BRASILIEN IN XXL - REISEN & INFORMATIONEN                   



  
 STARTSEITE

 
   REISEPROGRAMME 

 
   FLÜGE NACH BRASILIEN

   HOTELS & POUSADAS

 
   BRASIL DELUXE

 
  MIETWAGEN

 
  MIETWAGENTOUREN

 
  INCENTIVE & EVENTS

 
  SEHENSWERTES

 
   KARNEVAL

 
  REISETIPS & INFOS

 
  REISEVERSICHERUNGEN

____________________________

    DAS LAND BRASILIEN

    LEBEN IN BRASILIEN

 
 
 GESCHICHTE

 
 
 BEVÖLKERUNG

 
  BILDUNG, KULTUR & KUNST

 
 
 KULINARISCHES

 
 
 POLITIK

 
  
WIRTSCHAFT

 
 
 INDUSTRIE & HANDEL

 
  BUSINESS-SERVICE

____________________________

    BILDBÄNDE

 
  
GUIAS & KARTEN

 
  
BÜCHER

 
 
 UNSER SERVICE

 
 
 KONTAKT

 
 
 DATENSCHUTZ

 
 
 ANBIETERKENNZEICHEN

Zoll- und Steuersystem

   
     

Die Rolle des Zollagenten bei der Wareneinfuhr
Der Warentransport und die zollmässige Importabwicklung sind in Brasilien zwei  getrennte Bereiche. Die meisten Speditionen beschäftigen daher sogenannte Despachantes innerhalb des Unternehmens oder arbeiten eng mit auf diesem Sektor spezialisierten Büros zusammen. Der Despachant ist ein staatlich geprüfter und eingetragener Zollagent. Eine formelle Vollmacht, erteilt vom Importeur, autorisiert den Despachant, seine Auftraggeber gegenüber allen Behörden zu vertreten.

Die Einfuhrerklärung (Declaração de Importação, oder kurz D.I.) darf lediglich vom Inhaber der importierenden Firma, seinem Prokuristen oder einem Despachant unterschrieben werden. In den meisten Fällen übernimmt der Letztere diese Aufgabe.

Diese Konstellation erschwert die Kalkulation von Frei - Haus - Transporten nach Brasilien. In vielen Fällen darf der Spediteur mittels seines Despachanten die Verzollung nicht vornehmen, weil diesem die entsprechende Prokura des Importeurs fehlt. Der Haus - Despachante der importierenden Firma wird hingegen kaum seine Tarife enthüllen, so dass eine exakte Transportofferte, "frei Haus" nur schwer erstellt werden kann.

Bei der Nationalisierung, d.h. der endgültigen Einfuhr von ausländischen Waren, werden in Brasilien folgende Zölle und Steuern erhoben:

I.I. (Imposto sobre Importação)
Einfuhrzoll

I.P.I. (Imposto sobre Produtos Industrializados)
Steuer auf industrialisierte Produkte

ICMS (Imposto sobre circulação de mercadorias e serviços)
Steuer auf Waren- und Dienstleistungsumlauf

Steuern und Zölle werden akkumuliert berechnet. Das anschließende Beispiel soll dies verdeutlichen:

Ein 20' Container einer beliebigen Ware, Versand per Seeschiff von Bremen nach Santos, Endbestimmung São Paulo.

Warenwert FOB Bremen EUR 50.000,00
Seefracht Bremen/Santos EUR 1.200,00
Versicherung (0,5 %, berechnet auf den FOB-Wert + Seefracht) EUR 256,00
CIF-Wert EUR 51.456,00

Berechnungsgrundlage ist der CIF-Wert der Sendung. Die Transportversicherung wird stets mit 0,5 % angesetzt, auch wenn der wahre Wert der stets in Brasilien einzudeckenden Versicherung davon abweichen sollte.

Die gültigen Zoll- und Steuersätze für diese Sendung belaufen sich auf:

(Übertrag CIF-Wert) EUR 51.456,00
I.I., 20 % berechnet auf den CIF-Wert EUR 10.291,20
I.P.I., 8 % berechnet auf den CIF-Wert + I.I EUR 4.939,78
ICMS, 18 % auf den CIF-Wert + I.I. + I.P.I. EUR 12.003,66
Warenwert CIF Santos verzollt EUR 78.690,64

Die Höhe der ICMS wird von den Bundesstaaten festgesetzt und liegt zwischen 12 und 25%, in São Paulo in der Regel bei 18%. Da unsere Beispielsendung in Santos zum Verbleib im Bundesstaat São Paulo verzollt wird, beträgt der Satz 18 %. Bis zur Freistellung der Sendung fallen noch folgende Kosten an:

SDAS: Gebühr der Zolldeklaranten-Gewerkschaft, Santos (zwischen EUR 70,00 und EUR 130,00, abhängig vom CIF-Wert)
Hafenumschlagsgebühren etwa EUR 100,00 pro 20' Container, abhängig vom benutzten Terminal.

Lagergeld von ca. 0,65 %, berechnet auf den CIF-Wert der Sendung, zahlbar pro Lagerperiode von 15 Kalendertagen. Es spielt hier keine Rolle, ob die Sendung lediglich einige Stunden oder die vollen 15 Tage gelagert war!

AFRMM:
Abgabe zur Modernisierung der brasilianischen Handelsmarine in Höhe von 25 %, berechnet auf den Seefrachteintrag im B/L.

Das vereinbarte Honorar des Despachante.

Die Zahlung aller o.g. offiziellen Abgaben muß sofort in bar oder per Scheck erfolgen, die I.I. wird direkt vom Konto des importierenden Unternehmens abgebucht. Zur Zeit sind in Santos zwischen 2 und 4 Werktagen für eine normale Verzollung zu veranschlagen.

Schließlich soll die Sendung dem Endempfänger in São Paulo zugestellt werden, d.h. es fallen LKW-Fracht, Ad Valorem (Pflichtversicherung, die LKW-Unternehmer einzudecken haben, durchschnittlich 0,15 % auf den CIF-Wert der beförderten Sendung), sowie Mautgebühren auf der Autobahn von Santos nach São Paulo an.

Copyright © AHK-São Paulo - Câmara de Comércio e Indústria Brasil-Alemanha 2003

  Übersicht
AHK - São Paulo
Blumenhandel
Firmengründung
Erwerb von Immobilien
Industrieautomatisierung
Pharmaindustrie
Erdölindustrie
Stromsektor
Schiffbauindustrie
Telekommunikation
Wareneinfuhr
Besteuerung der Gewinne
Eintragungspflicht
Importdokumente
Gespendete Güter
Zoll- & Steuersystem
Zollager DAP
Zahlungsverkehr

Copyright © brasilien.de ReiseService 1999-2010 Eichstetten