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Das
Klima der nur wenige Kilometer südlich vom Wendekreis des
Steinbocks
gelegenen Stadt São Paulo ist subtropisch. Schnelle und häufige
Wetterwechsel mit Temperaturstürzen oder -anstiegen sind nicht
ungewöhnlich. Grob verallgemeinert gilt: Sommerzeit ist Regenzeit.
Die Regenzeit beginnt im November/Dezember und dauert bis
Februar/März. Typisch sind heftige, durch Hitzestaus und die hohe
Luftfeuchtigkeit ausgelöste Gewitter am späten Nachmittag und in den
frühen Abendstunden. Die dann herabstürzenden Regenmassen
überschwemmen die zubetonierten und zuasphaltierte Stadt in
kürzester Zeit. Strassen und Wege verwandeln sich in Flüsse. Die
Verbindungen zu manchen Vierteln werden über mehrere Stunden
unterbrochen. Wer einmal bis zum Bauch im Wasser gestanden und
verzweifelt versucht hat, sein Auto gegen die Fluten zu sichern,
kann bezeugen, dass es sinnvoll ist, bestimmte niedrig oder an
Abhängen gelegene Gegenden zu meiden. Am besten ist es in jedem
Fall, Ruhe zu bewahren und einfach abzuwarten bis der Wasserspiegel
sinkt. Der noch vor 20 Jahren für die Stadt typische Nieselregen "Garoa",
der oft tagelang anhielt, tritt hingegen nur noch sporadisch auf.
Die Temperaturen schwanken im Sommer zwischen 22° und 32°C. Eher
selten klettert die Quecksilbersäule auf Spitzenwerte von über 35°C.
Herbst und besonders der Frühling sind in São Paulo eher
Übergangsphasen als Jahreszeiten mit eigener Charakteristik. Weniger
schwül und mit stabilerem Wetter ist vor allem der Herbst eine
ideale und beliebte Reisesaison.
Der Winter - Juni bis August - gilt als Trockenzeit. Nachts können
die Temperaturen auf 8°C und gelegentlich auch darunter fallen, um
in der Sonne am nächsten Mittag wieder auf 28°C ansteigen. Die
Mittelwerte liegen zwischen 15° und 25°C. Viele Mitteleuropäer
empfinden ihren ersten paulistaner Winter trotz der vielen
Sonnentage als unangenehm. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit friert
man bis in die Knochen. Wohnungen und Häuser besitzen in den
seltensten Fällen eine Zentralheizung und die Fenster und Türen
schliessen schlechter als von Deutschland her gewohnt. Das heisst:
Aussen ist dann Innentemperatur.
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