|
Brasilien besitzt
ein grosses und ausgedehntes hydrographisches System, dessen Flüsse
sich durch ihre Tiefe, Breite und Länge auszeichnen.
Prädominierend sind jedoch die Flüsse der Hochebenen, deren Flussbette
auf Grund von Gefällen, Böschungen und engen Tälern Schleifen bilden.
Die einzigen Flüsse, die für Schiff-Fahrt geeignet sind, sind der
Amazonasstrom und Fluss Paraguay, die
in den Ebenen verlaufen.
Die wichtigsten Flüsse der brasilianischen Hochebene sind Paraná,
Paraguay, Uruguay, São Francisco, sowie zahlreiche Küstenflüsse.
Wasserreich ist das Hochplateau der Guyanas mit Nebenflüssen des
Amazonas.
Im Amazonasbereich werden breite, leicht zugängliche Kanäle oft
als Wasserstrassen benutzt. Die Binnenschiffahrt ist auf dem Tocantins,
Araguia, Guaporé, Paraguay und Paraná, sowie auf einigen ihrer Nebenflüsse
möglich.
Im Süden existiert ein dichtes Entwässerungsnetz mit den beiden
grossen hydrographischen Becken der Flüsse Paraguay und Uruguay.
Die Binnenschiffahrt spielt dort eine bedeutsame Rolle, besonders
auf einigen Flüssen des "Rio del Plata"-Beckens. Fluss
Paraguay unterhält das ganze Jahr über einen guten Wasserspiegel.
Gegenwärtig wird das Wasserstrasse-Projekt Tietê-Paraná ausgearbeitet,
wo die brasilianische Binnenschiffahrt auf ca. 70 Millionen Hektar
in den Staaten São Paulo,
Paraná,
Mato Grosso do Sul,
Goiás und
Minas Gerais eingeführt und gerodet werden soll.
Hydrographisch wird Brasilien von zwei Stromsystemen bestimmt, dem
Amazonas und dem Paraná-Paraguay.
Der Amazonas entspringt in den peruanischen Anden, wird ab der brasilianischen
Grenze bis zur Einmündung des Rio Negro bei
Manaus als Rio Solimões
und dann als Amazonas bezeichnet. Er hat ein Einzugsgebiet von insgesamt
7,2 Mio. km2. Bei einer Gesamtlänge von über 6.500 km
hat der Amazonas, der nach dem Nil zweitlängste Strom der Erde,
über 200 grössere Nebenflüsse, von denen 15 über 2.000 km lang sind.
Durchschnittlich ist dieser wasserreichste Fluss der Erde 4-5 Kilometer
breit, wobei er an seiner schmalsten Stelle (1,8 km) eine Wassertiefe
von 100m erreicht. Stromaufwärts ist der Fluss über eine Länge von
3.885 Kilometern beschiffbar.
Das Paraná-Paraguay-Flusssystem durchfliesst das Gebiet vom südwestlichen
Teil des Bundesstaates Minas Gerais in südliche Richtung und erreicht
in der Nähe von Buenos Aires über den Rio de la Plata den Atlantik.
Insgesamt erstreckt sich das verzweigte Flusssystem auf eine Länge
von 3.700 km. Das Paraná-Paraguay-System wird vom Rio Paraná, dem
Rio Paraguay und dem Rio Uruguay gebildet. Sein Einzugsgebiet umfasst
4 Mio. km2, von denen 1,4 km2 auf Brasilien
entfallen.
Neben den beiden grossen Stromsystemen ist der Rio São Francisco
mit 2.900 km Länge der grösste rein brasilianische Fluss.
|
Der "Ur-Amazonas" Zunächst muss man sich die erstaunliche Tatsache vor Augen führen, dass die Amazonas-Region einst Teil eines anderen Kontinents war, der viel grösser war als das heutige Südamerika...
|
|
|
|
Rio Amazonas Warum der Amazonas als Fluss der Flüsse gilt, wird schnell deutlich, wenn man sich seine Grösse bewusst macht: Sein Volumen entspricht dem Hundertfachen des Rheins...
|
|
|
|
Amazonasbecken Das Amazonasbecken nimmt mit 3,6 Millionen qkm nicht nur ein Fünftel des Südamerikanischen Kontinents ein, sondern ist auch einer der grössten einheitlichen Naturlandschaftsräume der Erde...
|
|
|
|
Die "halb-versunkene Welt" im Amazonas Im Jahre 1500 stellte der spanische Schiffskapitän Vicente Yañez Pinzón beim Erforschen der Ostküste der "Neugefundenen Welt" Südamerikas plötzlich fest, dass er rund 200 Kilometer weit draussen im offenen Meer von Süsswasser umgeben war...
|
|
|
|
|








 |