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Strassenkarte von Rio Grande do Sul
Die
Landschaft von Rio Grande do Sul ist wild und unbeugsam. Sein 200km
langer
Küstenstreifen
ist gekennzeichnet von tosender Brandung und felsigen Landzungen,
deren bekannteste in der Urlauberstadt Torres zu finden sind.
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Torres, 205km von
Porto Alegre entfernt, ist für seine schönen Strände
und Felsformationen aus Basalt entlang der Küste bekannt. Man kann
hier sehr gut wandern und die Gegend erkunden, insbesondere dann,
wenn man hierher zu Beginn oder gegen Ende der Saison fährt, wenn
sich die Menschenmassen schon zurückgezogen haben. Im Sommer legen
Boote zu Fahrten in Richtung Naturschutzgebiet auf der Ilha dos Lobos bei der Ponte Pênsil am Rio Mampituba ab.
Der Litoral Gaúcho ist ein 500km langer Streifen entlang der Küste
des Staates. Er verläuft von Torres am der Grenze zu Santa Catarina
bis Barra do Chuí an der Grenze zu Uruguay. Eigentlich sind die
Strände ein einziger, langer Strand, der durch geologische Formationen
kaum mal unterbrochen wird. Das Meer ist hier stärker aufgewühlt
und das Wasser weniger klar als in Santa Catarina.
Zu den Weiteren führenden Ferienzentren mit Strand gehören Tramandaí
und Capão da Canoa, während sich Richtung Süden quasi zwischen dem
Festland und dem Atlantik die Lagoa dos Patos, die grösste Süsswasserlagune
Südamerikas, erstreckt, an deren Ufern von Tapes bis Laranjal Strände
und Campingplätze zu finden sind.
Nur wenige Kilometer landeinwärts erreicht man die Serra Gaúcha,
ein Küstengebirge, das zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des
Staates wurde. Pinien, üppig grüne Täler, einsame Wasserfälle, Flüsse
und imposante Schluchten, die sich durch die Serra winden. In diese
Naturlandschaft strömten im späten 19.Jh. Tausende deutscher und
italienischer Immigranten und liessen sich entlang der Talsohle nieder.
Noch heute geben viele der ursprünglichen Stein- und Holzhäuser
unerschütterliches Zeugnis für den Mut der hierher verpflanzten
Gaúchos.
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In der kleinen Stadt Nova Petrópolis etwa 15 Minuten von Gramado
und Canela entfernt ist das deutsche Erbe der Region überall erkennbar.
Viele öffentliche Gebäude und Wohnhäuser erinnern an Dörfer im bayrischen
Oberland. Im Einwandererpark, hier vor allem am Nachbau einer deutschen
Kolonialsiedlung aus dem 19.Jh., werden die deutschen Wurzeln der
ersten Siedler besonders deutlich. Der Park besitzt ausserdem einen
Musikpavillon mit Biergarten, der das Veranstaltungszentrum aller
im Januar, Februar und Juli stattfindenden Feste ist.
Porto Alegre, die moderne und grösste Stadt des Südens, Hauptstadt
des Staates, vermittelt einen guten Einblick in die traditionelle
Musik und die Tänze der Gaúchos. Zu sehen sind sie in Nachtlokalen
mit folkloristischen Darbietungen der Gaúchos.
Empfehlenswert ist ein Besuch im Museu de Arte do Rio Grande do
Sul. Das Museum, in dem man einiges über die Besiedlung und die
Menschen der Region erfährt, ist das Museu Antropológico in der
Rua Carlos Chargas 55. Sehenswert ist der Antiquitätenmarkt der
Stadt, Feira da Artesanato in der Av. José Bonifácio-Parque Farroupilha.
Hier wird nicht nur verkauft, sondern auch getauscht: von Möbeln
über Münzen bis zu Briefmarken. Ein weiterer sehenswerter Markt
ist der Mercado Público am Hafen, Praça 15 de Novembro.

Hafen von Porto Alegre
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Bildband Brasilien
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