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Allgemeines über den Bundesstaat Amapá

   
     

Fahne des Bundesstaates Amapá

Amapá liegt im nördlichen Teil Brasiliens; in der Grossregion Região Norte, mit einer Fläche von 142.358,5km². Der Staat besteht zum grössten Teil aus Regenwald und im Landesinneren sind praktisch keine Bewohner. Amapá wurde 1988 als Bundesstaat anerkannt - das Bemerkenswerte war, dass 45% der Bewohner erst um die 25 Jahre alt waren.

Die Vegetationsarten sind völlig verschiedenartig: der Wald auf festem Erdboden bedeckt mehr als 70% der Gesamtfläche des Bundesstaates (es handelt sich hierbei um ein an biologischer Vielfalt extrem reiches Ökosystem, welches für verschiedene Industriezweige wie für die Möbelherstellung, Ölen, Harzen, Lebensmitteln und der Pharmaindustrie bedeutend ist); der Wald auf Wiesengrund nimmt eine bedeutend kleinere Fläche in Anspruch und ist durch eine grosse Vielfalt an Palmenarten bedeckt - etwa 20% des Territoriums ist von Wiesenflächen und Buschsteppe bewachsen -.

Sein allgemeines Profil ähnelt jenem anderer Bundesstaaten der Amazonasregion. Wegen der fehlenden Verbindung zum Festland blieb es stets sehr isoliert, was auf der anderen Seite zur Erhaltung seines natürlichen Erbes beitrug. Bis heute wurden in Amapá lediglich 1% des Waldbestandes gerodet.

Die landwirtschaftliche Produktion von Amapá basiert vor allem in Kulturen des Eigenbedarfs; wenige Produkte wie etwa Kokosöl und weisser Pfeffer werden ausgeführt. Die Viehzucht wird auf natürlichen belassenen Feldern betrieben, besonders jenen der Seenregion. Die Fischzucht, eine der wichtigsten Einnahmequellen, findet man vor allem im Küstenbereich des Amazonasgebietes, welches sehr reich an Nährstoffen ist und sich die Mischung aus Süss- und Salzwasser befindet. Die pflanzlichen Produkte sind die Acái-Palme, die Paranuss, die Palmenherzen und Hölzer.

Die Nordregion reicht vom 13.südlichen Breitengrad bis zum 5.Grad nördlicher Breite und umfasst sieben Bundesstaaten, auf einer Fläche zehnmal so gross wie Deutschland.

Taperebá
Taperebá

Rio Caciporé
Rio Caciporé

Macapá, Hauptstadt Amapás, - am Nordufer der Amazonas-Mündung - liegt direkt auf dem Äquator und ist ein beliebter Ort, um sich vor dem Hintergrund der Null-Linie, der "Marco Zero", fotografieren zu lassen.

Macapá mit 220.962 Einwohnern, wurde offiziell 1815 gegründet. Bewohnt ist es vorwiegend von Angehörigen des Öffentlichen Dienstes und hat, abgesehen von einer Festung aus dem 18.Jh., touristisch nur wenig zu bieten. Hier leben drei Viertel der 289.000 Einwohner, so dass für das verbleibende Viertel fast der gesamte Bundesstaat verbleibt. In Amapá sind nur 0,2% aller Brasilianer zu Hause, das damit nach Roraima der am dünnsten besiedelte Bundesstaat ist.

Während des 18.Jh. errichteten die Portugiesen eine Festung aus Lissabonner Backsteinen, um von dort aus den Zugang zum Rio Amazonas schützen zu können. Die Entdeckung von Gold in der Region hatte mehrere Versuche der Franzosen zur Folge, von Französisch Guayana aus nach Amapá einzudringen und die Region für sich in Besitz zu nehmen. Um die Jahrhundertwende, als internationaler Druck die Franzosen zum Rückzug veranlasste und Amapá als zu Brasilien gehörig anerkannt wurde, annektierte Pará die Gegend. Diese Annexion gefiel den Einwohnern von Amapá gar nicht, die ständig Autonomie forderten, bis diese ihnen im Jahre 1943 von der brasilianischen Regierung gewährt wurde. Heute basiert die Wirtschaft des Bundesstaates auf der Herstellung von Nutzholz sowie dem Abbau von Manganerz, Gold und Zinnerz.

Macapá
 Macapá

Rio Oiapoque - "hier begann Brasilien"
Rio Oiapoque - "hier beginnt Brasilien"

Zentrum Amapá

Gebiete:

  • Porto Grande
  • Itaubal
  • Serra do Navio
  • Pracuúba
  • Pedra Branca do Amapari
  • Tartarugalzinho
  • Cutias
  • Macapá
  • Ferreira Gomes
  • Santana

Geografische Prägung:

  • Das Zentrum von Amapá liegt - überwiegend mit verschiedenen Waldformierungen - im Flachland. Der Küstenstreifen ist charakteristisch für diese Region mit Flussmündungen mit grosser tierischer und pflanzlicher Vielfalt.

Besonderheiten:

  • Orte zum Angeln und andere Wassersportarten
  • Vielfalt an Fauna, vor allem an Wasservögel
  • Verschiedene indianische Kulturen

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



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