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Generell
ist festzustellen, dass Brasilien schon lange keine "Billigland"
mehr ist. Das erste Schockerlebnis haben Deutsche, die nicht an
die Spitzenpreise von Berlin, Hamburg oder München gewöhnt
sind, spätestens bei der Wohnungssuche. In den besseren - die
anderen sollte man vergessen - Vierteln ist unter R$ 20 bis R$ 30
pro Quadratmeter Nettowohnfläche nur selten ein passables Zuhause zu
finden. In der Regel werden monatlich zwischen 0,7 und 12% des
Wohnungswertes verlangt. Hinzu kommt das "Condomínio", Kosten für
Pförtner, Fahrstuhl, Swimmingpool etc., das zwischen R$ 300 und R$
1.500 monatlich schwanken kann. Die Gesamtkosten - Miete &
Condomínio - belaufen sich dann auf R$ 2.300 bis 4.000 für eine
Drei-Zimmerwohnung je nach Wohnlage und Grösse. Die jährlich
anfallende Grundstückssteuer "IPTU" - bei Wohnhäusern ist diese
natürlich erheblich billiger als bei Häusern - muss in Brasilien vom
Mieter bezahlt werden. Je nach Wohnlage sind das für eine
Drei-Zimmerwohnung zwischen R$ 550 und R$ 3.000 im Jahr.
Da in den Städten kaum etwas ohne Auto geht, sollte man sich auf
jeden Fall überlegen, ob man sich ein eigenes Fahrzeug anschafft.
Gebrauchtwagen sind in Brasilien sehr teuer. Die Preise für in
Brasilien gefertigte Kleinwagen z.B. Opel Corsa - sind mit denen in
Deutschland vergleichbar, während aus Europa importierte Wagen
mindestens 30% teurer sind als dort. Zu den Kosten der
Fahrzeughaltung kommt noch die Kfz-Versicherung und die einmal im
Jahr fällige "IPVA - Kraftfahrzeugsteuer" mit ca. R$ 400 bis R$
1.200 dazu.
Sehr teuer sind in Brasilien die deutschen Schulen, die von privater
Hand geführt werden. Die monatlichen Schulgebühren liegen zwischen
R$ 400 und R$ 750.
Bei den nachstehend genannten Preisen handelt es sich um
Erfahrungssätze, die vor allem für Neueingereiste Personen gelten.
Sie liegen naturgemäss höher als die Lebenshaltungskosten von
Einheimischen oder langjährig ansässigen Fremden. Die Preise
variieren allerdings in den einzelnen Regionen.
Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine überschlägige
Berechnung der Gesamtsumme der monatlichen Ausgaben für
Nahrungsmittel, Licht sowie sonstige Ausgaben für Fahrgeld,
Instandhaltung und Reinigung der Kleidung, Körperpflege und
Unterhaltung. Nicht berücksichtigt sind die Kosten für
Kraftfahrzeughaltung, Neuanschaffungen jeder Art, Urlaubsgestaltung,
Schulgelder sowie Gehälter für Hauspersonal. Bei Auslandstätigen, n
deren Arbeitsvertrag besondere Leistungen des Arbeitgebers
vorgesehen sind, müssen entsprechende Abzüge gemacht werden.
Mittlerer Monatsbedarf - zum Lebensunterhalt (ohne
Wohnungsmieten):
Monatsbedarf für Ledige:
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in mittlerer Stellung: US$ 800,00
-
in gehobener Stellung: US$ 1.500,00
-
in leitender Stellung: ab US$ 2.000,00
Mehrbedarf für Verheiratete:
Auszug aus dem Buch: "Willkommen in Brasilien: Informationen für das
Einleben in São Paulo" - Band 4 -
Copyright © AHK-São Paulo - Câmara de Comércio e Indústria Brasil-Alemanha
2001/2002
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