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Region Nordosten
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Die Region des Nordostens
umfasst die Bundesstaaten
Maranhão,
Piauí,
Ceará,
Rio Grande do Norte,
Paraíba,
Pernambuco,
Alagoas,
Sergipe und
Bahia. Ihre überwiegender Teil
befindet sich im Domínio da Caatinga, einer Art halbtrockenen Gebietes, in
welcher die Regenfälle selten und unregelmässig und die Vegetationsformen
dem geringen Wasserhaushalt angepasst sind. Das Caatinga erstreckt sich ab
dem Küstengebiet von Ceará und südöstlich von Piaui angefangen bis nördlich
von Minas Gerais ins Landesinnere hinein, wobei es westlich vom
Amazonasgebiet, südlich von der brasilianischen Buschsteppe und östlich vom
Regenwald begrenzt wird.
Seine Pflanzenwelt, welche als xeromophologisch eingestuft wird, zeichnet
sich durch Spezies aus, die sich den Bedingungen des halbtrockenen Klimas
angepasst haben. Es traten Mutationen auf, welche ein sparsameres Umgehen
von Wasser, jenem knappen Rekurs, zulassen, das infolge unvorhersehbarer
Regenfälle und der in der Region vorherrschenden intensiven Hitze als sehr
wertvoll gilt: Blätter wandeln sich in Stacheln um, sind von kleinerer
Oberfläche oder fallen während der Trockenzeit einfach ab. Einige Spezies
haben sich daran gewöhnt Wasser in ihren Geweben aufzuspeichern. Von den
Indios als "Weisser Wald" bezeichnet, setzt sich das Caatinga aus einer
Kombination von vielen mit kurzen und festen Ästen verzweigten Sträuchern,
zahlreichen Kakteenspezies, Neoregelyen sowie grösseren Bäumen wie etwa dem
Umbuh und dem Joazeiro zusammen.
In der halbtrockenen Landschaft, die auch als Sertaneja oder Flachland
Sertaneja bezeichnet wird, stösst man auf Gebirgsregionen und Hochebenen,
die reich an Flussquellen und üppiger Pflanzenwelt sind. In diesen erhöhten
Gebieten garantiert die Präsenz zahlreicher Flüsse, die sich tiefe
Schluchten "Boqueiros" in die Felsen gruben, sowie die andauernden Quellen,
welche von den Wassern der Regenfälle in den unterirdischen
Grundwasseransammlungen ernährt werden, einen Feuchtigkeitsgehalt, der
diesem Ort den Aspekt einer echten Oase inmitten der Trockenheit dieser
Umgebung verleiht.
Im Verlauf des gesamten Küstengebietes vom Nordosten besteht eine konstante
Präsenz an verschiedenartiger Stränden mit weiträumigen Bepflanzungen von
Kokospalmen, welche von kleinen Erhöhungen, Steilküsten, Riffen, Dünen sowie
Sandbänken umgeben sind. Die vom Meere kommenden Winde, die zahlreichen
Flüsse und Lagunen konditionieren die markanten Unterschiede zwischen dem
Küstenklima, welches stets feuchter und frischer als jenes im Landesinneren
vorliegende ist. Der Regenwald, welcher sich einstmals bis nach Rio Grande
so Norte erstreckte, wurde praktisch ausgelöscht und heute sind davon nur
noch geringe erhaltene Gebiete übrig geblieben.
In den weiter südlich gelegenen Flächen wird die Pflanzenwelt des Caatinga
nach und nach vom Domínio do Cerrado eingenommen, während weiter westlich
ein starker Einfluss aus dem Amazonasgebiet spürbar wird, was zu
verschiedenen Übergangszonen mit einer Vielzahl an Landschaft, Tieren und
Pflanzen führt.
Die derzeitig anwesende Fauna ist relativ arm. Das vor allem wegen den
natürlichen Schwierigkeiten beim Überleben in einem fast durchweg
ungeeigneten Umfeld sowie der grossen Gefährdung durch die Jagd, welche
diese durchlebt hat. Einstmals wurde die Region von zahlreichen bereits
ausgestorbene Spezies bevölkert, wie etwa den grossen Säugern der
Pleistozäne (Riesenfaultier, Riesengürteltier, Mastodont, Säbelzahnkatze),
welche heute nur noch in den zahlreichen archäologischen Lagerstätten zu
finden sind. Dinosauries hinterliessen ihre Fährten im Landesinneren von
Paraíba gelegenen Sousa. Vor allem in Piauí können an den Ausgrabungen und
primitiven Malereien jener Orte, welche sich in wichtige Forschungsstellen
und touristische Zentren umwandeln, auf Spuren menschlicher Vorgeschichte
aus Amerika gestossen werden.
Es war auch im Nordosten, wo die portugiesische Entdecker im Jahre 1500
ankamen und dort die anfänglichen Knotenpunkte der brasilianischen Nation
setzten. Kirchen, Festungen, Herrenhäuser inmitten von Festen, Kunsthandwerk
sowie den typischen Gerichten berichten über erlebte Geschichte dieser von
Indios, Farbigen und Europäern sowie variiert und faszinierend gestalteten
Region.
Quelle:
Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen
Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"
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