände schlammig. Die als Lençois Maranhenses bekannten
sandförmigen Gebilde stellen in Wirklichkeit Dünen von bis zu
30m Höhe, die durch die Kraft des Windes sich andauernd
verändern. Es herrscht ein "salziges Klima", dass durch eine
trockene und eine regenreiche Jahreszeit bestimmt wird. Das
Kunsthandwerk ist die grösste Einnahmequelle des Bundesstaates,
die durch die Verarbeitung der Karmabaupalme bekannt wurde und
auch exportiert wird.
Besonderheiten:
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Ungewöhnliche Landschaft, die durch lang
gezogene Dünen, von Wattvegetation umgebenen Wasserläufen, sowie
in der Regenzeit von Süsswasserseen umgeben ist
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Palmenarten, in inmitten der Sandregion eine
echte Oase bilden
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Abwechslungsreiche Fauna - vor allem Vögel
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Nationalpark Lençois Maranhenses
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Sportangeln
Zentrum vom
Delta do Parnaíba Maranhenses
Gebiete:
Geografische Prägung:
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Unter den verschiedenen Deltaverzweigungen
befinden sich fast 70 Inseln in unterschiedlicher Grösse -
einige davon mit veränderter Vegetation. Die Pflanzenspezies
sind Charakterstisch für die Sandbänke und Watts. Der Rio
Parnaíba teilt sich in verschiedene Kanäle auf, die sich in
breiten und dreieckigen Flächen verteilen. Während der
Regenperiode bilden sich wunderschöne Süsswasserseen, die die
Anwesendheit einer sehr reichen Fauna erleichtern.
Besonderheiten:
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Unzählige Inseln mit sandigen, flachen und
schwach belebten Stränden
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Dünen
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Für die Schifffahrt geeignete Kanäle
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Beobachtung von Fauna und Flora
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Kristallklare Seen
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Ilha Caju
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Ponta Grossa
| Delta do
Parnaíba Maranhenses |
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Zentrum der
Chapadas
Gebiete:
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Imperatriz
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Carolina
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Riachão
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Balsas
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Novo Iorque
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Mirador
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Barra do Corda
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Grajaú
Geografische Prägung:
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Es stellte das grösste noch erhaltene
Buschsteppengebiet Südamerikas dar, die von typischen
Pflanzenspezies aus Wald und Feld bedeckt ist. Ein Gebiet, das
durch Hochebenen, Flachland und Tälern gekennzeichnet ist, in
denen sich Felswände, Grotten und Kavernen befinden. Entlang der
Flüsse mit zahlreichen Wasserfällen und Flussstrände gibt es ein
Reichtum an Palmen und Galerienwälder. Es ist ein Gebiet, das
erst vor relativ kurzer Zeit kolonisiert wurde und sich erst
seit Beginn des Baus der Bundesstrasse BR 010 entwickelte. Viele
Orte wurden in kurzer Zeit zur Errichtung landwirtschaftlicher
Güter sowie der Holzindustrie abgerodet.
Besonderheiten:
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Grosses Reichtum an Flüssen und zum Baden
geeignete Wasserfälle, Bootsrundfahrten und Sportangeln
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reichhaltige Flora und Fauna
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Naturschutzgebiete: Landespark Mirador,
Bergbaureservat Mata Grande und Ciríaco und Serra da Tabatinga
(zwischen Alto Parnaíba in Maranhão und Ponta Alta in Tocantins
gelegen)
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Primitive Inschriften und weitere Zeitzeugen
anthropologischen Wertes
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Grösstes erhaltenes Gebiete der
brasilianischen Buschsteppe
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Bemerkenswerte Topographie und Vegetation
Quelle:
Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen
Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"
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Land, angefüllt mit Schönheiten der Natur oder denen,
die von Menschenhand geschaffen wurden, was von der
UNESCO als Weltkulturerbe bestätigt wird
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Sprachen: Portugiesisch,
Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und
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66 Seiten
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