|
Das Schönste an Sergipe
sind, abgesehen von den Stränden, die von der Hauptstadt Aracajú
in einer halben Stunde zu erreichenden Kolonialstädtchen Laranjeiras
und São Cristóvão. In diesem wenig bekannten Teil Brasiliens waren
Lampião
und seine legendäre Cangaceiro-Bande zu Hause.
Ein beliebter Strand für Wochenendausflüge ist die Praia Atalaia
Nova auf einer Sandbank im Rio Sergipe. Die am nächsten an der Stadt
gelegenen Strände sind die Praia das Artistas, die Praia Atalaia
Velha und die Praia Aruana. Sie sind immer gut besucht und mit Hotels,
Motels, Restaurants, Bars und Barracas zugebaut, an denen man preisgünstig
Fisch essen kann. Weiter nach Süden, 15km von der Stadt entfernt,
an der Strasse nach Mosqueiro, ist der schönste und abgelegenste
Strand von Aracajú, die Praia Refúgio.
|

Aracaju |

Praia de Pirambu |
São Cristóvão, gegründet
im Jahre 1590, ist nachgewiesenermassen die viertälteste Stadt Brasiliens
und war bis zum Jahre 1855 die Hauptstadt von Sergipe. Der alte
Stadtkern um die Praça São Francisco, der ehemalige alte Gouverneurspalast,
ist gut erhalten. Einen steilen Berg hinauf, entlang der engen Pflastersteinstrassen,
ist eine erstaunlich grosse Zahl von kolonialen Gebäuden aus dem
17. und 18.Jh. Der Convento do São Francisco stammt aus dem Jahre
1693, er verfügt über einen sehenswerten Kreuzgang aus der Entstehungszeit.
Seit Anfang des 20.Jh. leben hier deutsche Franziskaner, die den
Bau vollständig restauriert haben. An der Praça S.Francisco liegt
die Igreja da Misericórdia. Sie ist die älteste Kirche der Stadt
- 1627 -. Ausserdem kann man mehrere kleine Kirchen aus dem 17.Jh.
besichtigen sowie Museen zur Geschichte Sergipes. Auch sind noch
einige alte Wohnhäuser kolonialer Bauart, die typischen "Sobrados"
erhalten.
Laranjeiras, mit 22.000 Einwohnern, liegt zwischen drei üppig grün
bewachsenen und von Kirchen gekrönten Hügeln. Sie ist das koloniale
Schmuckstück von Sergipe. Sie wurde 1605 gegründet und war während
des 18. und 19.Jh. das Handelszentrum für die reiche Zucker- und
Baumwollregion entlang der "Zona da Mata" westlich von
Aracaju. Der bearbeitete Zucker wurde den Rio Cotinguiba hinab in
das 20km entfernte Aracaju und von dort weiter nach Europa verschifft.
Die Zahl der Kirchen erinnert an den vergangenen Reichtum der Stadt.
Laranjeiras ist voller verfallener Zuckerfabriken, alter Terrakotta-Dächer,
farbenprächtiger Fassaden von Häusern aus der Kolonialzeit sowie
Pflastersteinstrassen und von der modernen Entwicklung weitgehend
unberührt. Es gibt hier einige Kirchen und Museen, die zu besichtigen
sich lohnt. Der Berge rundherum bieten Möglichkeiten zu malerischen
Wanderungen mit beeindruckenden Aussichten. Laranjeiras ist eine
bezaubernde kleine Stadt, die leicht zu erreichen und ein paar Stunden
für einen Stadtrundgang oder einen längeren Aufenthalt zum Erkunden
der Stadt, der nahegelegenen Zuckerfabrik und der Landschaft wert
ist. Die Stadtmitte wurde restauriert.
|

Praia Aruana |

Ankerplatz in
Aracaju |
Im
Süden von Sergipe an der Grenze zum Bundesstaat Bahia befindet sich
die sogenannte wunderschöne "Dünen-Küste", besetzt mit Palmen und
riesigen Sandbergen. Hier liegen die Attraktionen wie der "Saco-Strand"
(in Sergipe), der "Mangue-Seco-Strand" (in Bahia) und die "Ilha da
Sogra - Insel der Schwiegermutter" an der Grenze zwischen den beiden
Bundesstaaten. Der Höhepunkt ist eine Tour mit dem Jeep in die
Dünen, in denen schon bekannte brasilianische Seifenopern (z.b.
Tieta do Agreste) von
TV-Globo verfilmt wurden. Hier werden auch Sandsurfen auf einem
Holzboard - sitzend oder auch stehend - an den Dünen angeboten oder
einfach die menschenleeren Strände geniessen...
|
|





|