BRASILIEN IN XXL - REISEN & INFORMATIONEN                   



  
 STARTSEITE

 
   REISEPROGRAMME 

 
   FLÜGE NACH BRASILIEN

   HOTELS & POUSADAS

 
   BRASIL DELUXE

 
  MIETWAGEN

 
  MIETWAGENTOUREN

 
  INCENTIVE & EVENTS

 
  SEHENSWERTES

 
   KARNEVAL

 
  REISETIPS & INFOS

 
  REISEVERSICHERUNGEN

____________________________

    DAS LAND BRASILIEN

    LEBEN IN BRASILIEN

 
 
 GESCHICHTE

 
 
 BEVÖLKERUNG

 
  BILDUNG, KULTUR & KUNST

 
 
 KULINARISCHES

 
 
 POLITIK

 
  
WIRTSCHAFT

 
 
 INDUSTRIE & HANDEL

 
  BUSINESS-SERVICE

____________________________

    BILDBÄNDE

 
  
GUIAS & KARTEN

 
  
BÜCHER

 
 
 UNSER SERVICE

 
 
 KONTAKT

 
 
 DATENSCHUTZ

 
 
 ANBIETERKENNZEICHEN

Kunst und Kultur in Bahia

   
     

Unter bahianischer Kultur wird fast immer die afrobrasilianische Kultur an der Küste des Bundesstaates, im Recôncavo und vor allem in Salvador verstanden. Doch innerhalb Bahias existieren - vereinfacht gesehen - zwei Strömungen: die afrikanisch inspirierte Kultur der Küste und die stärker portugiesisch-indianisch beeinflusste Nordost-Kultur des Inlandes.

Der frühe bahianische Barockstil ist noch stärker am portugiesischen Vorbild orientiert als die später im Goldrausch errichteten Kirchen in den Minengebieten des Südostens. So wurden viele Baupläne noch in Nordportugal konzipiert und teilweise in Rom vom Vatikan abgesegnet. Neben den Architekten und Facharbeitern aus dem Mutterland kamen auch Baumaterialien, insbesondere die berühmten weissblauen Kacheln "Azulejos" und Marmorsteine aus Übersee.

Auffällig ist, dass der Tropen-Barock von den damaligen Reisenden, die sonst umfangreiche, genaue Beschreibungen aus der Neuen Welt lieferten, kaum registriert wurde. Wenn, dann wurden die Bauten als Beispiele aufgepfropfter europäischer Kultur betrachtet, als "überladene Monumente von schlechtem Geschmack oder populären Aberglaubens".
Es entwickelten sich auf der Grundlage europäischer Vorbilder ein eigenständiges brasilianisches Kunstschaffen. Einheimische Facharbeiter, Maurer, Zimmermänner, Tischler, Bildhauer und Maler, ersetzten immer häufiger die Handwerker und Künstler aus dem Mutterland.

Die Barockbauten des historischen Zentrums von Salvador wurden 1985 von der UNESCO zum schützenswerten Kulturgut erklärt und stehen seitdem unter Denkmalschutz. Viel zu lange aber wurde für Erhaltung des "grössten Barockslums der Welt" so gut wie nichts getan, wie Gilberto Gil, der ehemalige Kultursekretär aus Bahia, frotzelt. Erst im Jahre 1993 begann der damalige Gouverneur Antônio Carlos Magalhaes mit seinem ehrgeizigen Restaurierungsprogramm. Gemäss offizieller Version wurden mittlerweile mehr als 345 Häuser restauriert und der ehemalige Rotlichtbezirk ist zum bevorzugten Ausgehviertel avanciert.

Die afrikanische Kultur
Barock in Bahia, das ist auch die Überschwänglichkeit und der Prunk der Feste und Prozessionen, welche vor allem die Afrikaner und ihre Nachkommen in Brasilien behielten.

Während der Kolonialzeit gab es in den Städten eine strenge räumliche Trennung zwischen den Rassen: Die Strasse gehörte den Sklaven, Afrikanern und Mischlingen und wurde von den Portugiesen gemieden. Es galt als unfein, sich länger als notwendig dort aufzuhalten. Die Familien der Kolonisatoren verbrachten den grössten Teil ihres Lebens in den Häusern. Folge dieser Apartheid war, dass sich die Strassen in Salvador für die afrobrasilianische Bevölkerung zu einem relativ freien Raum entwickelten, in dem sie ihre Traditionen wenigstens zeitweise ausserhalb der direkten Kontrolle der Kolonialmacht ausüben konnten.

In Brasilien heisst es, dass die vielen Feste in Bahia zum Arbeiten keine Zeit liessen. Tatsächlich finden von Anfang Dezember bis zum Beginn der Fastenzeit jede Woche in einem anderen Stadtteil Salvadors oder im Recôncavo die traditionellen Lavagens statt. Diese "Reinigung der Kirchentreppen" sind tief im religiösen und profanen Alltag verwurzelt. Dieses ursprünglich nur wenige Stunden dauernde Ritual hat sich längst zu einem mehrtägigen Volksfest ausgeweitet. An Hunderten von Stränden wird Bier ausgeschenkt, geflirtet und getanzt. Zu den Lavagens kommen noch eine grosse Zahl von Konzerten, Shows und anderen kulturellen Veranstaltungen während der brasilianischen Ferienzeit hinzu. Fünf Tage Karneval im Februar oder März bilden schliesslich den Höhepunkt und läuten das Ende des Sommers ein.


Kirche Sao Francisco

  Übersicht
Festival Folclórico Parintins
Círio de Nazaré
Traditionen in Maranhão
Kultur - Recife & Olinda
Bahia Kultur
Kulturführer - Brasília
Kunst Minas Gerais
Kulturführer Rio de Janeiro
Kulturführer - São Paulo
Música Gaúcha


Kunsthandwerk Bahia
Musica Baiana
Casa do Brasil-Sprachschule

Copyright © brasilien.de ReiseService 1999-2011 Brüel