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Zuckerrohr

   
     

Die Heimat des Zuckerrohrs wird in Indien vermutet, andere Quellen sprechen von Neuguinea, ja sogar von China. Kolumbus nahm auf seiner zweiten Reise Pflanzen nach "Westindien" mit; von Santo Domingo aus eroberte das Zuckerrohr die Karibik und dann Brasilien.

ZuckerrohrfeldDie Zuckerrohrfelder ziehen sich vom Süden Brasiliens bis in den Nordosten. Die Arbeit auf den Feldern ist auch heute noch hart. Meist wird das Rohr von Hand geschnitten, seltener werden die trockenen Felder abgebrannt. Zuckerrohr ist Ausgangsmaterial für die Alkohol-Gewinnung, auch als Benzin-Ersatz verwendet, und für Schnaps, dem allgegenwärtigen Cachaça. Der Ursprung des Wortes Cachaça ist nicht genau bekannt, möglicherweise ist es spanischer, vielleicht auch afrikanischer Herkunft. Bekannt ist der Branntwein aus Zuckerrohr seit der zweiten Hälfte des 16.Jh. Bereits im darauffolgenden Jahrhundert war der Begriff in ganz Brasilien geläufig. Das "Mutterland" Portugal, darauf bedacht, in Brasilien den Konsum des importierten Weinbrands zu erhöhen, war zunächst mit der Produktion von Cachaça nicht einverstanden. Doch nach dem Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755 durfte die Cachaça ohne Einschränkungen hergestellt werden. Die Produktion stieg, das Destillationsverfahren wurde verbessert und das Aroma verfeinert. In Brasilien existieren unzählige Namen für die Cachaça, die immer auch ein Licht auf den Gemütszustand des Konsumenten werfen: geselliger Gastgeber, einsamer, verschämter Trinker, Verführer...

Das Zuckerrohr liefert ausser dem Rohrzucker als Nebenprodukt auch ein Wachs, welches in einigen Ländern, in mässigem Masse ausgenutzt wird. Das Wachs überzieht die Stengel des Rohres und gelangt bei ihrem Ausquetschen in den Rohsaft. Später kann es aus dem Raffinerieschlamm zurückgewonnen werden.

Zuckerrohr
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