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Chico
Rei, ein afrikanischer Stammeshäuptling, war der erste freigelassene
Sklave in Brasilien. Er erkaufte sich, und seiner Gefährten seine
Freiheit, in dem er den Frauen seines Stammes in ihren Haaren Goldstaub
aus den Minen schmuggelte.
Auf dem Höhepunkt des Goldrausches war sein ganzer Stamm mit ihm als
Häuptling in Afrika gefangen genommen, nach Brasilien geschafft und
dort in Ouro Prêto an den Besitzer einer Goldmine verkauft worden.
Anschliessen musste Chico Rei als Vorarbeiter der Sklaven im Bergbau
schuften. Nachdem er auch an Sonn- und Feiertagen zur Arbeit eingesetzt
worden war, erreichte er schliesslich von seinem Sklavenhalter die
Freilassung und konnte auch seinen Sohn Osmar befreien. Vater und
Sohn gelang es anschliessend, den ganzen Stamm in die Freiheit zu holen.
Die gesamte Gemeinschaft schaffte es danach, die schon sagenhaft reiche
Goldmine Encardadeira zu kaufen. Als das gelungen war, nahm Chico
Rei seine Vorrechte als Häuptling wieder wahr, hier in Vila Rica Hof
und feierte in traditionellen Trachten afrikanische Feste. Davon erfuhr
der portugiesische König, der daraufhin den Sklaven sofort verbot,
sich freizukaufen. Unter den brasilianischen Schwarzen ist Chico Rei
heute ein Volksheld.

"Darstellung" des Chico Rei |
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