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Cashewnüsse
sind die Samen des tropischen Acajou- oder Nierenbaumes, der im
Nordosten Brasiliens beheimatet ist und durch die Portugiesen bereits
im 16.Jh. nach Afrika und Indien gelangte. Die Früchte des Cajú-Baumes
spielten eine wesentliche Rolle in der Ernährung der Tupí-Indianer:
Sie bereiteten Wein aus dem Fruchtsaft und verwendeten die Nüsse
wie Brot. Der Baum wird etwa zwölf Meter hoch und besitzt ledrige,
ovale Blätter. Seine duftenden, rötlichen Blüten stehen in Dolden.
Die Früchte haben einen eigenartigen Aufbau. Die Frucht besteht
aus einem fleischigen, gelb-roten, birnenförmigen Fruchtboden -
"Cajú-Apfel" - an dem der eigentliche Samen, die
Cashewnuss,
sitzt, während der Fruchtboden im Grunde ein, wenn auch in ganz
frischem Zustand schmackhaftes und vielseitig verwendbares "Geschwür"
darstellt. zwischen den Schalen befinden sich ätzend scharfes, schwarzes
Öl, das in einem komplizierten Röstvorgang entfernt werden muss.
Dieses Öl wird in der Plastik- und Lackherstellung verwendet.
Cashewnüsse enthalten 21% Eiweiss und 47% Öl. Sie dürfen nur in geschältem
oder geröstetem Zustand verzehrt werden, da die Schale das giftige
Cardol enthält, dessen Dämpfe noch beim Rösten stark hautreizend
wirken.
Heute ist Cajú vor allem in Afrika und Indien stark verbreitet und
wird dort in grossen Plantagen angebaut. In Brasilien sind die Bäume
im gesamten Nordosten, besonders in Ceará, anzutreffen, wildwachsend
oder in Plantagen.
Aus Cajú lässt sich auch ein sehr feiner, alkoholarmer Wein, die
Cajuína, zubereiten, der jedoch nicht lange haltbar ist. Ausserdem
lässt sich der von den Baumstämmen abgesonderte, milchige Gummi nutzen,
der ebenfalls zur Herstellung von Lacken Verwendung findet.
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Cashewnüsse
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Cashewbaum
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