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Der "fröhliche Hafen" ist meist der Ausgangspunkt
für einen Besuch im Süden Brasiliens. Porto Alegre vermittelt einen
guten Einblick in die traditionelle Musik und die Tänze der Gaúchos.
Sie hat einige ganz interessante Museen und beeindruckende
neoklassizistische Gebäude, aber auch einige gute Restaurants und
ein Nachtleben sowie die Gastfreundschaft der freundlichen Gaúchos
zu bieten.
Die ca. 1,5 Mill. Einwohner zählende Stadt - darunter viele
Nachfahren italienischer, deutscher und polnischer Immigranten - ist
die grösste Stadt des Südens. Da sie nahe der Küste, am nördlichen
Zipfel der Lagoa dos Patos liegt, ist sie ein ideales Sprungbrett
für Fahrten in andere Teile des Staates. Gramado und Canela, das
Weingebiet wie auch die Strände von Rio Grande do Sul sind in
Tagesausflügen zu erreichen.
Passend zu seiner Stellung als Hauptstadt eines Viehzuchtstaates
kann man in Porto Alegre in zahlreichen Boutiquen im Zentrum
Lederwaren von ausgezeichneter Qualität kaufen. In einem der
hervorragenden Steakhäuser sollten Sie sich auch ein echtes
brasilianisches
Churrasco
genehmigen.
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Brücke Guaíba |
Das historische Zentrum von Porto Alegre
gruppiert sich um die auf einem Hügel gelegene "Praça Marechal
Deodoro". Die überdimensionale Kuppel der im Neorenaissance-Stil
erbauten, erst 1986 fertig gestellten Kathedrale dominiert den
ansprechenden Platz. Daneben steht der Palácio Pirantini mit seinem
prunkvollen Empfangs- und Versammlungsgebäude der Regierung des
Bundesstaates. Der Palast wurde zwischen 1896 und 1921 erbaut und
ist innen reich mit italienischem Marmor aus Carrara,
Kristallleuchtern aus der ČSSR, Treppengeländern aus Frankreich und
kostbaren Möbeln aus Buenos Aires im Stil Ludwig XV. ausgestattet.
Am unteren Ende des Platzes befindet sich das kunsthistorisch
interessanteste Gebäude, das 1858 im portugiesischen Barockstil
errichtete "Theatro São Pedro". Das denkmalgeschützte Theater wurde
auf Initiative der deutschstämmigen Theaterenthusiastin Eva Sopher
1984 liebevoll restauriert und modernisiert.
Auf
dem Weg vom Hafen, immer an der Mauer entlang, erreicht man das 1995
Neueröffnete alte Gaswerk "Usina do Gasômetro" aus dem Jahre 1928.
Seit 1974 ausser Betrieb, wurde es unter dem Bürgermeister Olívio
Dutra unter Denkmalschutz gestellt und in ein Kulturzentrum mit
Aussichtsterrasse umgewandelt. Die ehemalige Energiefabrik mit dem
117m hohen Schornstein ist bereits zu einem Wahrzeichen der Stadt
geworden. Sie liegt direkt am Flussufer an der Rua da Praia do
Gasômetro, völlig mauerfrei und zieht im Sommer Scharen von
Besuchern an, so als gäbe es dort einen wirklichen Stand. Von hier
aus kann man jedoch mit der "Noiva do Cai" eine Bootstour den Rio
Guaíba aufwärts starten.
Die Wohnbezirke der noblen Südzone haben alle den Charakter von
Badeorten - die beliebtesten sind Ipanema und Lami. In den zwei
Dutzend Strandbars von Ipanema trifft sich das eher jugendliche
Publikum, ins Wasser geht man nur per Jet-Ski. Die einzige zum Baden
freigegebene Stelle Porto Alegres befindet sich in Lami, an
Sommerwochenenden zugleich die beengteste Stelle der Stadt.
Porto Alegre ist bekannt für die Wunscherschönen Sonnenuntergänge
über der Stadt, die das Wasser des Rio Guaíba reflektieren. Ein
gutes Ziel, um einmal einen solchen Sonnenuntergang zu beobachten,
ist der "Morro Santa Teresa", 6km von der Stadtmitte entfernt. Der
131m hohe Hügel ermöglicht gute Ausblicke über die Stadt und den
Fluss. Auf dem Weg hinauf lohnt ein Blick auf den ungewöhnlichen
Friedhof von Porto Alegre. Um zum Morro Santa Teresa zu gelangen,
nimmt man am besten von der Rua Uruguai im Centro einen Bus in
Richtung Nova Santa Teresa.
Fleischkult und deutsches Bier
Porto Alegre ist berühmt für seine ausgezeichneten
Churrascarias. Zu verdanken ist der hiesige Fleischkult den
Viehzüchtern der nahegelegenen Pampa. Gaúchos nennt man sie, mit der
charakteristischen Angewohnheit, ständig bitteren Tee "Chimarrão" zu
schlürfen und Churrasco zu essen, Stiefel, Schlaghosen, ein rotes
Halstuch und einen Cowboy-Hut mit Kinnriemen zu tragen sowie das
Lasso zu schwingen. Die früher eher verspöttelten Viehtreiber, nicht
selten auch Viehdiebe, machten sich im 19.Jh. als die eigentlichen
Verteidiger brasilianischen Bodens gegen die argentinischen und
Uruguayanischen Nachbarn verdient und werden heute landesweit
geachtet. In der Stadt sieht man sie nur selten, aber die
Kellnertracht der Churrascaria "Galpão Crioulo" vermittelt zumindest
einen Eindruck.
Eine zweite Empfehlung bezieht sich auf das Trinken, besser gesagt
auf deutsches Bier im absoluten "In-Lokal" - "DADO BIER", zugleich
Name des deutschstämmigen Besitzers Eduardo Bier. "Ich bin Bier", so
stellt er sich vor und verweist stolz auf die im Jahre 1995
endgültig gelungene Verwirklichung eines alten Traums, die
Kombination einer eigenen Minibrauerei mit einem Restaurant, einem
Biergarten, einer Bar und einer Diskothek. Bis zu 2.000 Gäste,
vorwiegend aus der Mittelschicht, kommen hier allabendlich her, um
sich in dem gemischten Ambiente aus New Wave, High Tech, Steinmauern
und Alpengemälden zu vergnügen.
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Was man nicht versäumen sollte:
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Samstag und Sonntag Vormittag in der Stadt
spazieren zu gehen. Dann, wenn sich in ihr, vom Trubel des
Alltags erleichtert, die architektonische Geschichte und Pracht
der Gebäude mit den ihnen umgebenen wohltuenden Grünflächen
heraushebt.
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Das Haus der Kultur Mário Quintana, im
ehemaligen Hotel Majestic kennenzulernen, in welchem praktisch
sein ganzes Leben lang einer der bedeutendsten zeitgenössischen
brasilianischen Dichter wohnte. Heute ist es eines der grössten
städtischen Kulturzentren. Es verfügt über Kinos, Bibliotheken,
Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen sowie Räume zur Probe von
Tanz und Theater.
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Den Gebrauchtwarenmarkt von Redenção
zu besuchen, einem Antiquitätenmarkt, der Sonntagvormittags
im schönen und offiziell Farroupilha genannten Park stattfindet.
Dieser wird von den Anwohnern Porto Alegres auch als
Zufluchtsort aufgesucht. Antiquitäten, Kunsthandwerk und
Kunstgegenstände werden dort zwischen Aufführungen von Theater-
und Musikgruppen, Strassenclowns und Akrobaten an einem der
traditionellsten Veranstaltungsorte der Stadt angeboten.
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Auf dem öffentlichem Markt Einkäufe zu
tätigen, auf dem man zwischen Obst, Gemüse und Fleisch auch
typisch traditionelle Artikel der Gaúchos wie Ponchos, Mangos
"Peitschen", Cuias "hohler kleiner Kürbis für den Matetee",
Bombas "silberne Trinkhalme" sowie Erva de Chimarrão
"Matetee" erstehen kann.
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Ein richtig zünftiges Churrasco zu sich
nehmen. Jenem typischen Gericht aus Rio Grande do Sul, das
gleichzeitig auch als grösstes Innbild lokaler Kultur gilt.
nachdem das Fleisch lediglich mit groben Salz gewürzt wurde,
wird es auf der Glut gegrillt. Dafür werden am Rind, wie auch am
Lamm, Schwein und Geflügel spezielle Fleischschnitte angesetzt.
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