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Massentransportmittel "Bus"

   
     

Der Bus ist das Massentransportmittel des Landes. Jede Stadt, jedes Dorf hat einen zentralen Busbahnhof, den "Rodoviária". Was für die Strassen gilt, gilt auch für die Busse. Im Süden sind sie hervorragend, zum Norden hin werden sie schlechter. Da nur soviel Tickets wie Sitzplätze verkauft werden, ist es sinnvoll, vor Antritt der Reise die Tickets zu besorgen. Am besten sitzt man weiter vorne, denn auf den hinteren Plätzen spürt man jedes Schlagloch und die Toilette beginnt nach längerer Fahrt zu riechen.

Am Wochenende und in den Ferienzeiten sind die Busse auf den Hauptstrecken sehr voll und oft auf Tage ausgebucht. Auf den bedeutenden Strecken gibt es meist mehrere private Konkurrenzgesellschaften. Tickets kann man an den jeweiligen Schaltern im Busbahnhof oder, gegen Aufpreis, in Reisebüros kaufen.

Bei Überlandstrecken wird alle zwei bis drei Stunden an Rasthöfen eine Pause gemacht. Busfahrten sind hervorragend geeignet, um mit Leuten in Kontakt zu kommen; schweigsames Nebeneinandersitzen kennen die Brasilianer nicht. Wenn tagelanges Sitzen zuviel ist (die Strecke Rio - Manaus dauert drei Tage), kann auch den Liegebus, den "Leito", nehmen. Der höhere Komfort kostet etwa das Doppelte des normalen Preises und die Hälfte eines Fluges; sind aber klimatisiert und verfügen über lediglich siebzehn Plätze, auf denen sehr gut geschlafen werden kann. Überdies werden auch Kissen und Decken gestellt. Für Langstrecken - bis zu 2.000km - empfiehlt es sich, die Luxusbusse, die "Executivo", zu nehmen.

Vorsicht mit dem Gepäck, die Bahnhöfe sind ein Eldorado für Diebe. Auch im Bus gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Grosse Gepäckstücke sollten, gegen Quittung, im Gepäckraum verstaut werden. Geld und Papiere immer am Körper tragen.

Bei den Stadtbussen steigt man hinten ein und zahlt beim "Cobrador" hinten den Fahrpreis. Meist der Preis hinter dem Kontrolleur an die Decke oder Scheibe geschrieben.

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