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Die
ziegelgedeckten Häuser und steilen, gepflasterten Strassen Ouro Pretos
wirken, als sei hier die Zeit stehengeblieben. Die Stadt ist ein
eindrucksvolles und lebendiges Zeugnis des brasilianischen Barock.
Aufgrund der grossen Entfernung zum portugiesischen Mutterland und
Schwierigkeiten bei der Einfuhr von Baumaterial stellte der aus Europa
übernommene Stil hohe Anforderungen an die Kreativität der einheimischen
Künstler.
Der genialste unter ihnen war der Architekt und Bildhauer Antônio
Francisco Lisboa, der Aleijadinho "Krüppelchen" genannte wurde und trotz
seiner Behinderung wie ein Besessener arbeitete. Der Inspiration dieser
Künstler ist das prächtige Ensemble von Palästen, Bürgerhäusern und
Kirchen zu verdanken, die Ouro Preto bis heute prägen.
In unmittelbarer Nachbarschaft zu Ouro Preto beherbergt die Stadt Mariana
ebenfalls aussergewöhnliche Stücke, darunter die Hauptwerke von Manuel da
Costa Ataíde, des grossen Malers des brasilianischen Barock.
Das sollten Sie unbedingt sehen:
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Gesamtansicht:
Im Hintergrund ist die Igreja Nossa Senhora do Carmo zu sehen, die
1772 von Manuel Francisco Lisboa, dem Vater Aleijadinhos, errichtet
und vom Sohn erweitert wurde |
Casa dos Contos:
1783 als privates Wohnhaus entstanden, diente das Gebäude
zeitweise als Münze. Heute ist ein Teil des Gebäudes im Stil des
18.Jahrhunderts eingerichtet und beherbergt das Museu da Moeda
"Münzmuseum" |
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Typische Bebauung:
Augrund der Hanglage entsteht eine verdichtete Perspektive |
Igreja de São
Francisco de Assis:
Die Kirche wurde von Aleijadinho 1766 errichtet. Die Deckengemälde
stammen von Manuel da Costa Ataíde |
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Typische Fassade:
Teil des besterhaltenen Ensembles reiner Kolonialarchitektur in
Brasilien |
Quelle: mit freundlicher
Unterstützung und Genehmigung der
Brasilianischen Botschaft in Berlin - Copyright © 2005
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Bildband
"Historische Städte von Minas Gerais"
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