BRASILIEN IN XXL - REISEN & INFORMATIONEN                   



  
 STARTSEITE

 
   REISEPROGRAMME 

 
   FLÜGE NACH BRASILIEN

   HOTELS & POUSADAS

 
   BRASIL DELUXE

 
  MIETWAGEN

 
  MIETWAGENTOUREN

 
  INCENTIVE & EVENTS

 
  SEHENSWERTES

 
   KARNEVAL

 
  REISETIPS & INFOS

 
  REISEVERSICHERUNGEN

____________________________

    DAS LAND BRASILIEN

    LEBEN IN BRASILIEN

 
 
 GESCHICHTE

 
 
 BEVÖLKERUNG

 
  BILDUNG, KULTUR & KUNST

 
 
 KULINARISCHES

 
 
 POLITIK

 
  
WIRTSCHAFT

 
 
 INDUSTRIE & HANDEL

 
  BUSINESS-SERVICE

____________________________

    BILDBÄNDE

 
  
GUIAS & KARTEN

 
  
BÜCHER

 
 
 UNSER SERVICE

 
 
 KONTAKT

 
 
 DATENSCHUTZ

 
 
 ANBIETERKENNZEICHEN

Kunst der Indianer

   
     

Ein oft als lediglich dekorativ verkannter Sektor ist die noch lebendige Kunst der Indianer Brasiliens. Sie ist jedoch nur teilweise erlebbar, da die in ihren ursprünglichen Lebensformen noch existierenden Stämme sehr weit zurückgedrängt sind. Ihre Kunst und Handfertigkeit ist nur in Museen, Sammlungen oder Ausstellungen zu bewundern, aber auch teilweise im Handel.

Zur Zeit der Ankunft der Portugiesen gab es eine dünne Besiedlung des riesigen Landes. An der atlantischen Küste und in den Flussbecken des Landesinneren trafen die Portugiesen auf Kulturen von erstaunlich gleichartiger Entwicklungsstufe. Diese Stämme wurden aufgrund der vorherrschenden Sprache als Tupiguarani bezeichnet. Ihre Wohnplätze legten sie, auch wenn sie vornehmlich Jäger und Sammler waren, meist im Wald an, wo sie Rodungen für Ackerbau vornahmen. Was man von ihnen noch kennt, ist hauptsächlich ihre Keramik. Vielfach gab es auch hier Graburnen für Zweitbestattung, ebenso Gefässe zum Aufbewahren ihrer Ernte. Daneben fertigten sie etwa auch Pfeilspitzen, Pfeifenköpfe und einfache Schmuckstücke an. Die Töpferscheibe blieb weiterhin unbekannt. Der Dekor der Keramik war meist recht einfach. Nach den ersten Kontakten mit Europäern wurden die Indianer bald von Händlern besucht, die ihre Kunst als Wertobjekte begriffen, die man im Tauschhandel erwerben und anschliessend als Kuriositäten oder Sammlerstücke in Brasilien und im Ausland weiterverkaufen konnte.

Die Indianer sind berühmt für vielerlei Kunsthandwerk. Das Gefieder der Waldvögel wird zu Halsbändern, Armreifen, Ohrringen, Kopfbedeckungen, Capes und Decken verarbeitet. Angehörige einiger Stämme rupfen die Federn einer Vogelart z.B. der Aras, aus und bestreichen die gerupfte Haut des Tieres mit einer Pflanzenfarbe, so dass die nachwachsenden Federn eine neue Farbe erhalten. Die Mitglieder bestimmter Stämme benutzen auch Farben und Tätowierungen, um ihre Körper zu verzieren.

Die Kunst der Körperbemalung spielt bei den mit ihren Traditionen verhafteten Stämmen eine wichtige Rolle. Mit ihr steigern sie ihre körperliche Schönheit, betonen ihren Unterschied zu anderen Lebewesen und ihre Stammeszugehörigkeit; es wird ebenso Zugehörigkeit zu bestimmten Altersstufen signalisiert, die durch Prüfungen und grosse rituelle Feste die jungen Männer und Mädchen sowie bestimmte Würdenträger heraushebt. Die Körperbemalung gehört daher zu den spezifischen künstlerischen Formen im Leben der brasilianischen Indianer.

Die eigensten, schönsten und wirklich künstlerischen Gattungen der Indianerkunst in Brasilien sind nächst den mehr praktischen Dingen wie Rudern, kleinen Bänken mit Tierformen und ähnlichen Geräten die vielen Arten von Federschmuck, Körperbemalung, Keramik, Flechtarbeiten von Körben und Matten, Masken und Weberei. Die Keramik zeigt im allgemeinen die rotbraune Farbe des Tons. Bei manchen Stämmen wird die Oberfläche weiss oder schwarz bemalt und mit Mustern, teilweise auch mit figürlichen Zeichnungen versehen. Eine Besonderheit bilden die Vasen und Tonfiguren der Karajaindianer am Rio Araraguia. Die älteren Stücke, vornehmlich solche, die Frauen darstellen, erinnern in ihrem ausgeprägten "Venustyp" an prähistorische Beispiele. Manchmal sind auch phantastische Wesen, Figuren mit drei Oberteilen sowie grossformatige Gefässe in Papageienform modelliert worden. All diesen Darstellungen liegt, soweit bekannt, kein religiöser oder mythischer Motivkreis und Antrieb zugrunde. Man muss annehmen, dass sie, entsprechend dem kindlich-fröhlichen Wesen der Indianer, aus der reinen Schaffensfreude des "Homo ludens" entstanden sind. Die Karajaindianer sind heute nicht mehr von der Zivilisation abgeschlossen und arbeiten daher auch zum Verkauf ihrer "Licocó" genannten Figuren, die immer noch mit reicher Phantasie und mehr oder weniger gut ausgeführt, nun meist dauerhafter gebrannt, hergestellt sind. Ihre Arbeiten kann man in den Läden der "Funai", des Indianerschutzdienstes, in Belém und Manaus, in Rio de Janeiro und São Paulo finden.
 


Urne der Indios 
 Urne der Indios

 

  Übersicht
Kunstgeschichte
Zeittafel zur Kunst
Karikatur
Malerei & Naive Kunst
Volkskunst
Indianer-Kunst

Copyright © brasilien.de ReiseService 1999-2011 Brüel