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Allgemeines über den Bundesstaat Acre

   
     

Fahne des Bundesstaates Acre

Der nördlichste Teil Brasiliens umfasst mit knapp 3,6 Millionen qkm 42% der Landesfläche. Die Ausdehnung der Grossregion Região Norte reicht vom 13. südlichen Breitengrad bis zum 5.Grad nördlicher Breite und umfasst sieben Bundesstaaten: Tocantins, Pará, Amapá, Roraima, Amazonas, Rondônia und Acre.

Dieses Gebiet ist so riesig, dass darin drei verschiedene Zeitzonen gelten: Zwischen Belém, der Hauptstadt Parás, und Rio Branco, der Hauptstadt Acres, bestehen zwei Stunden Zeitunterschied. Acre umfasst eine Grösse von 153.697,5 km². Die Besiedlungsdichte ist die geringste Brasiliens: Auf einer Fläche, zehnmal so gross wie Deutschland, leben nur rund 10 Mio. Menschen, also etwa 6% der Gesamtbevölkerung.

Das Territorium ist durch Hochebenen gebildet. Seine Höhenlagen übersteigen die 500m Grenze lediglich im Gebirge von Contamana, in welchem sich der westlichste Punkt Brasiliens, sowie einer der zuletzt errichteten Nationalparks befindet, der sogenannte Serra do Divisor. Die natürliche Vegetation setzt sich grundlegend aus lichten wie auch dichten, tropischen Wäldern zusammen, wobei sich beide durch sehr hohe Bäume von 25 bis 35m kennzeichnen.

Rio MoaAcre liegt im Amazonasbecken und ist mit 93% der Landesfläche vom Regenwald bedeckt. Die Flüsse sind sogenannte Weisswasserflüsse, die sich durch trübes, schlammiges, mineralreiches Wasser auszeichnen. Durch die Überschwemmungen und die Qualität des Wassers sind die Ufergegenden besonders fruchtbar.
Acre ist ein bevorzugtes Ziel von Leuten geworden, die etwas Neues aufbauen wollen. Sie sind der BR-364 durch Rondônia gefolgt und haben damit begonnen, Land abzustecken, Wälder abzuholzen und Viehfarmen zu gründen. Daraus ist ein Konflikt wegen Eigentumsansprüchen an Land und einer verträglichen Verwertung von Wäldern zwischen den Leuten, die sich etwas Neues aufbauen wollen, und den Stämmen der Ureinwohnern sowie den Landarbeitern, meistens Nachkommen von Siedlern, die bereits vor vielen Jahrzehnten in die Region gekommen waren, entstanden. Dieser Konflikt hat starke nationale und internationale Aufmerksamkeit erregt, als Chico Mendes 1988 ermordet wurde.

Obwohl seit den ersten Jahrzehnten des 19.Jh. von Brasilianern bewohnt, gehörte die Region bis Beginn des 20.Jh. zu Bolivien. Die Brasilianer explorierten die Gummipflanzen und kümmerten sich dabei nicht um die  bolivianischen Autoritäten. In der Praxis stellte es ein unabhängiges brasilianisches Territorium dar, welches dazu drängte an Brasilien angegliedert zu werden. Die Konflikte zwischen Brasilianern und Bolivianern waren konstant und endeten lediglich im Jahre 1903 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Petrópolis, durch welches Brasilien das endgültige Landrecht über die Region zugesprochen bekam. Dies im Austausch von Ländereien aus Mato Grosso, einer Ausgleichszahlung von 2 Mill. englischen Pfund an Bolivien, sowie der Verpflichtung, die Bahnstrecke Madeira-Mamoré zu errichten. Acre, welches anfangs als Territorium von Acre bezeichnet wurde, bekam im Jahre 1962 seinen Stand als Bundesstaat zugesprochen.

Rio Branco, die Hauptstadt, wurde 1882 am Ufer des Rio Acre gegründet, der über den Rio Purus bis zum Rio Amazonas schiffbar ist. Die Stadt mit etwa 229.000 Einwohnern, zeichnet sich durch eine gemütliche und erstaunlich kosmopolitische Atmosphäre aus. Sie hat jedoch selbst in der Nähe der Stadtmitte nur wenig Sehenswertes zu bieten.

Im Bundesstaat Acre ist es zwei Stunden später als nach der brasilianischen Standardzeit.

Rio Branco
Rio Branco

Cachoeira Formosa
Cachoeira Formosa

Vale do Acre

Gebiete:

  • Rio Branco

  • Xapuri

  • Plácido de Castro

  • Porto Acre

Geografische Prägung:

  • Das Gebiet ist in unzählige Flüsse zerteilt, die die wichtigsten Verbindungsmöglichkeiten sind

  • Sehr gut erhaltener tropischer Regenwald und Reservate

Besonderheiten:

  • Orte zum Angeln und Bootsrundfahrten

  • Reservat Chico Mendes

  • Historische Fundstellen

  • Gummiplantagen und Kastanienwälder

  • Eine für Amazonien typisch, üppige Vegetation

  • Kontakt zur bolivianischen Kultur an der Grenzregion

Quelle: Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"



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