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Verschiedene Gründe
erklären dieses wachsende Interesse brasilianischer Unternehmen für
die Industrieautomatisierung. Für Octaviano Silva von Festo geht es
normalerweise um bessere Qualität und höhere Produktivität. Aber
heute ist auch die Flexibilität wichtig: "So lässt sich besser in
Übereinstimmung mit der Nachfrage oder mit Kundenwünschen
produzieren". Laut Meva Duran, Solution Engineer im Supply Chain
Management bei SAP, ist es die Möglichkeit, schnell auf Änderungen
reagieren zu können, die die Unternehmen dazu bringt, zu den
SAP-Programmen überzugehen, welche die gesamte Lieferkette vom
Rohstofflieferanten zum Verbraucher einschliessen.
Manfred Hattenberger, Geschäftsführer für die Vermarktung von
Automatisierungsprodukten bei ABB, bestätigt, dass die Unternehmen
eine bessere Kontrolle über den Produktionsprozess gewinnen wollen,
betont aber, dass die Vorteile von Branche zu Branche sehr
unterschiedlich sind. "Die Unternehmen im Bereich Papier und
Zellulose, die recht stark automatisiert sind, investieren viel, um
nur 1% oder 2% Umsatzsteigerung zu erzielen", so sein Beispiel
Glücklicherweise wird ein grosses Hindernis bei der Automatisierung
derzeit überwunden. Das Ende der Marktzugangsbeschränkungen zu
Beginn der 90er und die technologische Entwicklung haben die Kosten
der Industrieautomatisierung drastisch gesenkt. "Eine
Automatisierung von 10.000 Punkten, die früher US$ 1 Mio. kostete,
gibt es heute für US$ 200.000", so Hattenberger, wobei jeder Punkt
einem Arbeitsgang im Produktionsprozess entspricht - so ist die
Anpasung der Motorgeschwindigkeit z.B. ein Punkt. "Automatisierung
ist erschwinglicher geworden", sagt auch Meva Duran von SAP. Nach
ihren Berechnungen sind die Kosten für Automatisierungsanlagen in
den letzten fünf Jahren um 50% bis 70% gefallen.
Auszug aus: "Brasil - Alemanha" ANO 10 N°2" - Sônia
Salgueiro
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Paulo - Câmara de Comércio e Indústria Brasil-Alemanha 2002
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