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Der
Cerrado ist das zweitgrösste Ökosystem Brasiliens mit einer Fläche
von ca. 2 Millionen qkm, in der Grösse Westeuropas. Die offenen Landstriche,
die sonst auch als Savannen auftreten, sind normalerweise Grasbewachsene
Ebenen, auf denen vereinzelt kleine Bäume wachsen, z.B. die Mangaba
und Carobeira. Diese Savannen liegen meist auf Hochebenen zwischen
300-600m über dem Meer und ca. 5,5% erreichen Höhenlagen bis zu
900m. Der Winter, der 5-6 Monate andauert, ist durch seine Trockenheit
gekennzeichnet.
Eine solche Landschaft erstreckt sich von den Grenzen von Maranhão
im Nordosten durch Minas Gerais bis hinunter in den Südwesten.
Diese Landstriche haben eine grosse Anzahl exotischer Blumen, etwa
10.000 Arten von Pflanzen und ca. 420 verschiedene Baum- und Straucharten.
Die Pflanzen werden in der Medizin, im Kunsthandwerk und zur Korkherstellung
benutzt.
In der Tierwelt der Cerrados sind 400 Vogel-, 67 Säugetierarten
und etwa 30 verschiedene Typen von Fledermäusen verzeichnet worden.
Doch die Cerrados schwinden schnell. Die Nutzung dieser Landstriche
zu landwirtschaftlichen Zwecken, u.a. für den Anbau von Soja, haben
den verfügbaren Lebensraum für Wildtiere schrumpfen lassen, so dass
z.B. der Mähnenwolf und der Riesenameisenbär, beides einheimische
Tiere, heute vom Aussterben bedroht sind.
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