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Stadtteile von São Paulo

   
     

Praça da Sé - Domplatz
Ursprünglich beschränkte sich São Paulo auf die nähere Umgebung des Domplatzes. Im Laufe der verschiedenen Entwicklungsphasen behielt dieser seinen Bezugscharakter als geographisches Zentrum der Stadt bei. Heute ist der Platz ebenso wie das gesamte Stadtzentrum etwas heruntergekommen. Hauptmerkmal sind die vielen Handelsgeschäfte für die unteren Einkommensschichten. Auf dem Platz und den angrenzenden Strassen tummeln sich ein ganzes Heer fliegender Händler.
Die Praça da Sé ist Knotenpunkt der beiden wichtigsten U-Bahn-Linien. Aufgrund ihrer Lage kommt es hier regelmässig zu Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Volksaufläufen.
In dieser Region befinden sich ebenfalls die Landgerichte und das Amtsgericht sowie der Sitz verschiedener Banken und die Börse, die noch nicht in die Gegend um die Avenida Paulista übersiedelten.
Trotz der ostentativen Polizeibewachung kommt es auf dem Domplatz immer wieder zu Überfällen, vielfach durch Strassenkinder. Vorsicht ist daher angebracht. Schmuck, Uhren, Fotoapparate und ähnliches sollten besser zu Hause bleiben.
Hauptattraktion des Platzes ist der Dom der Stadt São Paulo. Entworfen vom Architekten Maximiliano Hell wurde das neugotische Bauwerk dort errichtet, wo früher die Kirche São Pedro da Pedra stand. Mit einer Länge von 111m und einer Breite von 46m bietet der Dom Platz für 8.000 Besucher. Die beiden Seitentürme haben eine Höhe von 97m. Der 1912 begonnene Bau wurde 1954 anlässlich des 400.Gründungsjubiläums der Stadt São Paulo fertiggestellt. Sehenswert sind der Hochaltar zu Ehren von "Nossa Senhora da Assumpção", Mosaiken, Kirchenfenster und Zierarbeiten im Innern der Kirche. Hierfür wurden 415.100kg Marmor aus Italien, 3.164kg Onyx aus dem Aostatal, 4.050kg altes Porphyr aus Ägypten, 135kg Malachit aus dem Kongo, 25kg Lazulith sowie 15.000kg Bronze aus Chile importiert. In der unterirdischen Krypta mit 30 Grabkammern sind zwei Reliquien der brasilianischen Geschichte zu besichtigen: die sterblichen Überreste des Paulistaner Politikers und Geistlichen "Regente Jeijó" und des Gauianase-Häuptlings Tibiriçá. Die Krypta ist von Montag bis Samstag von 14:30 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Praça da Sé
Praça da Sé

Brás
Das östlich vom Zentrum gelegene Stadtviertel Brás stammt aus der Zeit der ersten Manufakturen (1890) und des Baus einer Eisenbahn, mit der unter anderem die Kaffee-Ernte aus dem Inland nach São Paulo transportiert wurde. An den Schienen entlang entstanden Fabriken und Arbeitersiedlungen.
Ein Grossteil der in den Manufakturen beschäftigten Arbeiter war italienischer Abstammung. Der Einfluss dieser mitgliederstarken Einwanderungsgruppe ist noch heute deutlich zu spüren. Damit wurde die Brás ein Industrie- und Wohnviertel der unteren und mittlere Bevölkerungsschichten mit vornehmlich italienischer Prägung. Allmählich machten die Einwohner Auswanderern aus dem brasilianischen Nordosten Platz. Das Viertel wird, wie das gesamte Stadtzentrum, Opfer des langsamen Verfalls.
Noch heute finden sich in der Brás mit ihren zu Beginn des Jahrhunderts errichteten Hallen viele Fabriken, sowie zahlreiche traditionelle italienische Kantinen. Von Tradition zeugt auch das Fest des San Gennaro, das jährlich am Wochenende um den 2.Oktober von der Kirche und der italienischen Gemeinde mit einem reichhaltigen Angebot an italienischen Spezialitäten organisiert wird.
Der Handel in der Brás ist rege und bietet häufig niedrigere Preise als andere Stadtteile. Haupteinkaufsstrasse ist die Rua Oriente. Die Rua do Gasômetro ist Treffpunkt der Holzhändler, Schreiner und Tischler.

Santa Cecília
Im Südwesten des Stadtzentrums liegt das Viertel Santa Cecilia das anfangs reinen Wohncharakter hatte. Es entstand zu Beginn des Jahrhunderts, zwischen 1910 und 1920, als die Pau­listaner an der damaligen Estrada de Pinheiros (heute Avenida Consolação) Wohnviertel mit besseren Hygienebedingungen suchten, weit weg von den Niederungen der Flüsse Tiete und Tamanduatei. Aus der Auflösung eines ehemaligen Grossbesitzes entwickelte sich das Viertel Santa Cecilia mit prunkvollen Villen der damals aufstrebenden Bourgoisie. Heute beherbergt der Stadtteil auch Geschäfte und Nachtclubs und ist damit ebenso Handelsplatz wie Wohnviertel. Auch hier rückt der Verfall näher. Die herrschaftlichen Häuser, die in früheren Zeiten die eleganten und weitläufigen Strassen säumten, sind aus dem Bild verschwunden.
Hauptattraktion des Viertels ist die Kirche Santa Cecília die Gemälde von Benedito Calixto und Oscar Pereira Silva in ihrem Besitz hat. Unter einer gläsernen Glocke liegen eingewachst die Knochen der Santa Donata.

Bom Retiro
Das Viertel ist Teil des Nimbus, der die Stadt São Paulo zu Ende des letzten und Beginn des jetzigen Jahrhunderts um­gab. Ebenso wie die Brás entstand auch dieser Stadtteil mit dem Bau der Eisen­bahn und entwickelte sich zu einem Industrieviertel mit Wohnsiedlungen für die Arbeiter.
Das Viertel zählt nicht zu den Glanzpunkten der Stadt. Sein Erscheinungsbild ist geprägt von alten grauen Fabrikhallen, in denen sich heute der Grosshandel niedergelassen hat. Die Preise liegen hier häufig weit unter denen im restlichen São Paulo. Zentrum des Grosshandels ist die Rua José Paulino, wo Geschäfts- und Privatleute aus allen Stadtteilen vornehmlich Textileinkäufe tätigen.
Die früher hauptsächlich von jüdischen Einwanderern aus Europa angebotenen Konfektionen machten in den vergangenen Jahren zunehmend den Produkten aus den Fertigungen koreanischer und chinesischer Immigranten Platz. Neben guten Preisen hat Bom Retiro wenig zu bieten.

Bixiga - Bela Vista
"Wie könnte man dieses Viertel "Bairro" mit einem Satz beschreiben?" Auf diese Frage schüttelt Armando Puglisi, Gründer und Direktor des Museums Memória do Bixiga, den Kopf. "Sehr schwierig, nein, in einem Satz kann man "meu Bairro" nicht beschreiben, ich liebe es einfach und kann mir nicht vorstellen woanders zu leben".
Was macht die Bixiga so liebenswert, so anders als andere Viertel der Stadt? Man muss, um den Charme der Bixiga zu entdecken, ein bisschen hinter die Kulissen schauen und erkennt ihn erst auf den zweiten Blick. Kaum ein anderes "Bairro" hat seine Geschichte, seine Tradition und Vergangenheit so bewahrt, in keinem anderen Viertel wird so individuell gelebt, keines bietet so viele kulturelle Möglichkeiten wie die Bixiga. Vom Bauboom weitgehend verschont, präsentiert sich die zentrale Rua 13 de Maio mit ihren alten zweistöckigen Häusern fast wie annodazumal. Nur ihre Funktion ist vielfältiger geworden: heute amüsiert man sich in dieser Strasse allabendlich wie in Schwabing, Sankt Pauli oder am Prenzlauer Berg.
Die Bixiga wird vielfach "Klein-Italien" genannt und tatsächlich spürt man bis heute deutlich den Einfluss der italienischen Einwanderer, die sich Ende des 19.Jh. hier niederliessen. In der Rua 13 de Maio reiht sich eine "Cantina" an die andere, am bekanntesten ist die "Cantina Roperto", ebenso berühmt wie die "Cantina Capuano" in der Rua Conselheiro Carrão. Auch die "Padaria Basilicata" eher ein Tante-Emma-Laden als eine Bäckerei, präsentiert sich wie vor 50 Jahren, hier ist die Zeit stehengeblieben. Das grösste italienische Strassenfest São Paulos, die "Festa de Nossa Senhora de Achiropita", wird seit 68 Jahren vor der gleichnamigen Kirche in der Rua 13 de Maio gefeiert. An fünf Wochenenden im Juli und August trinken und schlemmen die Besucher dort unter italienischer Flagge, egal ob "Fricazza - dicke Pizza" oder "Fogazza - grosse Teigtaschen", für die Fans dann kilometerlang Schlange stehen.
Doch nicht nur die Italiener prägten dieses "Bairro", auch Farbige und Portugiesen trugen entscheidend zum multikulturellen, nachtaktiven Leben in der Bixiga bei. Die erste Karnevalsgesellschaft "Escola de Samba" São Paulos "Vai-Vai" wurde hier gegründet und Bixiga ist berühmt für seinen Strassenkarneval, in dem noch viele schwarzafrikanische Einflüsse zu spüren sind.
Bekannte Bars wie "Café do Bixiga", "Piu-Piu" oder das "Café Society" bieten in der Regel jeden Abend "MPB - Música Popular Brasileira" oder Jazz. Die vielen Theater, darunter so bekannte wie das "TBC - Teatro Brasileiro de Comédia", das 1948 gegründet wurde, oder das interessante Theater Ruth Escobar in der Rua dos Ingleses runden das Angebot ab.
Für alle, die mehr über Bixiga wissen wollen, lohnt sich ein Besuch des Museu Memória do Bixiga, Rua dos Ingleses 118 - Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 14:00-18:00 Uhr.

Festa de Nossa Senhora de Achiropita
Festa de Nossa Senhora de Achiropita

Liberdade - Bairro Oriental
Asiatische Schriftzeichen und rote Laternen im fernöstlich geschwungenen Stil prägen das Strassenbild. Verkäuferinnen im Kimono preisen Fächer aus Seidenpapier an. Der Duft von frischen Frühlingsrollen zieht in die Nase. Alle Indizien für eine ostasiatische Stadt. Doch das Szenarium befindet sich mitten in São Paulo, gleich hinter der Praça da Sé.
São Paulos Asiatenviertel heisst Liberdade. Es ist die grösste japanische Stadt ausserhalb Japans und von den etwa 1 Mio. Nachkommen fernöstlicher Einwanderer lebt eine grosse Anzahl dort. Mit antiken Ausstellungsstücken und Fotos dokumentiert das Museu da Imigração Japonesa, Rua São Joaquim 381, 1.Etage. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 13:30-17:30 Uhr, die Geschichte der ostasiatischen Einwanderung. Dort werden auch die zahlreichen japanischen Feste organisiert, auf denen der Interessierte Einblicke in bis heute streng gepflegte Tradition erhält.
Am einfachsten kann das fernöstliche Ambiente auf einem bunten Markt genossen werden, der sich jeden Sonntag ab 10:30 Uhr vorwiegend auf dem Platz vor der Metro-Station Liberdade und in der Rua Galvão Bueno konzentriert. Vom Bonsai bis zum Reiswein - es gibt nichts, was es nicht gibt an Importwaren "Made in Japan, China oder Korea". Wer sein Sushi nicht unbedingt stehend verzehren will, kann auch in einem der zahlreichen japanischen Restaurants einkehren. Sie sind berühmt für ihr gutes Essen zu erschwinglichen Preisen.
Einen starken Kontrast zu ihrem Umfeld bildet die Kirche am Platz der U-Bahnstation Liberdade. Eine Vielzahl von Gläubigen findet sich täglich in der Kellergruft ein.

Rua da Liberdade
Rua da Liberdade

Higienópolis
Laut jüngsten Erhebungen gehören rund 59% der Einwohner des Stadtteils Higienópolis der reichsten Gesellschaftsschicht "A" und 28% der Klasse "B" genannten Mittelschicht an. Das Viertel ist eines der traditionsreichsten und nobelsten der Stadt.
Mit der Parzellierung kleinerer Landgüter entstanden hier 1885 erste Wohnhäuser. Durch den Bau von Appartment-Hochhäusern hat sich das Gesicht des Stadtteils seit den 40er Jahren deutlich gewandelt. Einige der damals entstandenen Bauten mit ihrem besonderen architektonischen Stil, der die Tendenzen von annodazumal widerspiegelt, sind bis heute erhalten.
Von der 120.000 Mitglieder starken jüdischen Gemeinde São Paulos lebt ein grosser Teil in Higienópolis. Deutlich wird dies an den 13 Synagogen im Viertel, verschiedenen Geschäften und einer Schule, die ausschliesslich jüdische Kinder annimmt. Nicht selten hört man die Menschen auf den Strassen jiddisch sprechen, zumeist alte Juden, die aus Osteuropa nach Brasilien emigriert sind. Andere religiöse Vereinigungen sind ebenfalls fester Bestandteil des Stadtteils, so zum Beispiel die erzkonservative Sekte "Tradition, Familie und Eigentum - TFP", die hier verschiedene Häuser und sogar einen kleinen Stadtpalast besitzt. Ihre Mitglieder sind an perfekt geschnittenen Anzügen, Bürstenhaarschnitt und einem Rosenkranz in den Händen zu erkennen.
Zu den verschiedenen prominenten Persönlichkeiten - Künstler, Fernsehmoderatore und Intellektuelle -, die ihren Wohnsitz in Higienópolis haben gehört auch der amtierende Präsident Fernando Henrique Cardoso.

Vila Madalena
Anders als  zu Beginn des Jahrhunderts, ist das im Westen São Paulos gelegene Viertel Vila Madalena heute für sein bewegtes Nacht- und Kulturleben bekannt. Damals bestand das Viertel aus einfachen Häusern mit niedrigen Abzäunungen, deren Bewohner bescheidene Händler meist portugiesischer Abstammung waren.
Die Veränderungen setzten in den 70er Jahren mit den Studenten- und Hippiebewegungen ein. Nach der Schliessung zahlreicher Wohnheime der Universität São Paulo "USP" mieteten sich viele Jugendliche aufgrund der niedrigen Wohnpreise in den Häusern des Viertels ein und gründeten so zahlreiche Wohngemeinschaften in der Region.
Viele Studenten blieben nach Studienabschluss im Viertel wohnen und nahmen dort in den 80er Jahren ihre Geschäftstätigkeiten auf. Es entstanden Büros, Geschäfte, Ateliers, Kunstgalerien, Restaurants und Bars. Gegenwärtig wird das Viertel von vielen Intellektuellen und Künstlern bewohnt.
In Vila Madalena pulsiert das Leben 24 Stunden am Tag. Die Auswahl an Bars, Diskotheken und Restaurants ist enorm. Die verschiedenen Lokale des Viertels werden im allgemeinen von einem jungen und anspruchsvollen Publikum aufgesucht. Vila Madalena besitzt Charme wie eh und je und ist eines der wichtigsten Zentren des Nachtlebens in der Paulistaner Hauptstadt.

Avenida Paulista
Seit ihrer Gründung im Jahr 1891 gilt die Avenida Paulista als Aushängeschild São Paulos. In ihren Anfangszeiten war sie von Ipê-Bäumen gesäumt und beherbergte auf ihrer ganzen Länge schöne Wohnhäuser reicher Geschäftsleute und Besitzer von Kaffeeplantagen. Mit der Industrialisierung der Stadt in den 50er Jahren begann sich das Bild der Paulista zu ändern. Peu à peu wurden die Herrschaftshäuser abgerissen, um Betonbauten Platz zu machen. 1968 wurde das neue Gebäude des Museums für Moderne Kunst von São Paulo "MASP" errichtet, eine Konstruktion mit kühnen Linien nach dem Entwurf der Architektin Lina Bo Bardi über einem Freiraum von 80m. Heute ist die Paulista ein 2,8km langer Korredor mit riesigen Hochhäusern aus Stahl, Beton und Glas, in denen Banken und Büros untergebracht sind - Grund genug, um als "wirtschaftliches Herz Brasiliens" zu gelten. Verkehrsstaus, Hupkonzerte, Menschenmengen an den Strassenecken, eilige Büroangestellte mit dem Handy in der einen und einem Sandwich in der anderen Hand machen heute das wenig bukolische Bild der Paulista aus. Es täuscht sich jedoch, wer glaubt, dass die Paulista einzig der Arbeit dient. Hier ist auch Raum für Kultur: Neben dem MASP-Museum sind hier verschiedene Einrichtungen wie das Kulturinstitut der Itaú-Bank, die Safra-Bank und das "Rosenhaus" sowie zahlreiche Kinos und Theater zu finden. An den Sonntagen spazieren viele Paulistander die Strasse entlang, um den sympathischen Antiquitätenmarkt unter dem MASP zu besichtigen oder Leckereien der chinesischen, japanischen oder brasilianischen Küche in der Nähe des Trianon-Parks u kosten.

Kulturinstitut der Itaú-Bank
Kulturinstitut der Itaú-Bank

Avenida Paulista
Avenida Paulista

Luz
Das Luz ist bis heute als Rotlichtviertel bekannt. Im Polizeijargon heisst es auch "Crackolândia" wegen des hohen Konsums dieses Kokain-Derivats durch Obdachlose, die dieses Viertel bevölkern. Trotz der traurigen Grautöne und der Dekadenz der Gebäude ist das Viertel für die Geschichte São Paulos von Bedeutung. Eine der imposantesten Konstruktionen ist der Bahnhof "Estação da Luz", eine perfekte Nachbildung des Bahnhofs von Sydney/Australien. Es wurde 1901 erbaut und brachte durch seinen viktorianischen Baustil europäisches Flair in das Stadtviertel "Luz". Nur wenige Häuserblöcke entfernt befindet sich der Bahnhof "Júlio Prestes", eine gelungene Kopie des Hauptbahnhofs der florierendsten Stadt in den 20er Jahren - New York. Nach umfangreicher Renovierung 1998 beherbergt er heute die "Sala de São Paulo", den schönsten Konzertsaal der Stadt. Hier stiegen die Fahrgäste aus, die aus dem Inland São Paulos gekommen waren, um in dem wunderschönen "Park" Luz spazieren zu gehen. Der "Parque da Luz" war ehemals der botanische Garten der Stadt und wurde 1825 eröffnet. Jahrzehntelang galt er als Hauptattraktion São Paulos; Fotographen boten dort ihre Dienste an, und unter schönen Lauben gaben Musiker ihr Bestes. Heutzutage ist der Park, sowie das ganze Viertel, dekadent und verwahrlost.
Am Rande der Parkanlage befindet sich die Landespinakothek. Das neoklassizistische Bauwerk wurde 1905 erbaut. In der "Pinacoteca do Estado" sind über 4.000 Stücke von brasilianischen Künstlern aus dem 19. und 20.Jh. u.a. Brecheret, Iberê Camargo, ausgestellt, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Stiche.

Brecheret im Jardim da Luz
Brecheret im Jardim da Luz

Auszug aus dem Buch: "Willkommen in Brasilien: Informationen für das Einleben in São Paulo" - Band 4 - Copyright © AHK-São Paulo - Câmara de Comércio e Indústria Brasil-Alemanha 2001/2002

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