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Ursprünglich
bezeichnete man mit "Música Gaúcha" die Musik der Viehhirten
"Gaúchos" aus den Viehzuchtgebieten von Rio Grande do Sul
und den anliegenden Staaten. Hauptinstrument dieser Musik ist die
"Gaita", d.h. eine einfache Form des Akkordeons. Neben Einflüssen
aus den benachbarten Staaten Paraguay, Uruguay und Argentinien finden
sich in der Musik der Gaúchos auch Einflüsse derjenigen Indianer,
deren Vorfahren in den Reduktionen der Jesuiten gelebt haben. Mittlerweile
hat die "Música Gaúcha" eine ähnliche Entwicklung wie die
"Música Sertaneja" durchgemacht und wird heute wie diese
in den Städten und seitens der Mittelschicht angenommen. Allerdings
hat im Gegensatz zu den anderen Regionalmusiken die "Música Gaúcha"
nie eine überregionale Bedeutung gewonnen, sondern ist vielmehr auf
Rio Grande do Sul und die angrenzenden Gebiete beschränkt geblieben.
Ähnlich wie bei der "Música Sertaneja" ist die musikalische
Praxis der Gaúcha Muaik von den ästhetischen Entwicklungen in den
anderen Bereichen der MPB kaum berührt worden. Erst seit den 80er
Jahren gibt es Bemühungen, hier Anschluss zu finden. Bebeto Alves und
der Akkordeonspieler Renato Borghetti sind Beispiele hierfür. Darüber
hinaus versuchen einige Musiker, Elemente der "Musica Sertaneja"
aufzunehmen. |
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