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"Hier,
auf der Insel Santa Catarina, wird der Europäer in eine neue Schaffung
einbezogen, deren Überfluss in allem riesenhaft und begeisternd
ist"... Adelbert von Chamisso, Naturforscher der russischen
Expedition im Jahre 1821 - über Florianópolis
Die Ilha de Santa Catarina, wegen ihrer landwirtschaftlichen Reize
auch "Ilha da Magia" genannt, ist mit 412km² eine der
grössten Brasiliens. Die etwa 70km lange Insel lässt sich am besten
auf einer Rundfahrt per Mietwagen erkunden. Richtung Norden kommt
man nach 17km in den historischen Ort Sto.Antônio de Lisboa mit
der 1750 erbauten Kirche Nossa Senhora das Necessidades. Von hier
bietet sich ein herrlicher Blick auf die nördliche Bucht und das
gegenüberliegende Festland. Weiter nördlich, am Strand von Jurerê,
befindet sich eine der vielen Festungsruinen, die Fortaleza São
José, von wo zwei kleine Inseln zu sehen sind. Auf der linken, der
Ilha de Anhatomirim, gibt es die Festung Forte Sta.Cruz zu besichtigen.
Die Fähre legt in Canasvieiras ab, dem nächsten Badeort auf der
Route.
Der 3km lange Strand von Canasvieiras bietet flaches, wellenarmes
Wasser. Seit 1995 hat die Stadtverwaltung gar Live-Musik am Strand
verboten, so dass man sein Abendprogramm in den Ort hineinverlegen
muss.
Einer der beliebtesten Atlantikstrände der Insel, die sich im übrigen
alle durch kräftigen Wellengang und sauberes Wasser auszeichnen,
folgt nordöstlich: der "Strand der Engländer - Praia dos Ingleses",
dessen Name von einem gestrandeten englischen Schiff herrührt. Hier
kann man sich statt in Hotels oder Pousadas auch in privat angebotenen
Bungalows und Appartements einquartieren. Der recht schmale Strand
hat eine Ausdehnung von 5,2km mit einer grossen Düne im Hintergrund.
Von hier sind es 20km nach Süden bis Barra da Lagoa an der östlichen
Spitz der Insel. Angesichts der blauen Häuser und der Kirche im
portugiesischen Stil, Nossa Senhora da Conceição mit ihrer Silberglocke,
fühlt man sich plötzlich auf die Azoren versetzt. Ausser dem Tourismus
leben die Menschen hier vom Fischfang, und die Frauen verstehen
sich noch hervorragend auf das Klöppeln von Spitzen.
Im Gegensatz zum Inselnorden bietet der ursprüngliche Süden einen
sanften Tourismus an. Nicht umsonst befindet sich hier die erste
ökologische Pousada. Die Berge reichen mitunter bis ans Meer, versteckte
Strände und Wasserfälle lassen sich nur zu Fuss erreichen, traditionelle
Wanderpfade führen durch reizvolle Naturschutzgebiete. Die über
4.000 Jahre alten Höhlenzeichnungen gehören ebenso zu den Besucherattraktionen
wie die Wale, die man zwischen Juni und Oktober von einer Observationsstation
beobachten kann.
Weiter südlich lockt der Strand Joaquina, ein Paradies für Surfer.
Es folgen die Strände Campeche, Morro da Pedras, die ebenfalls bei
Surfern sehr beliebt sind, und Armação, wo die Boote zur Badeinsel
Ilha Campeche ablegen. Westlich von Armação, landeinwärts, liegt
das ökologische Reservat Lagoa do Peri, das Gelegenheit zum Angeln
bietet.

Lagoa da Conceição
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