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Brasilianische Kunst

   
     

Die Blütezeit der brasilianischen Architektur und Kunst begann etwa ab Mitte des 17.Jh. mit der Errichtung der monumentalen Jesuitenkirche von Salvador (1657). Die meisten Bauten entstanden im Auftrag der Jesuiten-, Franziskaner- und Benediktinerorden, die prunkvolle Ausstattung der Kirchen nahm mit den grossen Goldfunden ab 1695 zu, besonders in Minas Gerais. Auf dem Gebiet der Malerei war Minas Gerais ebenfalls führend, besonders wertvoll sind die Kirchengemälde von Manuel da Costa Ataíde. Die Kirchen von Ouro Preto sind neben den Kirchen der damaligen Hauptstadt Salvador das architektonisch Wertvollste, was Brasilien bis heute zu bieten hat, viele verbinden mit dem Namen des Bildhauers Antônio Francisco Lisboa, liebevoll auch Aleijadinho, kleiner Krüppel genannt.
 

Kirchengemälde von Manuel da Costa Ataíde in der Igreja de Nossa Senhora do Carmo - Ouro Preto (Minas Gerais)
Kirchengemälde von Manuel da Costa Ataíde in der Igreja de Nossa Senhora do Carmo - Ouro Preto

Kirchengemälde von Manuel da Costa Ataíde in der Igreja de Santo Antonio - Santa Bárbara
Kirchengemälde von Manuel da Costa Ataíde in der Igreja de Santo Antonio - Santa Bárbara

Die brasilianische Kunst ist untrennbar mit dem brasilianischen Licht und eng mit den Trends und Moden anderer Länder verbunden. Ist das Licht ein Charakteristikum der brasilianischen Kunst, so ist die Originalität ihrer herausragenden Künstler ein anderes. 1922 lösten sich die Künstler nach der Woche der Modernen Kunst in São Paulo von der akademischen Tradition Europas - ein Wendepunkt für die Geschichte der brasilianischen Kunst. Man gab nun einheimischen Themen den Vorrang vor europäisch beeinflussten Inhalten. Einige von Brasiliens führenden Künstlern gehörten einer heterogenen Bewegung an, die als die "Gruppe der 19" bezeichnet wurde. Diese Künstler stellten erstmals Ende der vierziger Jahre in der Galerie Prestes Maia in São Paulo aus.

VolkskunstKünstler, die in anderen Ländern geboren wurden, aber in Brasilien eine zweite Heimat gefunden haben, konnten zum Teil grossen Einfluss auf das kulturelle Leben des Landes nehmen. Der aus Japan stammende Toyota schuf die leuchterförmige Skulptur aus Stahlstäben vor dem Hotel Mofarreij Sheraton in São Paulo und sein Mobile im 20 Stockwerke hohen Atrium des Maksoud Plaza Hotels. Er setzte damit einen brillanten Akzent.

Die Gegenwartskunst lässt sich immer weniger einheitlich bestimmen. Nach Phasen der "Neuen Objektivität" in den 60er Jahren, den nachfolgenden Moden des Happenings und der Performance sowie der Post-Moderne in den 80er Jahren lässt sich heute kein entsprechendes Schlagwort mehr finden.

 

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