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Region Norden
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Die nördliche Region, welche
sich aus den Bundesstaaten
Amazonien, Rondônia,
Tocantins,
Amapá und
Roraima
zusammensetzt, entspricht in ihrer Gesamtheit fast der brasilianischen
Fläche des Amazonasgebietes, eines der weiträumigsten noch erhaltenen
natürlichen Gebiete der Welt.
Seit der Eingliederung des Bundesstaates Tocantins im Jahre 1988 stellt die
Region mit ihren mehr als 3.800.00km² annähernd die Hälfte des
Nationalterritoriums dar. Ihre Zusammenstellung stellt allgemein gesehen
eine der grössten neuzeitlichen sedimentären Ebenen dar, welche zwischen
zwei kristallinen und sehr antiken Gebirgsregionen liegen: dem Maçico
Guiano nördlich und dem Zentralen Brasilianischen Hochgebirge südlich.
Im Flachland wird das Szenarium von unzähligen Flüssen und ihren Nebenarmen,
Seen sowie der üppigen und variationsreichen Vegetation der Wälder
gekennzeichnet, welche sich in einem Klima mit hohen Temperaturen und
starken Indizien zu Regenfällen entwickeln. Ihre Ausdehnung von mehr als
3.000km entlang der atlantischen Küste im Osten bis hin zu den Vorgebirgen
der Anden und 2.500km in nordsüdlicher Richtung verleiht ihr den Titel der
grössten Einheit tropischen Fruchtlandes des Planeten sowie des grössten
hydrographischen Beckens.
Den Ufern des Rio Amazonas und seinen Nebenflüssen entlang folgend, stösst
man auf flachgelegene Landflächen aus der Neuzeit, welche von einer Vielzahl
älterer Terrassen bzw. Plateaus umgeben sind, ehe sie die beiden
grenzgebenden Gebirge erreichen, an denen sie auf beachtende Erhöhungen
stossen, welche gleichzeitig die grössten im brasilianischen Relief
darstellen. So etwa der Pico
da Neblina mit seinen 3.000m und der
Monte Roraima mit seinen 2.875m in der Grenzregion zu Venezuela und
Guayana.
Die Pflanzenwelt, welche anfangs als Urwald oder dichter Wald bezeichnet
wurde, ist nicht homogen. Entlang der Flussverläufe besteht eine konstante
Waldpräsenz an den Flussniederungen, welche in den Regenperioden regelmässig
von Überschwemmungen eingenommen werden. Je weiter man in Richtung Norden
oder Süden vorstösst, wird diese Vegetation von weitläufigen
Waldausdehnungen auf festem Boden, halbfeuchten Wäldern, Steppenland sowie
natürlichen Brachland abgelöst. Entlang der atlantischen Küste führt das
konstante Zusammentreffen von Süsswasser der Flüsse mit dem Meer zur Bildung
von Watts und überschwemmten Flächen, in welchen riesige Schwärme an
Wandervögeln Nahrung und sichere Unterkunft finden. Die zahlreiche und
vielfältige Fauna, welche in der gesamten nördlichen Region zu finden ist,
trifft in der phantastischen Konzentration und Verschiedenartigkeit der
Flora auf unverzichtbare Konditionen zum Überleben.
All dieses Zusammenspiel an Leben stellt eine der grössten und reichsten
genetischen Bänke der Welt sowie ein natürlich einzigartiges Erbe dar, in
welchem sich die verschiedensten Rekurse befinden. Deren Reichtum an Wasser
und Mineralien, Holzreservate, Früchte, Samen, Fasern sowie weiteren
Produkten des Waldes müssen zugunsten ihrer Bewohner genutzt werden, welche
sich nach besseren Konditionen von Leben und Entwicklung sehnen. Die an
natürlicher und wilder Schönheit überwältigende Landschaft; die kulturellen
Manifestationen der Indianerstämme, der Einheimischen sowie der
Ufersiedlern; der Reichtum der historischen Zeugen, der Legenden, der Musik
sowie dem Kulinarischen findet man überall. Sie stellen exzellente
Attraktionen für den Ökotourismus dar, welche von Tag zu Tag Besucher aus
ganz Brasilien sowie den verschiedensten Ländern auf der Suche nach Kultur
und erhaltener Natur anziehen.
Quelle:
Auszug aus "Pólos de Ecoturismo - Brasil" - mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung des brasilianischen
Fremdenverkehrsamts © Copyright "Embratur"
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