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Joinville wurde vor 152 Jahren von Einwanderern aus verschiedenen
europäischen Ländern gegründet, die nach Brasilien gekommen waren, um hier
ein neues Leben anzufangen. Dass die Mühen und Anstrengungen dieser
Menschen sich gelohnt haben, stellt man fest, wenn man heute Joinville
besucht.
Am 09.03.1851 erreichte das Schiff "Barca Colón" mit Einwanderern aus
Deutschland, aus der Schweiz und aus Norwegen die Mündung des Rio
Cachoeira. In dieser Region, die früher "Colônia Dona Francisca" genannt
wurde, sollten auch ursprünglich die Kaingang-Guarani- und Tupi-Indianer
gelebt haben.
Das Gebiet um Joinville war Bestandteil des Mitgiftes der Eheschliessung
der brasilianischen Prinzessin Francisca Carolina, Tochter des Kaiser Dom
Pedro I. mit dem französischen Prinzen François
Philippe de Joinville, Sohn des Königs Luís XV. Der Prinz zog es jedoch
vor, den Landbesitz an die Hamburger Kolonialgesellschaft für die
Ansiedlung europäischer Einwanderer zu verpachten, eine Einrichtung, die
sich um die Einwanderer kümmerte.
Das kleine Dorf hatte sich aber bereits auf die königliche Familie mit dem
Bau eines Palastes im europäischen Kolonialstil vorbereitet, der "Palácio
dos Príncipes" genant wurde.
Der erste Besitzer des Palastes wurde ein Bevollmächtigter des Kaisers:
Frederico Brüstlein. Die mit Palmen geschmückte Allee "Alameda Brüstlein",
auch als Rua das Palmeiras bekannt, ist eine Hommage an ihn.
Kurze Zeit nach ihrer Gründung hatte Joinville schon das Herz ihrer
Gründer endgültig erobert. Aus der Heimat hatten die Einwanderer die Liebe
zu den Blumen und zu den Gärten mitgebracht. Bereits 1906 verlieh der
damalige Präsident Afonso Pena
der Stadt den Titel "Cidade Jardim do Brasil - Gartenstadt Brasiliens".
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