Der Bezirk Cabo Frio bestand früher einmal aus der Stadt Cabo Frio, Búzios,
dem Ferienort für die Schickeria und Arraial do Cabo, das inzwischen mit
seiner Salzindustrie politisch und wirtschaftlich unabhängig geworden ist.
Dem einheimischen Historiker Márcio Verneck zufolge war Cabo Frio bereits
vor mindestens 5.500 Jahren bewohnt. Vor Ankunft der Portugiesen lebten dort
die sich bekriegenden Indianerstämme der Tamoios und Goitacazes. Im Jahre
153 landeten die Portugiesen unter Amerigo Vespucci an der Praia dos Anjos
in Arraial do Cabo. Vierundzwanzig Männer wurden zurückgelassen, um eine
Siedlung zu gründen. Die phantastischen Erzählungen über diese Gemeinschaft
inspirierten Thomas Moore zu seinem Roman "Utopia".
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Die Wirtschaft der portugiesischen Siedlung fusste auf der Gewinnung des
Brasilholzes an der Küste, das gefällt nach Europa verschifft wurde. Bis zum
Jahre 1615 waren die portugiesischen Schiffe Angriffen durch holländische
und französische Seeräuber ausgesetzt. Dem bereiteten die Portugiesen ein
Ende, als sie ihre europäischen Widersacher besiegten und die Siedlung Santa
Helena de Cabo Frio gründeten. Zusätzlich nahmen sie das französische Fort
São Mateus ein und verteidigten von dort ihre Handelschiffe.
Irgendwann gesellten sich dann auch die Franziskaner zu den Siedlern und
errichteten das Kloster Nossa Senhora dos Anjos. Nach ihnen kamen die
Jesuiten nach Fazenda Campo Novo.
Um das Jahr 1800 waren die Brasilholzbestände vollkommen abgeholzt, und die
Wirtschaft schwenkte auf die Fischerei und seit kürzester Zeit auf den
Tourismus, die Salzgewinnung und chemische Industrie um.
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Der Canal do Itajuru verbindet die Lagoa de Araruma mit dem Meer. Cabo
Frio befindet sich auf der einen Seite dieses Kanals, einen zwei Kilometer
langen Fussmarsch vom Busbahnhof entlang der Avenida Júlia Kubitschek
entfernt.
Vom Stadtstrand bis zum Nacktstrand hat man hier mehrere Optionen. Die
Jugend trifft sich an der Praia do Forte, landschaftlich reizvoll ist der
Dünenstrand Praia das Dunas, und zum Baden eignet sich am besten die Praia
Brava. Natürlich kann man auch tauchen, fischen oder spazierengehen, z.B.
über eine der zahlreichen Salzgewinnungsflächen.
An historischen Bauwerken bietet der Ort - im Unterschied zu Búzios -
durchaus Sehenswertes, wie das Fort São Mateus. Das Fort ist eine steinerne
Festung, die im Jahre 1616 zum Schutz gegen die Piraten errichtet worden
war. Die Quelle Fonte de Itajuru aus dem 19.Jh., die Capela de Nossa Senhora
(1740) sowie die Kirchen Nossa Senhora da Assunção
(1615) und São Benedito aus dem Jahre 1701.
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In und um Cabo Frio gibt es an drei Stellen Sanddünen. Die Dünen Praia do
Peró, eines ausgezeichneten Strandes zum Surfen und Wellenreiten, befinden
sich sechs Kilometer in nördliche Richtung nach Búzios hin, in der Nähe von
Ogivas und hinter der Praia Brava und der Praia das Conchas. Die "Dama-Branca-Dünen
- weisse Dame" findet man an der Strasse nach Arraial do Cabo. Die
Pontal-Dünen des Stadtstrandes von Praia do Forte erstrecken sich vom Fort
bis zum Berg Miranda.
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