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Caatingas "Landschaft
der Kakteen", so werden die trockenen Gebiete bezeichnet, wie
z.B. die des Sertão im Nordosten, wo die Vegetation hauptsächlich
aus Kakteen und dornigen Sträuchern besteht, die sich dem Wassermangel
und der extrem Hitze angepasst haben. Diese Landschaft bedeckt fast
den ganzen Nordosten und erreicht eine Fläche von 800.000qkm, die
nur in kleinen Teilen vom Tropenwald oder der Savanne unterbrochen
wird.
Die Vegetation dieser Zone nennen die Indianer
"Weisser Wald (Caatinga)", da sich die in der Trockenzeit
braunen Büsche, Kakteen und kleinen Bäume nach den seltenen, aber
intensiven Regengüssen in weiss blühende, grüne Oasen verwandelt.
Zwei sich von einander wenig abhebende Klimaperioden sind zu beobachten:
heiss und trocken im Winter und Hitze mit Regenfällen im Sommer.
Während der Trockenzeit im August erscheint die Vegetation verdorrt
und ohne Laub. Die Bodentemperaturen können bis zu 60°C ansteigen,
Flüsse, Teiche und der steinige Boden trocknen aus. Da sich die
östlichen Passatwinde am Küstengebirge abregnen und zudem Abfluss
und Verdunstung sehr hoch sind, herrscht hier ein Halbwüstenklima
mit teils nur 300mm Niederschlag im Jahr.
Jedoch erweist sich die Caatinga als ein vielfältiges Ökosystem,
vor allem wegen der Fähigkeit der dort lebenden Wildtiere, wie z.B.
Ameisenbären und Gürteltiere, die sich an die ausserordentliche Dürre
anpassten. Zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten der Caatinga
gehören die Spix-Aras und das dreibändige Gürteltier.
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