° Email-Kontakt       ° Phone: +49-38483-291974       ° Fax: +49-38483-291975



  
 STARTSEITE

 
   REISEPROGRAMME 

    REISEPORTAL


 
   FLÜGE NACH BRASILIEN

   HOTELS & POUSADAS

 
   BRASIL DELUXE

 
  MIETWAGEN

 
  MIETWAGENTOUREN

 
  INCENTIVE & EVENTS

 
  SEHENSWERTES

 
   KARNEVAL

 
  REISETIPPS & INFOS

 
  REISEVERSICHERUNGEN

____________________________



 
   GESCHICHTE

 
 
 BEVÖLKERUNG

 
  BILDUNG, KULTUR & KUNST

 
 
 KULINARISCHES

 
  
WIRTSCHAFT

 
 
 INDUSTRIE & HANDEL

 
   BUSINESS-SERVICE

____________________________

    BILDBÄNDE

 
  
GUIAS & KARTEN

 
  
BÜCHER

 
 
 UNSER SERVICE

 
 
 KONTAKT

 
 
 DATENSCHUTZ

 
 
 ANBIETERKENNZEICHEN

Geschichte des Bundesstaates Maranhão

   
     

Im Jahre 1612 entstand in Maranhão, im Auftrag von König Louis XIII., die einzige französische Provinzhauptstadt Brasiliens, São Luis. Doch schon 1615 übernahmen die Portugiesen das Fort und blieben fortan, von einem holländischen Intermezzo zwischen 1641 und 1644 abgesehen, die eigentlichen Machthaber. Eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit erlebte die Stadt im 18. und 19.Jh.: Zuckerexport und Wollhandel florierten und liessen um 1850 das sogenannte "Athen Brasiliens" nach Rio, Salvador und Recife zur viertreichsten Stadt des Landes werden. Mit dem Verbot der Sklaverei im Jahre 1888 begann jedoch eine Phase wirtschaftlicher Niedergangs, von der sich der heute fast ärmste Bundesstaat Brasiliens nie wieder erholt hat.

Heute zählt São Luis etwa 700.000 Einwohner. An den Kais haben sowohl betagte Personenfähren als auch eine moderne Aerobarco-Fähre nach Alcântara ihre Anlegestellen. Die Schiffsverbindung erleichtert den Tagesausflug zu dem im 17.Jh. auf dem gegenüberliegenden Festland erbauten Kolonialstädtchen. Alcântara diente Aristokraten und reichen portugiesischen Grundbesitzern als Wohnsitz. In der Folge des wirtschaftlichen Niedergangs, verliessen die Bewohner ihre schönen Sobradoes, um in die "neureichen" Machtzentren zu ziehen. In dem vom Verfall gekennzeichneten Ort wurde erst 1988 elektrisches Licht installiert, als der brasilianische Staat hier eine Raketenabschussbasis zu errichten begann.
 
Alcântara zählt gegenwärtig nur noch viertausend Einwohner. Die Stadt diente eine Zeitlang als Strafkolonie. Ehemalige Gefangene haben sich später dann häuslich niedergelassen. In der zweiten Junihälfte steht ganz Maranhão und besonders São Luis im Zeichen der heiteren São-João-Feiern. Dann zieht eine ausgelassene Menschenmenge trommelnd, singend und tanzend durch die Altstadt und vergnügt sich mit dem beliebten Volksspiel Bumba-meu-boi. Der Stier, der "Boi Estrela", wird von einem Tänzer dargestellt, der unter einem mit bunten Glasperlen und Pailletten verzierten Pappmaschee-Kostüm steckt. Als Symbol für Reichtum sieht er sich verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt, die possenhaft-derb inszeniert werden.

 

Copyright © brasilien.de ReiseService 1999-2012 Brüel