|
Bereits die
Indianer in Südamerika, die Mayas und Azteken, kannten Kakao. Sie
nannten ihn Xocolatl. Um 600 n. Chr. wurden in Yucatan die ersten
Plantagen gepflanzt. Die Azteken verwendeten die Kakaobohne sogar
als Zahlungsmittel.
Nach der spanischen Eroberung Südamerikas zu Beginn des 16. Jahrhunderts
wurde die Kakaobohne und das Kakaogetränk auch in Europa bekannt.
Die Bohnen wurden per Schiff nach Spanien gebracht. Der Kakao setzte
sich von dort aus als Heissgetränk durch und wurde fortan auch Schokolade
genannt. Könige scheuten keine Kosten um die begehrten Kakaobohnen
zu kaufen.
Zahllose Tiere gehören in das Ökosystem, unter anderem winzige Insekten,
die für die Befruchtung der Blüten sorgen, und Affen, die die Kakaofrüchte
annagen und so die Samen verbreiten. Denn von sich aus fallen die
reifen Früchte nicht zu Boden, auch auf den Plantagen müssen sie
abgeschnitten werden. Die Blüten wachsen direkt aus dem Stamm oder
den grossen Ästen, auf Polstern, so genannten Blütenkissen. Auch
die Kakaofrüchte wachsen direkt aus dem Stamm. Sehr grosse und schwere
Früchte produziert der Kakao, und in ihnen stecken die fett- und
eiweissreichen Samen, die den Grundstoff für unsere Schokolade liefern.
Bei der Kakaoernte werden die reifen Früchte - wie schon vor 500
Jahren - von Hand mit scharfen Messern abgeschlagen. An den Sammelplätzen
öffnen die Erntearbeiter die Früchte mit einem geschickten Schlag
ihrer Buschmesser und lösen die von einer weisslichen Masse - der
Pulpa - umgebenen Samen aus der Schale. Um aus den noch unansehnlichen
Samenkernen hochwertigen Rohkakao entstehen zu lassen, werden sie
einem Gärprozess unterzogen. Die herben Gerbstoffe oxidieren, das
feuchte Fruchtmus löst sich auf und fliesst ab, die Kerne färben
sich dunkel, das typische Kakaoaroma entsteht.
|

Cacau - Kakao
|

Cacau - Kakao-Frucht
|
|
|

















 |