° Email-Kontakt       ° Phone: +49-38483-291974       ° Fax: +49-38483-291975



  
 STARTSEITE

 
   REISEPROGRAMME 

    REISEPORTAL


 
   FLÜGE NACH BRASILIEN

   HOTELS & POUSADAS

 
   BRASIL DELUXE

 
  MIETWAGEN

 
  MIETWAGENTOUREN

 
  INCENTIVE & EVENTS

 
  SEHENSWERTES

 
   KARNEVAL

 
  REISETIPPS & INFOS

 
  REISEVERSICHERUNGEN

____________________________



 
   GESCHICHTE

 
 
 BEVÖLKERUNG

 
  BILDUNG, KULTUR & KUNST

 
 
 KULINARISCHES

 
  
WIRTSCHAFT

 
 
 INDUSTRIE & HANDEL

 
   BUSINESS-SERVICE

____________________________

    BILDBÄNDE

 
  
GUIAS & KARTEN

 
  
BÜCHER

 
 
 UNSER SERVICE

 
 
 KONTAKT

 
 
 DATENSCHUTZ

 
 
 ANBIETERKENNZEICHEN

Geschichte des Bundesstaates Mato Grosso

   
     

"Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land". So beschrieb Präsident Emílio Gorrastazu Medici in den frühen 70er Jahren das unzivilisierte, wilde Grenzgebiet im Westen Brasiliens, wo Landarbeiter lebten, die aus dem übervölkerten Süden zugezogen waren. Dies war niemals ein Land ohne Menschen. Die ersten Bandeirantes (Pioniere), die sich auf der Suche nach Gold ihren Weg flussaufwärts nach Cuiabá, der Hauptstadt Mato Grosso, erzwangen, entdeckten in den 20er Jahren des 18.Jh. einen Dschungel, bewohnt von Indianerstämmen. Cuiabá war die erste Siedlung im Westen, die 1719 von Sklavenjägern aus São Paulo gegründet wurde, die auf Gold- und Diamantenlager stiessen. Der Ansturm von Goldsuchern machte Cuiabá zur drittwichtigsten Stadt Brasiliens während der Kolonialzeit. 100 Jahre zuvor schon war sie als Hauptlieferant von exotischen Vogelfedern an Pariser Hutmacher zu Ansehen gekommen.

1890 unternahm Cândido Mariano da Silva Rondon eine militärische Aktion, um Cuiabá telegraphisch mit der Küste zu verbinden; eine Herkulesarbeit, die das Ziel hatte, das Bewusstsein der Bevölkerung für den Dschungel und seine Indianerstämme aufzurütteln. 1907 gab sein Einverständnis, Cuiabá mit Porto Velho, der Hauptstadt Rondônias, zu verbinden, indem man in nördlicher Richtung quer durch nicht kartographiertes Indianergebiet stossen wollte. Es wurde jedoch die Bedingung gestellt, dass Rondons Männer während des achtjährigen Einsatzes eine Untersuchung über Ethnographie, Tier- und Pflanzenwelt durchführen sollten. Der von Indianerpfeilen durchlöcherte Sattel Rondons ist als Beweis für ersten Kontakt mit den Indianern übrig geblieben. Sein Idealismus trug den Sieg über feindselige Indianerstämme und blutrünstige weisse Waldläufer davon. Rondons Ansehen, das er später erwarb, als er den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt auf einer Amazonasexpedition begleitete, ermöglichte es ihm, 1910 den ersten Indianerschutzservice zu gründen.

Im Bundesstaat Mato Grosso liegt das 1961 gegründete Reservat Parque Indígena do Xingu, ein 22.000km² grosses Territorium. Hier leben 16 Indianerstämme, die vier verschiedene Sprachen sprechen und in den vergangenen Jahrhunderten aus anderen Landesteilen auf der Flucht vor Siedlern einwanderten oder wie die Kren-Akrore zwangsweise hierher umgesiedelt wurden. Bis zur Erschliessung der Region durch Strassen (ab 1970), waren die Ureinwohner hier durch Stromschnellen vor Eindringlingen geschützt. Zwei Brasilianer, Geschäftsleute, haben sich besondere Verdienste um die ethnischen Minderheiten am Xingu-Fluss erworben. Die Brüder Villas-Bôas betrieben von 1946 bis 1973 einen Verwaltungs- und Handelsposten am Alto-Xingu, der sicherlich viel zum Frieden in der Gegend beigetragen hat. Ihnen verdanken die Völker das weitgehend intakte Reservat. Die Xingu-Völker haben sich in die neue Zeit integriert, ohne ihre kulturelle Identität aufzugeben. Ende des 19.Jh. siedelten etwa 3.000 Menschen in dem Gebiet. Bis zur Mitte des 20.Jh. ging ihre Zahl durch Grippe-, Masern- und Malaria-Epidemien auf unter 1.000 zurück; nun schätzen die Xinguanos selbst die Reservatsbewohner auf über 3.500 Personen, die Hälfte davon jünger als 15 Jahre.

Zusammen mit dem im Norden angrenzenden Bundesstaat Goiás sind Mato Grosso und Mato Grosso do Sul heute Brasiliens Rinder- und Sojastaaten.

 

Copyright © brasilien.de ReiseService 1999-2012 Brüel